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Hesekiel 47, 2-7 - Worte der Hoffnung

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Hesekiel 47, 2-7 - Worte der Hoffnung

Beitrag  Harald am Fr 19 Apr 2013, 19:22

Hallo,
Hesekiel 47:2-7:
Und er führte mich durch das nördliche Tor hinaus und brachte mich auf dem Weg außen herum zum äußern Tor, das nach Osten gerichtet ist; und siehe, da floß von der Südseite das Wasser heraus! Während nun der Mann mit der Meßrute in seiner Hand nach Osten hinausging, maß er tausend Ellen und führte mich daselbst durch das Wasser; und das Wasser ging mir bis an die Knöchel. Und er maß noch tausend Ellen und führte mich durch das Wasser; da ging mir das Wasser bis an die Knie. Und er maß noch tausend Ellen und führte mich hinüber, da ging mir das Wasser bis an die Lenden. Als er aber noch tausend Ellen maß, da war es ein Strom, den ich nicht durchschreiten konnte. Denn das Wasser war so tief, daß man darin schwimmen mußte, ein Strom, der nicht zu durchschreiten war. Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Und er führte mich und brachte mich wieder an das Ufer des Stromes zurück. Als ich nun zurückkehrte, siehe, da standen auf dieser und jener Seite am Ufer des Stromes sehr viele Bäume.
Vor einigen Wochen hatte ich einen Vortrag über diesen Abschnitt gehört.
Das was mir im Sinn geblieben ist, möchte ich euch mal niederschreiben. Mich hat das zunächst etwas stutzig gemacht, da ich diesen Text eher zum 1000jährigen Reich passend empfunden/interpretiert hatte, wobei mir wahrscheinlich das meiste doch eher unverständlich war (und ist).

In dem Vortrag wurde die Bibelstelle auf uns und unser Leben gedeutet.
Wenn wir mit Not und Leid konfroniert werden, sehen wir sicher auch zunächst nicht unbedingt den Sinn, der sich vielleicht dahinter verbergen mag.
So war es in diesem Abschnitt auch, der Mann wurde von dem Engel DURCH das knöcheltiefe Wasser geführt. Er musste da durch.
Wer schon mal durch knöcheltiefes Wasser gewatet ist, weiß, dass das keine große Anstrengung von uns erfordert.

Dazu fällt mir die Begebenheit auf dem See Genezaret ein. Jesus und die Jünger wollten über den See fahren. Seine Jünger waren alle erfahrene Fischer und kannten sich aus. Sie waren sich so sicher, dass sie bei der Überfahrt keine Probleme haben würden, dass sie zu Jesus sagten, dass ER sich ruhig schlafen legen kann.
Geht es uns nicht auch oft so? Denken wir nicht auch, das schaff ich allein, da muss ich vorher nicht erst beten, dass mir Jesus beisteht - Alltag eben.

Der Engel führte Hesekiel nochmal weiter den Fluss entlang, nach weiteren 1000 Ellen sollte er nochmals das Wasser durchqueren. Jetzt ging ihm das Wasser schon bis an die Knie.
Aber auch das ist noch nicht bedrohlich. Auch diese Aufgabe läßt sich noch problemlos meistern. Trotzdem erfordert das schon mehr Einsatz und Kraft von uns.

Es geht nochmals 1000 Ellen weiter den Fluß hinunter. Und wieder soll Hesekiel den Fluß durchqueren. Inzwischen geht ihm das Wasser schon bis an die Lenden. Mit der Strömung dürfte das ziemlich anstrengend gewesen sein. Es dürfte vielleicht die ganze Kraft gekostet haben, den Fluß zu durchqueren. Aber tröstlich ist hier, und auch schon vorher, dass da ein Zusatz steht: und führte mich hinüber Ist das nicht tröstlich, dass wir nicht alleine sind?
In unserm Leben wird es sicher auch solche Situationen geben - wir dürfen wissen, wir sind nicht allein!

Zurück zu den Jüngern im Boot. Vermutlich war das dann der Zeitpunkt, dass sie langsam Angst bekamen und merkten, es wird bedrohlich, wir schaffen das nicht allein. Sie weckten Jesus. Schieben wir Jesus nicht auch manchmal beiseite?

Und nochmal soll Hesekiel 1000 Ellen weiter gehen.
Er wusste, dass er jetzt nicht mehr durchschreiten konnte. Das Wasser hätte ihn mitgerissen, die Strömung wäre zu stark gewesen, er hätte schwimmen müssen. Aber so weit kommt es nicht.

Der Engel sagt nun eben NICHT mehr, dass Hesekiel auch hier durch muss.
Und das dürfen wir eben auch wissen. Gott räumt nicht sämtliche Schwierigkeiten für Seine Kinder aus dem Weg. Auch uns wird vieles widerfahren, das uns schwer zu schaffen macht, das wir nicht verstehen, Krankheit, Not, Leid, Elend ...

ABER
Erstens: wir sind nicht allein ... und ...
Zweitens: Gott mutet uns nicht mehr zu, als das was wir tragen können mit Seiner Hilfe
Hesekiel wurde zwar dorthin geführt, wo das Wasser so tief war, dass er es nicht durchqueren konnte, aber er musste da nicht hindurch.

Danach soll Hesekiel wieder zurückgehen.
Auch dabei gibt es noch wichtiges zu erkennen.
Hesekiel erkannte den Sinn nicht, warum er nun durch diese Prüfungen gehen musste, während er drin steckte. Er sah die Bäume nicht. Erst jetzt auf dem Rückweg, wo die Last abgefallen war, da erkannte er den Sinn dieser Aufgaben. Er sah die vielen Bäume an beiden Seiten des Ufers.
Das was wir in unserm Leben auch durchleiden müssen, wo wir uns dann sicher auch öfter fragen, welchen Sinn das hat, warum uns das nun ausgerechnet passiert, das erkennen wir dann später, dass Gott uns nicht damit ärgern wollte, sondern ganz im Gegenteil unser Heil damit bezweckte und hoffentlich auch, dass ER uns für andere als Seine Werkzeuge gebrauchen konnte um andere zum Heil-Land zu führen.

Sicher ist es schwer, wenn man in dieser Situation steckt, und nicht erkennen kann, warum dies nun geschieht, warum vielleicht immer wieder neue Schwierigkeiten auftauchen, warum das alles denn auch ausgerechnet mich (oder eben mir liebe und nahe Personen) treffen muss - dann zu erkennen: Hey, Gott ist da, ER geht mit mir da durch, und ich darf gewiss sein, 100%, dass es nicht über das hinausgeht, was ich mit Seiner Hilfe tragen kann.
Und alles hat seinen Sinn, den ich vielleicht nicht erkennen kann, aber es ist trotzdem so und ich werde es spätestens dann bei Gott auch sehen, welchen Sinn das hatte.

Viele Grüße
Harald

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