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Sprüche 31,6

Beitrag  fetarubil am Di 11 Aug 2015, 00:06

Sprüche 31,6-7 schrieb:Gebt berauschenden Trank dem, der zusammenbricht, und Wein denen, die im Herzen verbittert sind.
Ein solcher möge trinken und seine Armut vergessen und nicht mehr an seine Mühsal denken.

Kann mir das jemand erklären?!?

Widerspricht sich mit dem was sonst so geschrieben steht oder?! Oder ist hier vielleicht ein sterbender, oder zumindest ein sterbenskranker, gemeint? Die Gottesfürchten sollen sich nicht berauschen, bei den Gottlosen ist es egal?!

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Re: Sprüche 31,6

Beitrag  Harald am Di 11 Aug 2015, 01:40

Hallo,

mir fällt spontan dazu der Vers ein, wo der Herr Jesus sagt, lass die Toten ihre Toten begraben. Das hört sich so als einzelne Aussage auch nicht nett an. Im AT war es zudem ein anderes Heilszeitalter als jetzt. Man liest so oft, dass selbst David seinen Feinden wünschte, dass sie leiden müssen und dahin gerafft würden, was er selbst in Gebeten zum Ausdruck brachte.

In Vers 4 +5 wird zunächst dem König gesagt, er solle sich quasi vom Wein fern halten, damit er recht richten kann. Das ist zunächst ein guter Rat.
In Vers 6 heißt es nach der Schlachter Übersetzung, er soll dem zugrunde gehenden Menschen starkes Getränk geben. Das würde ich wörtlich nehmen, also einem im Sterben liegenden Menschen könne man starkes Getränk geben. In der Erklärung der Studienbibel MacArthur heißt es auch noch, dass es sich dabei evt. um Gefangene im Todestrakt oder um jemand der durch tragische Umstände schreckliche Qualen erleidet, oder eben es sich auch auf unheilbar Kranke handeln könnte.
Wenn es sich auf diese Personengruppe bezieht, ist es sicher zu dieser Zeit auch ein guter Rat gewesen, da es wohl noch nicht so viel Medizin gab, Schmerzmittel etc.

In Psalm 104,15 heißt es:
Und damit Wein des Menschen Herz erfreue; um das Angesicht glänzen zu machen von Öl, und damit Brot des Menschen Herz stärke
was auch nicht unbedingt negativ klingt, man auf jeden Fall ja Wein trinken darf, Gott uns den Wein gegeben hat. Natürlich nicht zum Missbrauch gedacht, was leider beim Menschen oft der Fall ist, dass er das gute durch übertreiben schlecht macht.

Grüße Harald

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Re: Sprüche 31,6

Beitrag  Gast am Di 11 Aug 2015, 10:57

Ja, genau so ist es, es ist uns alles erlaubt, im Prinzip, auch wenn nicht alles nuetzlich ist und der Mensch gern alles missbraucht. study study
da dem aber so ist, wird von Berauschen gewarnt - Wir sollen uns eher vom Geist berauschen lassen!

das wir dennoch vieles dürfen ist mE sehr wichtig, denn es bedeutet, das wir durchaus noch Mensch sein dürfen! Und gern mal etwa etwas Wein ed. Trinken dürfen!
Jesu erstes Wunder war Wein zu machen, und er feierte sogar mit!

Gott will keine asketischen Marionetten, nur sollten wir eben ZUERST nach seinem Reich Trachten! Das ist der Unterschied zur Welt. study study

Und ich meine, dies ist sehr sehr wichtig, etwa auch, um nicht zu heucheln: denn wir sind nach wie vor NUR Menschen, mit all ihren auch fleischlichen Bedürfnissen, das weis der Herr ganz genau....

danke fuer das Thema!

eliah

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Re: Sprüche 31,6

Beitrag  Heidi am Di 11 Aug 2015, 20:27

Lieber fetarubil,

weil ich ins Bett muss, schreibe ich mal schnell ohne Bibel aus dem Kopf heraus, hoffe es stimmt so:

Also, da ich ja öfters mit Obdachlosen rede und denen was gebe, habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, ob man denen wegen der schlimmen Situation "betäubenden Wein" geben darf - damit sie die Nacht durchschlafen, oder ihr Schicksal vergessen.

ABER DANN betete ich damals um Begreifen (glaub ich wenigstens) und las den Text immer wieder und kam zu folgendem Schluss:

Da spricht eine MUTTER zu einem KÖNIG...ich glaube, der heißt Lemuel. Und die Mutter will mit dem Satz über den Wein folgendes ausdrücken:
Nicht DIR, mein Sohn, nicht dir KÖNIG soll berauschendes Getränk sein, DU NICHT - sondern das ist etwas "bestenfalls" für solche, die eh schon am Sterben sind und in der Gosse verbleiben wollen.
Also, sie wollte dem König auf SEINEN STAND klarmachen und was sich dafür gehört.

Hm, hab ich das jetzt verständlich erklärt????
heidi

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Re: Sprüche 31,6

Beitrag  Gast am Di 11 Aug 2015, 23:43

Sorry wenn ich mal OT dazwischenfunke:
"Lass die Toten ihre Toten begraben..."
Diese Stelle fand ich auch immer sehr hart, aber letztens habe ich dazu etwas interessantes gelesen.
Es steht dort nämlich nirgends dass der Vater dieses Jungen bereits gestorben ist. Man könnte es also auch so verstehen, dass dieser Junge dem Herrn erst nachfolgen wollte, nachdem sein Vater gestorben ist, da dieser vermutlich kein Verständnis dafür gehabt hätte, dass sein Sohn alles zurücklässt und Jesus Christus nachfolgt.
In diesem Kontext erscheint es mir auch irgendwie aussagekräftiger als so wie man diese Stelle auf den ersten Blick versteht.

Zu der Alkoholfrage:
Wenn mich nicht alles täuscht, hat Jesus Wasser in Wein verwandelt. Und wenn man die stelle nicht aus dem Kontext reißt, dann erkennt man auch, dass es sich um den alkoholisch vergorenen Traubensaft handelt und nicht um unvergorenen, wie es einige gerne sehen wollen, da es ihrem Weltbild entspricht.
Das heißt nicht, dass es gut wäre, Alkohol auf missbräuchliche Weise zu konsumieren aber an sich ist es wohl keine Sünde, Alkohol zu trinken, solange man sich damit nicht Berauscht, oder andere, die vielleicht einmal ein Alkoholproblem hatten, nicht in Versuchung bringt. Wenn jemand Alkoholiker ist, oder wenn ein Alkoholiker anwesend ist, sieht es natürlich anders aus, da man damit dann seinem eigenen Götzen oder dem des Anderen dient.
Darüberhinaus: Wenn man glaubt dass es Sünde ist, und man tut es trotzdem, dann ist es auch Sünde, auch wenn es die Sache an sich nicht wäre, wenn man sie in Christus täte. Das gilt eigentlich für alles, was nicht direkt mit Hurerei oder Götzendienst zu tun hat.

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Re: Sprüche 31,6

Beitrag  Gast am Mi 12 Aug 2015, 09:31

Eben study Laughing genau!

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