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Was ist ein Gleichnis

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Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Gast am Mi 11 Mai 2016, 08:22

"Was ist ein Gleichnis"? Kann man das definieren?

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Gast am Mi 11 Mai 2016, 08:40

Ja, freilich: https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis

Jesus kündigt aber immer an, wenn er ein Gleichnis erzählte, um geistliche oder "himmlische" Dinge zu erklären.
Auch begann der Text meist mit einem ...das und das ist WIE....bzw. das und das GLEICHT dem und dem...

Mt 13,18 So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann:
Mt 25,14 Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an;
Mt 13,47 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt.

Er versuchte damit geistliche Wahrheiten, oder Dinge des Himmelreiches durch Bilder verständlich zu machen, die der Mensch nachvollziehen kann, weil sie aus seinem Alltag genommen sind..

Henoch

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Gast am Mi 11 Mai 2016, 09:22

Henoch schrieb:Ja, freilich: https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichnis

Jesus kündigt aber immer an, wenn er ein Gleichnis erzählte, um geistliche oder "himmlische" Dinge zu erklären.
Auch begann der Text meist mit einem ...das und das ist WIE....bzw.  das und das GLEICHT dem und dem...

Mt 13,18 So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann:
Mt 25,14 Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an;
Mt 13,47 Wiederum gleicht das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen ist und Fische aller Art fängt.

Er versuchte damit geistliche Wahrheiten, oder Dinge des Himmelreiches durch Bilder verständlich zu machen, die der Mensch nachvollziehen kann, weil sie aus seinem Alltag genommen sind..

Henoch
Lieber Henoch
Da finde ich sehr gut so, Danke!

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Heidi am Mi 15 Jun 2016, 21:47

Ist Lukas 10,30 ff vom barmherzigen Samariter auch ein Gleichnis????

Ich frage das deshalb, weil ich meinte, dass Jesus in Mt 12,24 von den Pharisäern als Teufel bezeichnet wird und er erst ab DA in Gleichnissen in Gleichnissen redet...ab Kap. 13,10 und 13,13 wird das deutlicher.

Aber nun schrieb mir jemand, dass in Lukas das Gleichnis vom barmerzigen Samariter schon vor dem Ereignis erzählt wurde, als die Pharisäer Jesus als Beelzebub bezeichneten, das kam nämlich erst im Lk. 11,15.

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Pavle am Do 16 Jun 2016, 08:59

Das Problem ist Lukas 16. Das ist der Dreh- und Angelpunkt einer ganzen Lehre und deswegen darf es kein Gleichnis sein.
Also müssen die klaren Worte Jesu relativiert werden.

Matthäus 13,11.13: Er antwortete: »Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; jenen aber ist es nicht gegeben. ... Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen; ...

Matthäus 13,34: All das redete Jesus in Gleichnissen zur Menschenmenge, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen,

Markus 4,11: Und er sagte zu ihnen: »Euch ist es gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu verstehen; denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen gesagt, ...

Markus 4,34: Ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; nur seinen Jüngern legte er alles aus.

Lukas 8,10: Er sagte: »Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu verstehen; den andern aber in Gleichnissen, ...

Bereits in Lukas 8,10 sagte Jesus, dass er in Gleichnissen redet, dann ist doch auch Lukas 10,30-35 ein Gleichnis.

Woher hast du, dass Jesus erst ab einem bestimmten Zeitpunkt in Gleichnissen redet? In Matthäus 13 steht nichts dergleichen.

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Heidi am Sa 18 Jun 2016, 20:49

Pavle schrieb:
Woher hast du, dass Jesus erst ab einem bestimmten Zeitpunkt in Gleichnissen redet? In Matthäus 13 steht nichts dergleichen.

Ich hatte mir das mal so überlegt, weil ich dachte, dass Jesus in Mt 12,24 von den Pharisäern als Teufel bezeichnet wurde und ab DA - also ab Kap- 13.13 in Gleichnissen redete.
Ob das stimmt, weiß ich nicht.

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was ist der Sinn der Gleichnisreden?

Beitrag  budde harald am Do 28 Jul 2016, 21:46

Früher habe ich gedacht, und ich meine so hätten wir es auch gelernt:
Die Gleichnisse dienten nur zum besseren Verständnis
doch jetzt denke ich viel über den letzten Teil des Sinnes der Gleichnisrede nach Mark 4
damit sie sehen und doch nicht sehen
hören und doch nicht hören

Verschlüsselung kann doch nicht damit gemeint sein oder ist es nicht viel mehr so, das nur das echte Verstehen von Gott erbeten werden muß
herzliche Grüße
harald budde

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Pavle am Fr 29 Jul 2016, 23:43

Hallo Harald, das ist eine sehr gute Frage. Ein achtloser Leser würde hier sagen, dass Jesus nicht wollte, dass sich die Juden bekehren. Aber das würde ja anderen Aussagen Jesu widersprechen. Also was meine Jesus damit?
Zuerst einmal ist es ein Zitat aus Jesaja. Ein Engel hat Jesaja das gleiche bei seiner Berufung gesagt (Jesaja 6,10).
Meine Erklärung ist folgende: Was macht man, wenn ein drei- oder vierjähriges Kind fragt wo die Kinder herkommen. Dann wird hoffentlich keiner einen \"uuups sowas wollen wir hier nicht\" Aufklärungsfilm dem Kind zeigen. Nein man erklärt, dass Papa Mama so sehr liebt, dass die Liebe überspringt und so das Kind entsteht (oder ähnlich). Wieso? Weil das kleine Kind nicht in der Lage ist, die Wahrheit zu verstehen.
Bei den Pharisäern war es ähnlich. Der Teufel hat Jesus abermals in eine brenzlige Situation gebracht. Sie waren zwar in der Lage, aber Jesus wusste, dass sie nicht wollen. Was hätte Jesus in z.B. Matthäus 12/Lukas 20 sagen sollen. Hätte er die volle Wahrheit gesagt, dass die Juden nicht mehr Gottes exklusives Volk waren, hätten sie ihn vermutlich sofort umgebracht. Hätte er nichts gesagt, wären die unschlüssigen Zuhörer abgefallen. So hat er die Wahrheit in ein Gleichnis gepackt. Die Pharisäer konnten nichts sagen, weil sie es nicht verstanden hatten und die Unschlüssigen verstanden es auch nicht - aber das reizte sie dann noch mehr Jesus zuzuhören.
Also Jesus redete in Gleichnissen, weil die Zuhörten oft nicht die nötige Vorbedingung erfüllten - ein offenes Herz.
So erkläre ich mir diese Stelle.

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Re: Was ist ein Gleichnis

Beitrag  Heidi am Sa 30 Jul 2016, 16:50

Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt: Ihre Ohren hören schwer und ihre Augen sind geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen helfe.« (Mt 13,15)

Ich verstehe es so, dass sie nicht hören wollten, obwohl Gott persönlich zu ihnen kam und nichts sehen wollten, obwohl ihnen die Wunder und das Zusammenpassen mit dem AT deutlich vor Augen war.

Und wie Pavle es ja auch schon schrieb, gab es eine Weissagung, die damit erfüllt wurde:
Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die da sagt (Jesaja 6,9-10): »Mit den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen; und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht erkennen.

Lieber Harald,
kennst du das, wenn du jemandem immer wieder neu eine Sache erklärst und veranschaulichst und sogar beweist, aber derjenige WILL es gar nicht hören? Er WILL es gar nicht annehmen und WILL es gar nicht verstehen...und verschließt Augen, Ohren und das Herz vor deiner Rede und deinen Beweisen? - ....


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Einfache Erklärung

Beitrag  budde harald am Sa 30 Jul 2016, 19:24

Ja das kenne ich
vielen Dank
Wie oft erklärt man was den anderen und beweist es ihm sogar
aber er verschließt sich
Er hört es und will es nicht hören,weil es ihm nicht paßt
Du hast mir erklärt worüber ich tagelang gegrübelt habe
und verzweifelt war
viele andere wüßten hierauf keine richtige Antwort
Aber was Du sagst ist einfach
auch meine anderen Bekannten werden es jetzt verstehen
Ich frage mich warum wir hierauf nicht gekommen sind
Deine A Antwort freud mich und macht mich glücklich
Herzl. Grüße
Harald Budde

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weitere schwierige Geichnisse

Beitrag  budde harald am Do 11 Aug 2016, 21:47

Die Bildgeschichte mit dem Bild der bittenden Witwe und den Richter aus Luk 18,1-8
Der Richter kann und darf nicht mit Gott verglichen werden



Das wohl schwierigste steht in Luk 16, 1-1o
(unehrlicher Verwalter
Hier ist ja wohl nur die Klugheit des Verwalters gemeint
gruß
Harald Budde

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