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Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

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Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Di 19 Jul 2016, 20:33

Hallo zusammen,

wir wollen im Bibelkreis gern herausfinden, welche Bedeutung die Abgabe des Zehnten im Alten Bund und im Neuen Bund hat.

Daher habe ich erst mal angefangen mit dem Zehnten im AT:

Der Zehnte im Alten Bund

Gott verteilte unter Mose und Josua das Land an die Stämme Israels.
Nur der Stamm Levi erhielt durch Mose kein Erbteil aus dem Land. Lt Jos. 13,14 will Gott selber ihr Erbteil sein. Eine wunderbare Verheißung!

Aus diesem Stamm kamen dann die Priester und Leviten.

Gott setzte Aaron als seinen ersten Hohepriester ein und schenkte ihm die Leviten, die ihm  dienen sollten. (4. Mose 18,6-7). Jedoch durften nur der Hohepriester das Heiligtum betreten, die Leviten durften nicht ins Heiligtum, sondern sie waren Diener der Priester. Priester durfte dann immer nur jemand aus der Linie Aarons werden.

Wenn die Priester und Leviten aus dem Stamm Levi kein Land und somit keine Erträge hatten, wovon lebten sie?  ***Das ist leider falsch, siehe Beitrag vom 20.07.2016***

4. Mose 18,8-20 erzählt, was den Priestern alles von den Opfergaben zustand.
Das war alles, was nicht verbrannt wurde, die Erstlingsgaben (Grund für Erstlingsgaben 5. Mo 26,1-10), die Erstgeburten der Tiere (Grund für Erstgeburt 2 Mose 13,14-15).

Den Leviten gehörte lt Kap. 18,21 vom Volk alle Zehnten für ihren Dienst, den sie an der Stiftshütte ausübten ***Das ist leider falsch, siehe Beitrag vom 20.07.2016***
Lt Kap 27,30.32 sind damit alle Zehnten vom Ertrag des Landes und den Früchten der Bäume sowie des Viehs gemeint.

Von diesem Zehnten gaben die Leviten selbst wiederum den Zehnten an den Hohepriester. Dabei sollte es sich hier um das Beste handeln und im Bibeltext steht sogar, dass diese Abgabe eine Heilige Abgabe ist, die dem Herrn gegeben wird. (4. Mose 18,26-29)

Der Segen des Zehnten:

In 2. Chr. 31,2-12 lesen wir, dass Hiskia die Versorgung der Priester und Leviten nach dem Gesetz und mit dem Zehnten ordnet und dass die Israeliten 5 Monate alles aufhäuften und sammelten und dennoch hatten sie selbst genug und wurden satt und der Herr sein Volk segnete, darum ist so viel übrig geblieben.

Auch in Mal. 3,10-12 verspricht Gott einen großen Segen bei Abgabe des Zehnten, dass er Segen herabschütte die Fülle und sich auch um die Ernte kümmern wird.

Ferner gab es noch 2 besondere Zehnten, den jährlichen Festzehnten und den 3 Jahres Zehnten

Der jährliche Festzehnte:

Lt 5. Mose 14.22-27 war der Zehnte von Getreide, Öl, Wein, und den Erstgeburten der Rinder und Schafe für ein fröhliches Mahl bestimmt, an einem zentralen Ort (evtl dort, wo die Stiftshütte war?) oder wenn das jemandem zu weit war, um alles hinzuschaffen, dann sollte es verkauft werden und man an einem andern von Gott erwählten Ort zusammenkommen mit dem Leviten und Waisen, Witwen und Fremdlingen.


Ferner gab es einen 3 Jahres – Zehnten:

Im 3. Jahr, dem sogenannte Zehnten-Jahr soll man den Zehnten des Landertrags in der eigenen Stadt hinterlegen, auf dass der Levit, der Fremdling, die Witwe und Waise kommen und sich sättigen.  (5. Mose 14,28-31). Auch hier wird versprochen: Auf dass dich Gott segne in allen Werken deiner Hände, die du tust.

Heidi

PS Ich vertippe mich manchmal mir Bibelstellen. Habs noch nicht geprüft, wenn Fehler entdeckt, mir bitte sagen.


Zuletzt von Heidi am Sa 23 Jul 2016, 20:22 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet (Grund : Das waren 2 Sachen falsch (siehe in grün) siehe nun unten Korrekturbeitrag vom 20.07.2016 und Titelthema geändert AT und NT)

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Mi 20 Jul 2016, 12:12

hallo Heidi,

sehr fein erarbeitet! Respekt!
Das wir nun im neuen Bund nicht mehr unter dem Alten Bund Gottes mit ISRAEL stehen, ist aber jedem in d. Bibelkreis klar hoffe ich, oder?
Im "NT" gibts solche Gebote nicht mehr. Hier, so der Apostel durch den hl. Geist, wird "aus Liebe gebe jeder wie er kann" (oder er solls bleiben lassen sag ich mal)
Der "10". ist nicht mehr gefordert, nicht wie oft üblich in manchen nicht so bibeltreuen Gemeinden. - Das gilt nicht für uns.

Interessant ist aber auch hierbei wieder die Aufteilung, die du schön herausgearbeitet hast:
* der Hohenpriester
* Die Priester
* die "Diener" - Leviten und
* das Volk, das nur in den Vorhof durfte und die Schaubrote angucken etc. und sich dort auch waschen durfte.

Übertragen bedeutet das für uns heute, durchaus als Bildnis und Hilfe den neuen Bund zu verstehen und die Vollkommenheit Gottes Plänen:

* Christus, als das Haupt
* die (heiligen) Brüder/Geschwister
* Diakone
* Zuschauer, Gäste usw.

* Das Brot ist sein Wort und er selbst. (damals sein "Wort" in der Bundeslade, "Das Gesetz",- das sie   führen  sollte!!) [vgl. etwa Ps 19 oder Ps 119]
* Der Kelch ist das Blut des neuen Bundes, die Blutbesprengung, an der nur teilhat, wer Priester ist und ihm auch wirklich angehört. *²
* Diakone sollten sich nun dienend und nicht mehr aus Pflicht, sondern aus Liebe um das Wohl der Gemeindeglieder kümmern, aber durchaus auch klar lehren können,- ansonsten nahezu identische "Zugangsvoraussetzungen" haben wie "Älteste" ( nach Tit. & Tim. - dann werden sie nach der Schrift  "erkannt"  !)
* Gäste hingegen können in einen evangelistischen Hauskreis, oder sonstigen Veranstaltungen kommen, da gibts 100 Möglichkeiten, -
... "das Heiligtum zu zertrampeln" sind sie nicht aufgerufen oder eingeladen, wie leider vielerorts Sitte ist.

Ein weiterer Unterschied ist die (heiligen) Brüder, die die (heiligen) Priester darstellen: Sie dürfen nun in das innerste, das Heiligste und sogar durch Christus ins Allerheiligste, nicht nur einmal im Jahr. Denn der Vorhang ist durch Christus von Oben nach unten zerrissen, durch die Blutbesprengung der Seinen.

Schalom Geschwister!

*² sind wir nicht "Gefäße" ? - ähnlich den hl. Gefäßen im Tempel? - ausgesondert ("geheiligt" für den heiligen Gebrauch) "zur Ehre oder Unehre"... wie Paulus schreibt.


Zuletzt von Eliah am Mi 20 Jul 2016, 12:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Pavle am Mi 20 Jul 2016, 12:26

Eliah schrieb:Im "NT" gibts solche Gebote nicht mehr. Hier, so der Apostel durch den hl. Geist, wird "aus Liebe gebe jeder wie er kann" (oder er solls bleiben lassen sag ich mal)
Der "10". ist nicht mehr gefordert, nicht wie oft üblich in manchen nicht so bibeltreuen Gemeinden. - Das gilt nicht für uns.

Wo ließt du das?

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Mi 20 Jul 2016, 14:58

"Grüß Gott" Pavle,

Was meinst du genau? Das mit dem "Geben/Liebesgaben" oder allgemein Gesetze Mose?
Eig. wollte ich warten bis Abend, wenigstens bis 18:00 rum ob Harald oder RP_ was antwortet, was ich hoffte, doch ich denke du wartest auf Antwort:

Nun, der durch den hl. Geist eingesetzte und geleitete Apostel Paulus hat darüber 2 ganze Kapitel verwendet und wie es mir scheint, war dem hl. Geist dies besonders wichtig dies besonders zu behandeln,- sonst wäre dies nicht so, denn es gib und gab auch damals schon Not unter Geschwistern, denen wir uns wie Paulus annehmen sollten in Liebe.
Dies sind im 2. Korintherbrief das komplette 8 Kapitel und das komplette 9. Kapitel. Hier steht über das Geben/Liebesgaben. Auch anderswo wird dies erwähnt, sogar bis Mose zurück, das wir etwas - so wir es tun - nicht aus Zwang tun sollten, sondern von Herzen. Aus Liebe und Glauben quasi, wenn ich dies so sagen darf? (Bibelstellen auf Wunsch gern)
Man kann die 2 Kapitel zum Thema "geben" oder "Mitteilen" gern komplett im Zusammenhang lesen, dann wird diese Aussage auch deutlicher, wie unsere Haltung sein sollte - übrigens auf "alle Anweisungen/Ordnungen" des Herrn, wie Mose im Prinzip schon sagte - und es ging schon immer "aus Glauben" - schon immer und immer ...

Was sonstige Anweisungen betrifft, die Gott durch Mose SEINEM Volk ISRAEL mitteilte und mit IHM gewisse Bündnisse schloss, so gibt es im Prinzip nicht so viel, was die "Heiden-Christen" halten müssten.
Das Apostelkonzil (vgl. Apg.) wurde genau wegen solcher Fragen einberufen und es erschien dem hl. Geist sinnvoll niederschreiben zu lassen, was dabei rauskam:
Es gab und gibt nur 4 Dinge von denen sich die betr. Personengruppe "enthalten" sollte, nämlich: Götzendienst, Hurerei, (Unzucht) und von Blut und Ersticktem. (hierbei erklärt Gottes Wort auch warum, was das Blut betrifft: "es ist die Seele dessen in dem Blut".)
In Mose angeordnete Feiertage, Feste, Speisen, Beschneidung usw. sind für UNS nichtig, sie waren explizit ein Bund Gottes mit ISRAEL. Beschneiden sollten wir unsere Herzen, was auch bewirken würde, unsere liebende Haltung zu erfüllen, was Gott in s. Weisheit als das Beste für uns bestimmt hat.
(Es gibt im Übrigen viel, was schon aus dem AT bekannt ist, etwa auch - man staune - die "Nachfolge", oder Taufen. Manches ist aber für UNS anders, wir sind von vielen "Gesetzen Sinais etwa "befreit",- oder erfüllen sie in dem Liebesgebot Christi zu Gott und den Menschen.)

Das Konzil bestand mW. aus den 3 Säulen, Petrus, Johannes und Jakobus. Ihr Wort hatte Gewicht und man sollte es nicht abtun, etwa weil einem dies oder das nicht zusagt, oder weil man ein blutiges Steak essen möchte - (ich ekle mich davor was blutiges zu essen, vllt. weil ER mir seine Ordnungen ist Herz schrieb?)
Es hat dem Herrn gefallen dies festzuhalten für uns heute. Aber klar kann man auch hier anderer Meinung sein. Schaden tut es jedenfalls nicht wenn wir auch dies "beherzigen" und tun - aus Liebe zu ihm.

Was WIR tun, tun wir aus Liebe und Glauben, so sollte es zumindest sein oder werden.

Alles Gute! Very Happy
Eliah

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Mi 20 Jul 2016, 18:04

Eliah schrieb:hallo Heidi,
sehr fein erarbeitet! Respekt!

Von wegen! Embarassed Mit dem Thema Leviten, Priester und Opfer hatte ich mich noch nie so wirklich befasst und wenn man husch husch (3 Stunden aber immerhin) liest, kann da nix Gutes bei rauskommen. Ich wollte heute wissen, wer was von den Opfergaben selber essen durfte (nur die Priester einige Tiere oder auch die Leviten???) und muss 2 Sachen korrigieren:

Heidi schrieb:
Wenn die Priester und Leviten aus dem Stamm Levi kein Land und somit keine Erträge hatten, wovon lebten sie?  ***Das ist leider falsch, siehe Beitrag vom 20.07.2016***

in 4 Mose 35,1 steht, dass die Israeliten den Leviten von ihren Erbteilen Weideland und Städte zufr Wohnung geben sollten.
Was sollen die Leviten mit Weideland, wenn sie keine Tiere hatten? Ich verstehe das leider nicht so richtig.

Allerdings kam mir die Idee, dass wenn die Leviten kein Land als Erbbesitz hatten und Gott ihr Erbteil war, dann ist das ja eine Vorschattung auf den Christen, der Priester genannt wird. Wir haben hier auf dieser Erde auch keinen Erbbesitz, sondern sind Gast auf Erden, aber Gott ist unser Erbteil.  Very Happy


Heidi schrieb:
4. Mose 18,8-20 erzählt, was den Priestern alles von den Opfergaben zustand.
Das war alles, was nicht verbrannt wurde, die Erstlingsgaben (Grund für Erstlingsgaben 5. Mo 26,1-10), die Erstgeburten der Tiere (Grund für Erstgeburt 2 Mose 13,14-15).

Den Leviten gehörte lt Kap. 18,21 vom Volk alle Zehnten für ihren Dienst, den sie an der Stiftshütte ausübten ***Das ist leider falsch, siehe Beitrag vom 20.07.2016***
Lt Kap 27,30.32 sind damit alle Zehnten vom Ertrag des Landes und den Früchten der Bäume sowie des Viehs gemeint. .

Gestern dachte ich noch, dass die Israeliten ihren ganzen Zehnten den Leviten bringen mussten.
Aber heute fand ich einen Vers, nachdem die Israeliten ihre Opfergaben bringen mussten und DAVON der Zehnte für die Leviten abgezweigt wurde.

Eliah, ich habe eine Bitte:
Das Randthemen, wie z.B. Stiftshütte sind auch sehr interessant und ich da auch Stunden drin hängen geblieben, aber lass uns HIER erstmal beim AT- Zehnten bleiben, o.k?
Ich sehe das (noch) so wie du, dass der Zehnte im neuen Bund keine Pflichtabgabe mehr ist, aber ich für mich persönlich möchte herausfinden, ob das damalige Opfer für Leviten, Priester, Hohepriester nicht vielleicht doch ein Anhaltspunkt dafür sein kann, was ich bereit bin, für meinen Hohepriester JESUS (Hebr. 7) aufzubringen und ich möchte auch gern herausfinden, wofür die Abgaben im Neuen Bund bestimmt waren. WARUM wurde für die Heiligen in Jerusalem gesammelt? Das sind Fragen, dich ich persönlich habe und gern anhand der Bibel klären möchte.
Ich staune über eine kleine afrikanische Gemeinde (ich habe nicht mal 10 Leute gezählt) die sich für 1500 Euro Miete einen Geschäftsraum für ihren Gottesdienst und Bet-/Bibelstunde gemietet haben und sie renovieren fleißig. Es gibt nicht sooo viele Leute, die wirklich bereit wären, sich mit dem Zehnten einzubringen, auch wenn es keine Pflicht wäre - aber bei der Summe hört dann fast "die Freundschaft auf". Neutral Wieso ist das so??? Das nur nebenher. Wir kommen noch zur Abgabe im neuen Bund - hoffe ich.
Aber lass und HIER bitte beim Thema bleiben, o.ki,. oder mach ein neues auf, sonst verzetteln wir uns total.

viele Grüße
Heidi


Zuletzt von Heidi am Mi 20 Jul 2016, 19:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Mi 20 Jul 2016, 19:08

Klar Heidi, kein Problem.

ich dachte nur das  Wir  das alles im Lichte des NTs betrachten (Sollten)
...  darum schrieb ich, was ich schrieb dazu, - zum Thema "Abgaben" oder "Pflichten" im Lichte des neuen Bundes für UNS  ... =)

Schönen Abend! Smile

Eliah

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Mi 20 Jul 2016, 19:28

Lieber Eliah,
ich weiß, wie du es meinst - aber ohne zu wissen, WAS der Zehnte überhaupt ist und WOFÜR  der Zehnte überhaupt früher angedacht war, geht es nicht.

heidi

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Do 21 Jul 2016, 18:48

Der Dienst der Leviten war dieser lt 5. Mose 10,8

- Bundeslade tragen
- vor dem Herrn stehen, seinen Dienst zu verrichten
- in Seinem Namen segnen[/b]

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Pavle am Sa 23 Jul 2016, 02:25

Hallo Eliah, ich bin natürlich nicht deiner Meinung  Very Happy

Zuerst zu 2. Korinther 8+9: Ich lese da nichts, was deine Behauptung bestätigt. Sicherlich sagt Paulus wir sollen, freiwillig geben, was aber die Pflichtabgaben nicht aufhebt (ich habe zumindest nicht darüber gelesen). Diese freiwilligen Abgaben gab es schon im AT (z.B. Bau der Stiftshütte).
Ich denke auch an Apostelgeschichte 5,1-11, da geht es auch um die freiwillige Spende.
Ich sage nicht dass du falsch liegst, aber in dem Text lese ich nichts über den Zehnt.

Die Behauptung, "so gibt es im Prinzip nicht so viel, was die "Heiden-Christen" halten müssten." finde ich sehr gefährlich. Im NT lese ich nur, dass die Opfergesetze und die Beschneidung obsolet wurden - sonst nichts. Die nachexilischen Vorschriften waren ja nicht in der Thora drinnen.
----------------------------

Frage: Welche Gesetze wurden denn am Sinai neu gegeben?
----------------------------

Zum Konzil erzähle ich mal eine Geschichte:

Zur Zeit des sog. Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gab es in Wetzlar das Reichskammergericht (davor in anderen Städten). An diesem Gericht konnte jeder Untertan des Kaisers in zweiter Instanz sein Recht verlangen. Viele kleine umliegenden Staaten hatten deswegen ein Gesetz welches das untersagte. Andererseits hatte z:b. Brandenburg oder auch Bayern kein solches Gesetz - wieso? Weil die Herrscher von Brandenburg und Bayern mächtig genug waren. Keiner ihrer Untertanen wäre auf die Idee gekommen nach Wetzlar zu ziehen - auch wenn sie Recht bekommen hätten, würden es die Landesfürsten einfach ignorieren.

Anderes Beispiel: Wieso haben wir erst seit 2015 ein Gesetz welches besagt, dass Zoophilie untersagt ist? Weil es davor jedem klar war, dass es nicht erlaubt (krank?) ist. Oder wieso haben wir kein Gesetz, dass Kannibalismus verbietet?

Gesetze werden nur thematisiert, wenn sie strittig sind. Wieso sollte man darüber reden, wenn sie unstrittig sind? Das würde keinen Sinn machen. Vor allem wird gerne vergessen, dass wenn die Gesetze für uns abgeschafft wären, hätte Gott auch nichts dagegen, wenn wir morden, vergewaltigen, rauben, ...

So sehe ich es auch in der Bibel. Einige Dinge werden explizit und mit Begründung genannt (Opfer, Beschneidung), diese sind nicht nötig (wobei die Bescheidung eigentlich medizinisch sehr sinnvoll ist). Andere werden nicht erwähnt. Ich denke sie werden nicht erwählt, weil sie unstrittig waren - d.h. immer noch gültig.

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Der Zehnte im Alten Testament auch gültig im Neuen Bund?

Beitrag  Heidi am Sa 23 Jul 2016, 02:54

Hallo Pavle,

jetzt bin ich mal gespannt, wie du die Bibel verstehst: Bist du der Meinung, Christen sollten oder müssen heute den Zehnten geben?

Ich bin der Meinung, es ist nicht mehr so und schreibe gern mal die Bibelstellen auf.

Jetzt aber gute Nacht!
Ein Glück ist Wochenende.


heidi

PS Ich habe gut verstanden, was du meintest, wenn du schreibst, etwas braucht nicht sonderlich erwähnt werden, wenn es unstrittig ist. Die Argumentation klingt im ersten Moment gut, aber daraus müsstest du auch ableiten, dass der Sabbat, der im AT fast zum Thema Nr. 1 der strittigen Themen des Ungehorsams gehörte im NT plötzlich gut lief und gehalten wurde. - nur ein Beispiel war das.


Zuletzt von Heidi am Sa 23 Jul 2016, 03:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Pavle am Sa 23 Jul 2016, 02:56

Gerne.

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Sa 23 Jul 2016, 03:04

Kannst du mir denn noch sagen, ob du glaubst, der Zehnte ist ein MUSS gegeben werden oder ein SOLLTE gegeben werden?

Guck mal oben, ich hatte noch ein PS gemacht, hast du es gesehen?
Ich mag das, wenn wir - wenn auch unterschiedlicher Meinung - den Anderen versuchen zu verstehen...ihn lesen.

Bibelstellen kommen zu einem günstigeren Zeitpunkt als mitten in der tieeefsten Nacht.


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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Sa 23 Jul 2016, 09:53

also....

Der 10. ist ein von Israel gefordertes Gebot, wie auch die Speisegebote usw.
Im 2. Korintherbrief wird explizit erwähnt das Gott einen fröhlichen Geber wünscht. (Keine Pflichtabgabe als Muss) - ebenso das jeder "geben soll nach seinem Herzen".
Der 10 Wird niemals mehr erwähnt als das man ihn noch zu geben hätte. Auch die Gmd. in Jerusalem sammelte wie sie konnte aus Herzen sozusagen. (Vom 10.keine Rede, sondern "von Herzen")

Zudem besagt der Gesamtkanon, das es eh nicht aus Werken geht, und das Apostelkonzil bestätigt dies, das man den "Nationen" nichts weiter aufbürden soll.
(es ist übrigens das einzig anerkannte Konzil, was auch stimmig ist, denn hernach gab es schlicht keine Apostel mehr die ein Apostelkonzil hätten machen können über eine Frage, aber es ist dem suchenden und aufrichtigen Leser eig. alles gesagt, was er tun und lassen sollte. Ein "Kirchliches" Konzil kann man hier nicht entgegenstellen, das ist nicht biblisch und von daher komplett zu verwerfen!)
Ebenso mit den Festen, Feiertagen; Neumonden oder dem Sabbat, was ja noch gelten würde, wie du es sagst. Oder Spiesegebote, oder Verbote, uvam.. Dem ist aber nicht so.  (!)
Ich bin sehr froh das Paulus auch explizit und ausdrücklich gesagt hat, das um dessentwillen uns keiner mehr knechten soll usw. Ebenso die 3 Säulen im Apostelkonzil.
Auch das keiner mehr was wegen dem Sabbat sagen/Fordern sollte, oder aufbürden sozusagen.

Es gäbe noch einiges mehr, aber der Gesamtkontext des neuen Bundes befreit sogar von den 10 Geboten, indem er alles in einem zusammenfasst, das 2 Teile hat, das ist alles:
Wer nach dem "Gesetz" lebt wird durch dieses gerichtet und ist verpflichtet alles zu halten, doch das Gesetz hat noch nie jemanden ins Verheißene Land gebracht, eben sowenig wie Mose. Das tat Joshua. ("jesus")
Was natürlich nicht bedeutet das wir gesetzlos sind, WIR suchen klar auch sein Wort zu halten und gehorsam(er) zu werden, oder? Aber nicht aus "Pflichterfüllung" sondern aus Liebe zu ihm. Und nicht um erlöst zu werden, sondern WEIL wir am Königshofe leben sozusagen und bereits Kleider der Gerechtigkeit tragen, die wir nicht besudeln sollten.

Es geht allein aus Glauben, mit Liebe durch Gnade, damit sich (Am Ende) keiner rühme. (vgl. Epheser)

"Was immer ihr tut, tut von Herzen aus Glauben im Namen d. H. Jesus"

Soviel von mir dazu, aber ich möchte "keinen Wortstreit führen". Vllt. sagt RP oder Harald noch was abschießend dazu?

Ich denke das "der 10." oft gegeben wird, um etwas "erfüllt" zu haben, eine Schuldigkeit erfüllt zu haben, oder so, denn das ist fast vorprogrammiert, wenn man nicht von Herzen gibt, was man sich vorgenommen hat, wie Paulus dies beschreibt. Der HERR sieht das Herz, nicht Was jemand gegeben hat, sondern WIE. Wink
Es geht nicht mehr darum irgendwelche "Gebote" zu "erfüllen" um sie getan zu haben. Es geht um das Herz, das Jesus will, das Ganze Herz, ungeteilt, wenn möglich. Darum auch "er gebe was er sich von Herzen vorgenommen habe".  DAS ist alles.

Schalom Geschwister! Very Happy

Eliah

Anmerkung:
ach so, ja, das sollte ich noch schreiben kurz: Ich halte mich an des Apostels Wort (Jakobus) der sagt, das nicht viele Lehrer werden sollten, denn wir alle straucheln oft.
Ich bin kein Lehrer und will auch gar keiner sein, denn auch ich strauchle oft. Und ich gebe dem Wort damit Recht und achte es. Somit kann man alles klar anders "be-urteilen", wenn man meint. Denke allerdings, das das, was ich sage schon schriftgemäß fundiert ist.
und wer - zum Thema - den 10. korrekt geben mag, wie es geschrieben ist, und so er dies meint,- der solle es tun, wenn ihm danach wohler ist. Wink
Übrigens, wer gar niemand findet, den er herzhaft unterstützen kann, kann sich auch an "Open-doors" wenden - dort kann man verfolgte Christen unterstützen. Wink

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Sa 23 Jul 2016, 20:09

So, dann versuche ich mal zu erklären, wieso ich die Bibel so verstehe, dass die Abgabe des Zehnten heute keine Pflicht mehr ist:

Wie oben geschrieben, war Sinn des Zehnten ja, die Leviten zu versorgen, die ausgiebigen und unablässigen Dienst an der Stifthütte vor dem Heilgtum taten. Sie unterstützten damit den Hohepriester, dessen Aufgabe es war, Sühnung durch Tieropfer zu schaffen.

Der Hohepriester war also damals der Mittler zwischen Gott und den Menschen, der die Opfer brachte.

Hebr. 7,5 sagt, dass die Leviten nach dem Gesetz das Recht hatten, den Zehnten vom Volk zu nehmen.

Wir wissen, dass es heute keinen Hohepriester mehr gibt und auch keine Tieropfer praktiziert werden, die auch für uns Christen nie als Heilsweg nötig waren.

Der Hebräerbrief gibt ein für die damaligen Leser ein anschauliches Bild, dass mit Jesus der Hohepriester kam, den wir haben mussten! (lies es bitte nach in Hebr. 7,26),
Jesus brachte sich selbst als fehlerloses Opfer und ist selbst Mittler zum Vater und Gott.

Mit Jesus als Priester in Ewigkeit und einen unvergänglichem Priestertum (Hebr. 7,21.24) ist das menschliche Priestertum aufgehoben und nutzlos (Hebr. 7,18 und Hebr. 7,12 sagt: Denn wenn das Priestertum verändert wird, muss auch das Gesetz verändert werden.

Das verstehe ich also so, dass es das Gesetz der Abgabe des Zehnten nicht mehr gibt - zumal der Grund dafür ja weggefallen ist!!!
Es gibt und braucht keine Tieropfer mehr, damit auch keinen Levitendienst und damit auch keine verpflichtende Abgabe eines Zehnten.

Die Bibel geht sogar noch weiter und nennt uns selber Priester! o.k. wir haben gelernt, dass der Priester opfert. Das ist seine Aufgabe!

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft (1. Pt 2,9)

Und was opfern wir heute?

...erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus. (1. Pt.2,5)

Nun rufen viele Gemeinden die Christen in die Pflicht mit dem AT Maleachi 3,10-12, wo gesagt wird: Bringt den Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus!....und dann folgt die Segensverheißung Gottes.

Aber das ist eine Verpflichtung, die damals  unter dem Gesetz galt. Und die Aufrufer vermeiden geflissentlich den Vorvers Maleachi 3,9, wo es heißt: Darum seid ihr auch verflucht, denn ihr betrügt mich mit dem Zehnten allesamt!

Und Gott verflucht doch seine Kinder nicht! Der Fluch galt für die, die das Gesetz nicht hielten!!

Jetzt las ich in Hebr. 7,1-4 dass Abram dem Melchisedek damals den Zehten gab. Daraus, so eine Auslegung, sollte klar werden, dass Abram diesen Melchisedek als Priester anerkannte. Weiter heißt es in den Versen, dass Jesus diesem Melchisedik glich.

Daher überlegte ich, dass es demnach vielleicht doch richtig ist, Jesus heute als dem wahren Hohepriester den Zehnten abzuliefern.

Aber dann informierte ich mich weiter über diese Sache mit Mechisedek und was das Priestertum nach der Ordnung Melchisedeks (Hebr. 7,11) überhaupt darstellte und fand heraus, dass es bei dem Vergleich von Melchisedek mit Jesus nicht etwa um eine Opfergabe ging, sondern es ging um was TOTAL anderes...und zwar dies:

Die Priester und Leviten durften damals ja nur aus dem Stamm Levi kommen. Und es wurden genaueste Geschlechtsregister der Abstammungslinie geführt.

Jetzt aber hören wir im Hebräerbrief, dass Jesus der wahre Hohepriester ist. Aber Jesus Abstammungslinie kam nicht aus dem Stamm Levi, sondern:
Denn es ist ja offenbar, dass unser Herr aus Juda hervorgegangen ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum. (Hebr. 7,14)
Demnach konnte er gar nicht Hohepriester sein!, weil er nicht aus dem Stamm Levi kam. Und hier greift nun die Priesterordnung nach Melchisedek, von dem wir lesen, er hatte keinen Anfang und kein Ende, keinen Vater und keine Mutter, was bedeutet: Er hatte nichts mit dem Stamm Levi zu tun, den es eh damals nicht gab, er war in kein Geschlechtsregister verzeichnet - und wurde vom größten Glaubenshelden Abram dennoch als Priester anerkannt! - in dem Abram ihm, wie gesagt den Zehnten gab.

Dies ist die Intention der Bibelstelle. Idea

Dann noch Mt 23,23: Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.

Ich habe überlegt, dass es heißt, dies (den Zehnten geben?) soll man nicht lassen? Eine einsame Bibelstelle im NT über die Pflichtabgabe). Ich kam vor längerer Zeit schon über diesen Vers ins Schleudern und als ich mal 50 Euro für Schuhe für meine Tochter geschenkt bekam, fühlte ich mich fast überfordert, bei diesem und anderen Dingen, die man mal bekam, immer pflichtgemäß dran zu denken, 10 % abzugeben davon. Ich verlor damals die Freude daran, für Gott zu geben...bekam Angst, dass ich die Sondereinnahmen, wie Geschenke oder so vergesse zu bezehnten und habe deswegen gebetet. Darauf fand ich Sprüche 21,3: Recht und Gerechtigkeit tun ist dem HERRN lieber als Opfer.

Dann erschloss sich mir die Matthäusstelle so, dass ich das Recht und die Gerechtigkeit tun soll und den Glauben nicht lassen soll.

Lieber Pavle, wenn du es geschafft hast, bis hierher zu lesen, würde ich gern von dir wissen, ob du der Ansicht bist, dass der Zehnte im neuen Bund eine Muss-Abgabe ist und du ihn auch gibst und wohin du ihn gibst, weil es ja seine ursprüngliche Bedeutung nicht mehr gibt.

viele grüße
heidi

(PS Boah, ein Segen hatte ich den Beitrag vor dem Senden kopiert, denn man wird nach längerer Inaktivität beim Schreiben vom System rausgeworfen. Dann wäre alles weggewesen)

Heidi
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Lösung für augenscheinliche Widersprüche, die sich bei richtiger Betrachtung in Luft auflösen :D

Beitrag  Gast am So 24 Jul 2016, 15:53


Ich habe überlegt, dass es heißt, dies (den Zehnten geben?)  

hallo Heidi,

nochmals und wieder Anerkennung, du hast dir Mühe gegeben und studierst: Fein!
Das mit der Bibelstelle, dort dies auf den 10. zu interpretieren wäre "drüber hinaus gedacht", denn das steht dort SO nicht, das man weiterhin den 10. geben müsse,- auch wenn es in den Worten vorkommt, als Jesus den Schriftgelehrten "des alten Bundes" (!) dies vorwarf und es mit-erwähnte. Sie waren zudem natürlich noch "Priester, bzw. Lehrer des alten Bundes". doch sie hatten nur das "äußere" gereinigt, des Gefäßes, nicht aus Liebe zu ihm und den Menschen das innere  vergessen . (Wobei "vergessen" schlicht Jesu`Sanftmut ausdrückt mE. denn das hätte man auch ganz anders sagen können, wie er es später auch tat...
Vergessen wir zwei Dinge nicht:

Christus war noch nicht gekreuzigt und auferstanden, das "NT" war noch nicht angebrochen zu der Zeit,  er erfüllte es  gerade wie er selbst später von sich sagte. Und...
Niemals, überhaupt niemals wird sich eine Bibelstelle der anderen widersprechen, da es Gottes vollkommenes Wort ist - das sollten auch wir nicht zulassen. Das geht nicht! = dann passt was anderes nicht (!!)

Lösung für augenscheinliche Widersprüche:

Neu lesen, neu beurteilen, gucken, was genau geschrieben ist und nicht interpretieren- Die Lehre ist erst dann vollkommen, wenn sie völlig rund ist.
Denn es steht geschrieben das Gottes Wort sieben mal geläutert ist am Eingang zur Erde = total und absolut vollkommen und ... Inspiriert, (und zwar wörtlich.)
Denn niemand hat jemals aus sich heraus geredet, sinngemäß, es wurde alles vom Geist eingegeben. Darum:
Wenn auch nur 1 einzelner Vers etwas anderem zu widersprechen scheint, sollten wir hellhörig werden, wenn dieser angeführt wird gegen einen anderen Vers, der eig. genau das Gegenteil sagt. Dann gilt es "tiefer zu graben" wie der Herr es nennt und nochmal  genau  zu gucken, was wirklich drin steht und was interpretiert wurde um eine "neue" Lehre draus zu machen oder sonst was.
Die Wahrheit wird uns frei machen, die Wahrheit allein und nichts als die Wahrheit - dein Wort ist Wahrheit, du selbst bis Wahrheit - führe uns in alle Wahrheit.

Auch das Unterscheiden oder gut Be-Urteilen wird automatisch kommen, so wie wir die Wahrheit allein suchen und die Schrift für voll nehmen und was da so alles steht, denn durch den häufigen Gebrauch geschulte Sinne, insbesondere der Wahrheit durch das Wort, werden uns helfen.
Der Drang nach zunehmendem Gehorsam wird auch von alleine wachsen und die Kenntnis der Schriften, da es ja sein Wort ist, unser nötiges Brot, wenn wir es nicht "vergessen zu essen".

übrigens, das mit dem Kopieren (in den Zwischenspeicher) mache ich inzwischen auch, - ja das sollte man nach jedem Absatz machen, sonst kanns Ärgerlich werden.

Schönen Rest-Sonntag noch! Very Happy

Eliah

PS:
Anmerkung: weil das unten kommt, .. "Gottesdienst" nennt es die Welt heute in teils sehr fragwürdigen Zusammenkünften..., die Jünger "versammelten" sich, ebenso die Gemeinde. Was ein "vernünftiger Gottesdienst" ist steht in Jakobus und Paulus Briefen, was hingegen ein "eigenwilliger Gottesdienst" ist, steht in Jesaja, ziemlich genau so wie es heute noch eine gewisse Denomination tut, in sogar eigenwilligen Kleidern - und viele machen es ähnlich nach... Aber gut, ... wer noch meint "eigenwilligen Gottesdienst" halten zu müssen soll das tun. "Unser LEBEN sei ein Gottes-Dienst" nicht die 2,5  Stunden am Sonntag, Hingabe, unter sein Wort demütigen...
Und geben, sollen wir nicht nach Gesetz, sondern nach dem Herzen, nicht wie die Pharisäer oder Schriftgelehrten, nicht? Sleep
Wer wirklich biblisch sein will und alles "verzehnten" möchte, - wenn dann richtig, man sucht sich ja nicht aus wie aus einer Pralinenschachtel, was man macht und was nicht, - der sollte dann auch alles verzehnten, wie es geschrieben steht. Und dabei sollen es Erstlingsgaben sein! - Nicht was man am Ende des Monats übrig hat...
Zum anderen ist von meiner Seite her alles gesagt soweit erst mal Wink
Somit schließe ich mit den Worten aus Kolosser 2:
1.) So richte euch nun niemand über Speise oder Trank, oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder von Sabbathen, Kolosser 2.16 (Bibel-online.net)

Edit, da es ja kommt:
nichts von Vergewaltigung steht, ist diese doch erlaubt? Pedophilie? Raub? Mord? Alles erlaubt?
Allein durch Jesus Wort der Liebe an den Vater und die "Nächsten" ist das ausgeschlossen, oder nicht? Aber Du hast Recht,- natürlich orientieren wir uns für die "Feinheiten" an den 10 Geboten wie Israel, kein Thema Wink Jedoch ist Christus unser Gesetz Ende, in ihm ist alles erfüllt, wenn wir in ihm sind. Mit der Zeit werden wir genau wissen, was gut ist und was nicht, wenn wir die Wahrheit suchen, die uns leiten soll.... study


Zuletzt von Eliah am So 24 Jul 2016, 19:10 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Pavle am So 24 Jul 2016, 15:58

Hallo Heidi, hallo Eliah!

Sorry, dass ich erst jetzt dazu komme zu schreiben.

Erst mal ob ich denke, dass man den Zehnt zahlen muss!
Für mich gibts in der Bibel kein 'muss'.

Mann kann z.B. die 10 Gebote mit "Du sollst nicht ..." übersetzen oder aber mit "Du wirst nicht ...". Das zweite macht im meinen Augen viel mehr Sinn. Gott erlaubt und zu vergewaltigen! Aber er will es nicht. Also werde ich es nicht tun, weil Gott es nicht will. Jesus hat ganz klar gesagt: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. (Johannes 14,21). Für mich persönlich gibts kein Zweifel:

1. Die Gebote (der Dekalog) haben weiterhin Gültigkeit (von welches Geboten hat denn Jesus geredet?).
2. Die Reinheitsvorschriften waren ja hygienisch/gesundheitlich sehr sinnvoll und sind es größtenteils weiterhin. Paulus schreibt: Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?  Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leib und mit eurem Geist, die Gott gehören. (1. Korinther 6,19-20).
Wenn mein Leib Gott gehört, wie kann ich es dann wagen Gottes Wünsche zu missachten.
3. Der Zehnt war ja für das funktionieren des Gottesdienstes vorgesehen. Aber nach Jesu haben wir auch eine Gemeinde die funktionieren muss. Ich denke mit dem Zehnt soll die Gemeinde unterstützt werden: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! ... auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, ... (Matthäus 16,16+18).

Lieber Eliah, in deinem erneuten Post wiederholst du nochmal deine obigen Argumente. Es ist unstrittig, dass es im NT nicht explizit erwählt wird. Weder für noch gegen. Ich habe für mich entschieden, weil ich nirgends lese, das er abgeschafft wurde.
Eine kleine Spitze noch: Wenn im Apostelkonzil nichts von Vergewaltigung steht, ist diese doch erlaubt? Pedophilie? Raub? Mord? Alles erlaubt?

Liebe Heidi, sicherlich denke ich, dass der Sabbat, genauso wie der Rest der 10 Gebote, noch obligatorisch ist. Wir hatten das Thema schon mal und der Kolosservers ist unstrittig auf die Opfer bezogen.
Man darf nicht vergessen, dass die 10 Gebote nichts mit dem Volk Israel zu tun hatten. Es war nur nochmal eine Zusammenfassung von dem was schon bekannt war. Der Sabbat wurde schließlich bereits im Paradies gehalten. Morden durfte schon Kain nicht und im Himmel wird auch der Sabbat gehalten werden: Denn genauso wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir stehen, sagt der Herr, so sollen auch eure Nachkommen und euer Name bestehen. Und alle Menschen werden Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat kommen, um vor mir anzubeten, sagt der Herr. (Jesaja 66,22-23).

Noch eine Schlussbemerkung: Ich denke nicht, das irgendjemand etwas machen muss. Ich denke auch nicht, dass ich irgendjemand überreden muss. Ich halte nur das, was ich für richtig halte. Und wenn irgendetwas nicht explizit abgeschafft wurde, halte ich es eben weiterhin.

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am So 24 Jul 2016, 22:47

Lieber Eliah,

danke für die Sichtweise zu dem Vers von Minze, Dill und Kümmel. Das hat mir weitergeholfen, ja, stimmt, man muss beachten, dass es Jesus zu den Pharisäern sagte.


Lieber Pavle,

mit dem Geld sehe ich es so, dass jeder so gebe, wofür er es auf dem Herzen hat, denn auf diese Weise wird das Geld flächig verteilt. Wenn alle NUR in die Gemeinden zahlten, hätten wir die schönsten Häuser und besten Sessel, aber vieles Andere würde leer ausgehen. Ich sehe das für mich persönlich so, dass ich mein Geld für Gott investiere, wie Er es mir aufs Herz legt.


Pavle schrieb:
Gott erlaubt uns zu vergewaltigen!
Also diese Formulierung hoffe ich, ist einfach nur etwas unglücklich geworden.

Pavle schrieb: Der Sabbat wurde schließlich bereits im Paradies gehalten. Morden durfte schon Kain nicht und im Himmel wird auch der Sabbat gehalten werden: Denn genauso wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir stehen, sagt der Herr, so sollen auch eure Nachkommen und euer Name bestehen. Und alle Menschen werden Neumond für Neumond und Sabbat für Sabbat kommen, um vor mir anzubeten, sagt der Herr. (Jesaja 66,22-23).

Die Jesajastelle, die du aufführtest mit dem Sabbat habe ich nachgelesen und verstehe sie nicht so, dass es beim neuen Himmel und Erde die Sabbatfeiern weiter gibt, sondern, Gott prophezeit dem Volk Israel, dass der Tag kommen wird, wo sie die Sabbate feiern und vergleicht das damit, dass dies so sicher ist, wie er einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen will.
Aber dass nur nebenbei und daher ganz klein geschrieben, da es ein ganz anderes Thema ist.


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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Pavle am So 24 Jul 2016, 22:59

Heidi schrieb:
Pavle schrieb:
Gott erlaubt uns zu vergewaltigen!
[size=10]
Also diese Formulierung hoffe ich, ist einfach nur etwas unglücklich geworden.

Ich meinte damit, dass Gott uns nichts verbietet (aktiv) - er wünscht sich einfach, dass wir einige Dinge (wie z.B. jemanden vergewaltigen, morden, ...) nicht tun.
War vielleicht wirklich etwas unglücklich - hoffe niemand hat mich missverstanden.

Was den Zehnt angeht, habe ich für mich entschieden, dass es mit meinem Gewissen nicht vereinbar ist, von allem was Gott mir gibt, 10% nicht wieder zurückzugeben. Das geht aber nicht nur in den Kirchenbau, sondern auch für Mission (rund 70% der Menschheit sind keine Christen und weitere rund 20% nur Namenschristen), Bibeldruck, ...

LG

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am So 24 Jul 2016, 23:11

Pavle schrieb:

Was den Zehnt angeht, habe ich für mich entschieden, dass es mit meinem Gewissen nicht vereinbar ist, von allem was Gott mir gibt, 10% nicht wieder zurückzugeben. Das geht aber nicht nur in den Kirchenbau, sondern auch für Mission (rund 70% der Menschheit sind keine Christen und weitere rund 20% nur Namenschristen), Bibeldruck, ...LG

Finde ich schön, dass du dich für den den sozusagen freiwilligen Zehnten entschieden hast.
Mir macht das immer Mut, zu geben, wenn ich wissen darf: Andere tun das auch.

Daher danke.

heidi

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Mo 25 Jul 2016, 11:34

Denke auch, das wir im neuen Bund in s. Blut für die Gemeinde  genug haben was wir nach dem Herrn und den Aposteln zu befolgen haben, wenn wir ihn lieb haben.
Hier allein schon, indem man tut, was er anordnet, können wir "Genug" Liebe zeigen und haben sicherlich genug zu tun, dann sehen wir weiter.... (Gemeindeversammlungen und deren Ordnung, Älteste, Liebe untereinander, Geben, uvam. Da gibts sicherlich genug, was wir noch zu tun "schuldig" Wären. Wink
wer dies alles erfüllt und getan hat, ist noch immer ein "unnützer Knecht, der nur tat war er zu tun angehalten war" - dann kann man gucken wie man alles verzehntet was man hat, und ob man den Bart nicht rund schneidet und die Koteletten lang und das Haupthaar nicht scheert, wie die Priester nach Mose eben...., u.s.w. ...bis hin zu Speisegeboten, den Sabbatten, und Neumonden und Festen.... Aber ich denke wie Paulus durch den Geist verordnet, das wir uns durch nichts "knechten" lassen sollten: WIR sind NICHT Israel.
Und wer dennoch ein Laubhüttenfest statt Erntedank feiern will, der soll das tun.

beste Wünsche :d

Eliah

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Mo 25 Jul 2016, 12:26

Eliah schrieb:...allein schon, indem man tut, was er anordnet, können wir "Genug" Liebe zeigen und haben sicherlich genug zu tun,

...dann kann man gucken wie man alles verzehntet was man hat, und ob man den Bart nicht rund schneidet und die Koteletten lang und das Haupthaar nicht scheert, ...

Lieber Eliah,

ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass er die Aussage enthält: Man gibt und tut eigentlich schon genug, wenn mal sich aus Liebe nach seinem Wort richtet und entsprechend verhält.

Und dann klingt es in meinem Ohren so, dass wer meint, er soll (nicht muss!) den Zehnten geben, dass du da etwas verurteilend drüber sprichst: Dann soll er eben auch gucken, dass er alles verzehntet und soll sich ganz an die Gesetze halten usw.

Man erlebt immer wieder, dass es Christen gibt, die geben etwas für Gott und solche, die geben so gut wie nichts und jammern und begründen das damit, dass sie ja selbst so wenig haben.
Habe ich auch mal gemacht..gejammert - aber das war ja gar nicht ehrlich, denn ich hatte noch was auf dem Sparbuch. Ich kann dann nicht sagen: "Ich hab nicht", sondern: "Ich traue mich nicht" oder "ich will nicht"...- für mich persönlich das Fazit: Ich will Andere nicht mehr mit der Aussage belästigen , dass ich wenig habe, denn eigentlich haben wir ALLE genug, genug Kleidung, Essen, Wohnung Extras...wir haben einen REICHEN Vater! Was wir aus seinen Gaben machen, ist dann unsere Sachen (unnütze Ausgaben, in den teuersten Geschäften einkaufen usw. )

Dabei ist auch die finanzielle Sache eine Frucht des Geistes, an dem ein Christ erkennbar ist. (Phil. 4,16-17)  

Lk 21,1-4:
Er blickte aber auf und sah, wie die Reichen ihre Opfer in den Gotteskasten einlegten. Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr als sie alle eingelegt. Denn diese alle haben etwas von ihrem Überfluss zu den Opfern.

Gestern las ich noch in einer Andacht, dass das Geben von getragener Kleidung und nicht mehr benötigten Haushaltsgegenständen eine nette Geste, aber kein Opfer ist.

heidi

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Mo 25 Jul 2016, 13:17

Hallo Heidi,
gut das du nachhakst, dann klären wir das gern:

ja "Gehorsam ist besser als Schlachtopfer" - und Gehorsam werden wir durch die Worte des Herrn, nicht? Aus Liebe, nicht aus Pflichterfüllung tun wir was wir tun.
Und nein, verurteilen tue ich nicht. Denn "wir sollen nicht vor der Zeit richten" wie es heißt. Wenn, dann - wie sooft schon klargestellt - BE-Urteilen, was jeweils Sache ist.
Wer mit den Anordnungen des NTs durch ist sie alle - ausschließlich aus Glauben mit Liebe - zu halten und zu tun, was angeordnet ist, hat, denke ich genug zu tun.

Wer darüber hinaus noch alles was er hat "verzehnten" will, siehe etwa deinen Bibelvers mit der Konversation der Schriftgelehrten, (!) der möge das tun, aber dann nach biblischen Vorgaben, nicht wie er eigenwillig meint dies oder das tun zu sollen, oder müssen, oder wie ihm grad beliebt, sondern so wie es geschrieben steht. - Viel Spass dabei sag ich mal vorsichtig. (Aber er sollte dann eben das "Innere" nicht vergessen.)

Darum gab es ja das Apostelkonzil, das eben das Ungeklärte, über das es Streitfragen zw. Judenchristen und Nationenchristen gab, geklärt würde!
hierbei vllt. noch ein Wort zu:

 Wenn im Apostelkonzil nichts von Vergewaltigung steht, ist diese doch erlaubt? Pedophilie? Raub? Mord? Alles erlaubt?
--> dies wäre ein sehr sehr gutes Argument, ....
hahaha...ja...
... wenn, wie gesagt, ... wenn Jesus das nicht geklärt hätte in dem eigentlich einen einzigen Gebot, denn damit ist alles gesagt und enthalten! (sogar der 10., denn dann gebe ich nicht mehr als exakt diesen und der Nächste, der dann darüber hinaus hungert, dem sage ich dann" oh, sorry, mein Soll ist erfüllt, komm nächsten Monat wieder"?) Lach** Suspect
Wer oben genannte Dinge weiter tut,  [s 'Zitat, also das mit Vergew. oder Mord oder Kinderschä... usw...] ist verurteilt nach der Schrift, lt. etwa Offenbarung, uva. Stellen, -denn er erweist sich nicht als "Gehorsamer Knecht", der tut was sein HERR sagt. [vgl. auch die Rede mit den Talenten]

Ich bin so froh über das Konzil und die klärenden Worte des Apostels, der vieles im Einzelnen nochmal klar geklärt hat. Auch später noch in s. Briefen!
Wie wunderbar und befreiend ist doch der neue Bund in s. Blut dem [biblisch] Glaubenden.
Wie herrlich der Herr der sich veräußert hat und selbst auf die Erde kam als Mensch und uns ein Beispiel gab, dem wir "nachfolgen" sollten und der überhaupt erst durch sein "Stellvertretungsopfer" - ähnlich dem Opfer Isaaks - uns erlöst hat aus Gnade!
Wie herrlich seine Liebe, der erkennt wer an ihm hängt und ihn auch in alle Wahrheit führen wird gemäß seiner Treue und Erbarmungen, die noch nicht vorbei sind und jeden Morgen neu, "seine Gnadenerweise". ...
Und wie wenig beten wir ihn an, den Geliebten....
und wie wenig gehorchen wir schon seinen Worten....
Christus ist unser Friede. (Eph.2,4)

die geben so gut wie nichts und jammern und begründen das damit, dass sie ja selbst so wenig haben.  
= Jammern ist eher Unglaube. Und am Beispiel der Witwe, die nur 2 cent eingelegt hat, wird auch deutlich, das "Gott einen freundlichen Geber" liebt, wie es heißt.. (Also nicht aus Pflichterfüllung)
Wer noch missmutig gibt, oder sich rausredet, hat eher noch gar nichts verstanden, weder von Liebe noch von seinem Wort und weiß sicher auch selbst noch gar nicht wie sehr er selbst beschenkt worden ist.

Dabei ist auch die finanzielle Sache eine Frucht des Geistes, an dem ein Christ erkennbar ist. (Phil. 4,16-17)
<-- suuper! Very Happy Genau so! Allerdings ist hier "nur" von "Frucht" die Rede, nicht von Frucht d. Geistes,- aber du hast insofern schon Recht: die Liebe ist ja eine Frucht d. Geistes. und vor allem bei den Philippern lese ich persönlich viel Liebe herraus, die SIE antreibt. Wink
Und nun nicht mit Gewalt Früchte herauspressen, das tut auch "ein guter Baum" nicht, das geht von ganz alleine - sobald er  REIF  ist. Wink
Entspann dich und liebe ihn! Wink

Schalom Geschwister! Very Happy

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Di 26 Jul 2016, 12:00

Eliah schrieb:
Dabei ist auch die finanzielle Sache eine Frucht des Geistes, an dem ein Christ erkennbar ist. (Phil. 4,16-17)
<-- suuper! Very Happy Genau so! Allerdings ist hier "nur" von "Frucht" die Rede, nicht von Frucht d. Geistes,- aber du hast insofern schon Recht: die Liebe ist ja eine Frucht d. Geistes. und vor allem bei den Philippern lese ich persönlich viel Liebe herraus, die SIE antreibt. Wink
Und nun nicht mit Gewalt Früchte herauspressen, das tut auch "ein guter Baum" nicht, das geht von ganz alleine - sobald er  REIF  ist. Wink
Entspann dich und liebe ihn! Wink

Oh Shocked ! Stimmt! Danke für den Hinweis auf den kleinen, aber feinen Unterschied.
Bleibt für die Frucht zu sagen, dass es in der Bibel heißt: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!"
(Mt. 7,15-16 ff)

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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Harald am Mi 27 Jul 2016, 02:10

Hallo,

nur als weitere Anregung, wenn jemand noch Impulse sucht --> wir hatten ein ähnliches Thema schon mal ---> jesus.aktiv-forum.com/t128-wie-verhalt-es-sich-mit-dem-zehnten-geben-im-neuen-testament#1389

Ich lese derzeit in einer Biographie über Anthony Norris Groves, der auch zunächst erkannte, dass er den Zehnten geben sollte. Dann wurde ihm und seiner Frau klar, dass sie 25%, dann 50%, 75% und schließlich alles dem Herrn unterstellen wollen, und nur das für sich nehmen, was ihnen der Herr quasi gibt.

Dadurch, dass wir ja nun sagten, dass nun nicht mehr wir an erster Stelle in unserem Leben stehen wollen, sondern unser Herr Jesus unser Leben bestimmen soll, ist der Zehnte vielleicht nur so ein Anhaltspunkt für uns. Wobei mir immer klarer wird, dass wir ja völlig abhängig sind und alles von Gott kommt, das ER gibt. "Nun lebe nicht mehr ich, sondern Jesus Christus in mir" Wenn dem so ist, ist es nicht mehr "mein" Geld, nicht mehr "mein" Auto, "meine" Wohnung, etc.pp. ALLES ist dem Herrn, und wir sind völlig abhängig von IHM.

Immer wieder liest man in Biographien u.ä., dass Geschwister gesegnet wurden und mehr wieder zurück bekamen, wenn sie gaben. Oder dass sie immer gerade noch rechtzeitig Geldmittel bekamen, wenn sie gar nichts mehr hatten und Miete oder anderes bezahlen mussten. Wir müssen uns sicher nicht kasteien und denken, ich gebe jetzt alles weg, Gott wird mich dann schon versorgen. Es kann aber auch zu solchen Umständen kommen.

Sicher ist auch dieser Bereich ein lebenslanges Übungsfeld, dass ich mich vielleicht später mal frage, wie ich dies und jenes damals noch für mich ausgeben konnte, was ich dann vielleicht nicht mehr für mich kaufen oder mir gönnen würde.

Einige Male wusste ich, das ich hier und da etwas geben soll - meist machte ich es dann auch, ohne darüber nachzudenken, ob das nun das Budget auch hergibt, ob es nicht auch 50 Euro weniger täten ...
Aber es gab eben auch diese Momente, dass ich begann zu rechnen und nicht gleich von Herzen gerne gab. Lasse die linke Hand nicht wissen, was die Rechte gibt. So sollen wir geben.

Grüße Harald

Harald
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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Gast am Fr 29 Jul 2016, 10:05

den kleinen, aber feinen Unterschied.
... --> ders meist ausmacht, liebe Heidi!
Wie oft ist wer nahe an der Wahrheit, und doch daneben? Christus hat seine Worte absolut perfekt gesagt oder aufschreiben lassen: da passt alles!
Auch der Feind bedient sich der Halb-Wahrheiten oder mischt zu 90% Wahrheit 10% Gift hinzu, das alles verdreht. Auch ein Bogenschütze, der auf weite Entfernung das Ziel nur knapp verfehlt, hat sicher gut geschossen, - aber eben doch das Ziel verfehlt am Ende.

Das ist wichtig! und tw. Entscheidend! Wie oft kommen bei dem nicht bei - der ganzen Wahrheit bleiben - Fehllehren bei raus? Wo kommen die ganzen Irrlehren her und der tw. richtige Firlefanz in manchen Glaubensrichtungen, ... weil sie nicht bei der Wahrheit bleiben und offensichtlich "die Wahrheit nicht lieben" wie Christus sagt, tät ich sagen, nicht?

Das ist nun nicht gegen dich, liebe Heidi, sondern an uns alle gerichtet, und immer wieder nötig daran zu erinnern. Denn nur "die Wahrheit" wird uns frei machen, sie allein, ohne ähnlichem oder eigensinnigem usw.
Ich greife es nur mal wieder auf, weil es S O wichtig ist als Nahrung und für unseren Weg und uns vor Irrtümern und Fehllehren beschützen kann und wird.
"Leite uns in alle Wahrheit" - "Dein Wort ist Wahrheit". Jesus only. Very Happy

alles liebe Smile

Eliah


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Vom freiwilligen Geben

Beitrag  UriKulm am Do 15 Feb 2018, 14:08

Der „Zehnte“ Pflicht für Christen?

Eine kurze Ergänzung.

Ich greif das noch mal auf.

-  Der Christ ist nicht verpflichtet, nach mosaischem Gesetz oder weil er glaubt, zum „Neuen Bund“ zu gehören, den „Zehnten“ zu geben. Christus ist des Gesetzes Ende. Jetzt gibt es das „Gesetz (Gesetzmäßigkeit) des Glaubens“. Aber das AT-Gesetz ist nicht aufgelöst. Röm 3,27; Röm 10,4; 1. Tim 1,8

- Er gibt aus Liebe zum Herrn und zu den Menschen in Nachahmung der Liebe Gottes viel mehr als den materiellen „Zehnten“: nicht nur ganz sich selbst, sein ganzes Leben, sondern stellt alles, was Gott ihm anvertraut hat, in seinen Dienst nach und über Vermögen und verwaltet es zur Ehre Gottes in dieser Verantwortung 2. Kor 8

- der Herr Jesus hat alles gegeben, sich selbst, sein Leben. Wir sind schuldig ebenso zu handeln. 1. Joh 3.16.17

- was einer dem Herrn an finanziellen Mitteln freiwillig geben will, legt er gesondert zuhause beiseite  und gibt u.a. bei Sammlungen in der Gemeinde 1. Kor. 16,2

- Beispiel ist die Witwe. Sie gab ihren ganzen Lebensunterhalt. Das lobt der Herr. Lk 21,2.3

- Er sorge zunächst für seinen eigenen Unterhalt, um nicht anderen zur Last zu fallen, sodann den eigenen Hausgenossen und auch für seine Glaubensgeschwister und die Not in der Welt an sich. 1. Tim 5,16; 1.Joh 3,17

- Die Besondertheit in der BRD einer Kirchenpflichtsteuer der Mitglieder öffentlich rechtlich anerkannter Glaubensgemeinschaften und zu dem noch Kirchgeld als Prozentsatz von staatlichen Steuern (ca. 0,1% vom Brutto) oder ähnlicher Grundlagenberechnung, ist unbiblisch und kann der Beschwichtigung des Gewissens dienen. Ist auch nicht annähernd der „Zehnte“. Geht man beim „Zehnten“ von einer Sozialleistung (Steuern) für die  Allgemeinheit aus, so sind es meist mehr als 10%. Aber das wird einen Christen nicht befriedigen, mehr zu tun.

- mit den eigenen Händen arbeiten, um dem „Dürftigen“ etwas mitzuteilen und des Wohltuens und Mitteilens nicht vergessend. Röm 15,26; Eph 4,28; Hebr 13,16

- Gott lässt sich nichts schenken, es sei denn zuvor von ihm gekommen und er belohnt dann auch noch reichlich. 2. Chr 15,7

- Geben ist seeliger denn nehmen. Apg 20,35

Fazit
Was du gibst, gib von Herzen als dem Herrn/Gott zurück. Das ist immer mehr als ein „Zehntengeben“ und mit der Verheißung, einen Schatz und Lohn, nicht nur im Himmel, zu haben. Mt 19,21; Mk 10,21; Lk 6,35

Uri Kulm

2. Kor 9,9 „Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit“. Ps. 112,9

Pred 11,1.2.6 Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es finden. Gib einen Teil an sieben, ja, sogar an acht …Am Morgen säe deinen Samen und am Abend zieh deine Hand nicht ab …

5. Mo 15,7.10 Wenn ein Armer unter dir sein wird, irgendeiner deiner Brüder, in einem deiner Tore in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschließen …
Willig sollst du ihm geben, und dein Herz soll nicht ärgerlich sein, wenn du ihm gibst; denn um dieser Sache willen wird der HERR, dein Gott, dich segnen in all deinem Werk und in allem Geschäft deiner Hand. … Du sollst deinem Bruder, deinem Dürftigen und deinem Armen in deinem Land, deine Hand weit auftun.

3. Joh 5 Geliebter, treulich tust du, was irgend du an den Brüdern, und zwar an Fremden … getan haben magst …

Und viele andere Stellen mehr, die nicht vom „Zehnten“ reden.

UriKulm
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Re: Sinn und Pflicht des Zehnten im Alten Bund ./. und im neuen Bund

Beitrag  Heidi am Do 15 Feb 2018, 23:00

Hallo zusammen,

ich sehe das nicht so, dass das Geld, was man für Gottes Reich ausstreuen mag, nur in die Gemeinde fließt und dass dies am besten jeder so machen sollte.
Ich finde, man sollte es dort einbringen, wozu das Herz JA sagt, denn der Heilige Geist wohnt ja im Herzen. Das kann sein, dass man andere christliche Organisationen unterstützt, oder Bibel TV (einiges ist da auch gut) oder einen Obdachlosen einlädt, oder Bibeln zum Verschenken kauft usw usw.

heidi


Zuletzt von Heidi am Fr 16 Feb 2018, 22:41 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet (Grund : off toppic weggeiixxxt)

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