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Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

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Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Heidi am Mo 12 März 2018, 18:47

Rö. 12,20:
Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22).


Ich habe noch nicht angefangen, in meinen Ausleern zu suchen, was das heißt mit den feurigen Kohlen....habe mir überlegt, was damit gemeint ist, wenn einer feurige Kohlen auf dem Haupt hat, wie sich das anfühlt, was das bewirkt, was das aussagen soll - aber weiß es noch nicht.
Vielleicht habt ihr ja Lust, euch mit Gedanken zu machen?

heidi

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Re: Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Gast am Mo 12 März 2018, 20:59

der Bibelserver wirft nicht alles aus, insbesondere wenn die Schreibweise oder das Wort nicht so stimmt, wie er es hat, darum nur hier mal ein paar Stellen. Denn wie so oft, helfen Parallelstellen weiter, Heidi und ein Bibelserver etwa Wink

Spr 25,22 Denn damit sammelst du feurigeKohlen auf sein Haupt, und der HERR wird es dir vergelten.
Röm 12,20 »Wenn nun dein Feind Hunger hat, so gib ihm zu essen; wenn er Durst hat, dann gib ihm zu trinken! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.«


[size=10]2. Sam. 22,13 ab v.10: Er neigte den Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.

11 Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er auf den Flügeln des Windes.
12 Und er machte Finsternis rings um sich her zur Hütte, das Sieb des Himmelswassers, dichtes Gewölk.
13 Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen.
14 Der HERR donnerte vom Himmel her, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen.
15 Und er schoss Pfeile und zerstreute sie, schoss seinen Blitz und verwirrte sie.
16 Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des HERRN, vor dem Schnauben des Hauchs seiner Nase.[/size]


 Daniel 7.10:

Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und einer, der alt war an Tagen, sich setzte. Sein Gewand war weiß wie Schnee und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron Feuerflammen, dessen Räder ein loderndes Feuer.

10 Ein Feuerstrom floss und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm, und zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich, und Bücher wurden geöffnet.

iwo steht auch, das er selbst den "Schmied geschaffen hat, der das Kohlefeuer anbläst" (Jesaja?) 

Feuer und Feuer-Kohlen sind immer ein Zeichen des Gerichtes in der Schrift (nicht wie es eine gewisse Bewegung meint, die es offenbar nicht nötig hat nachzulesen oder zu prüfen) bzw. ein Zeichen der Herrlichkeit Gottes.
--> es ist ein Gericht, bzw. es kommt damit vor Gott, die Angelegenheit, wenn du in Liebe und Gerechtigkeit einem entgegnest, der dir böses tut.
mE. nach jedenfalls. 
Wir können aber - so wir in und "sein Wasser" lieb haben, das er neben seinem Blut auf die "Erde" goss am Altar von Golgatha, - nicht entscheiden was wir in bestimmten Situationen zu tun haben, oder tun wollen, sondern tun, was ER sagt und zwar genau auf die Situation angemessen nach seiner Weisheit.
Nicht für jeden gilt also das selbe. Einem durstigen Feind sollen wir zu trinken geben, einem Hungrigen was zu essen usw.

Wenn er etwa umkehrt und die Gnade Christi dadurch annähme, käme er ja dann auch nicht in dieses gerechte Gericht, nur mal nebenbei!

soweit auf die Schnelle, Heidi, hoffe etwas geholfen zu haben.

Eliah


da du einen persönlichen Gedanken wolltest, bitte:
Feuer verzehrt alles. Alles was Materie ist und brennbar. (und letztlich brennt alles, wenn es nur heiß genug ist!!)
D.h. alles un-ewige, alles was in der Welt ist, wird vor s. Thron verbrennen müssen. Es kann nicht bestehen, nur das ewige, vollkommene!
das un-materielle, unsichtbare, das heilig ist wird Bestand haben.
ganz plausibel eigentlich oder?  Very Happy

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Re: Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Günter am Mo 12 März 2018, 21:52


Hallo Heidi,

eigentlich wollte ich dir mit eigenen Worten antworten, aber John MacArthur hat das besser ausgedrückt:

MacArthur Studienbibel schrieb:Röm 12:
12,20 feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Das bezieht sich auf die antike ägyptische Sitte, dass jemand, der öffentlich Reue zeigen wollte, eine Pfanne glühender Kohlen auf seinem Kopf trug. Die Kohlen repräsentierten den brennenden Schmerz der Schande und Schuld. Wenn Gläubige ihren Feinden liebevoll helfen, sollte das diese Leute zur Beschämung über ihren Hass und ihre Feindschaft führen (vgl. Spr 25,21.22)

Sprüche 25 (Luther 2017):
21 a Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot, dürstet ihn, so tränke ihn mit Wasser,
a) (21-22) Röm 12,20
22 denn du wirst feurige Kohlen auf sein Haupt häufen, und der HERR wird dir's vergelten.


John MacArthur hat hier Informationen außerhalb der Bibel, die mir nicht zur Verfügung standen. Die feurigen Kohlen hätte ich jetzt eher bildlich gesehen, weil ich mit orientalischen Sitten nicht vertraut bin.

Im Kern kann man diesen Vers auch ohne das außerbiblische Zusatzwissen auslegen. Aber hilfreich ist das Wissen über die antike ägyptische Sitte der Pfanne mit den glühenden Kohlen auf dem Kopf mit dem Wissen um ihren Hintergrund schon.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Heidi am Di 13 März 2018, 16:35

Lieber Eliah, lieber Günter,

o.k. so gesehen, haben wir jetzt eher 2 Meinungen:

Eliah schrieb:
Feuer und Feuer-Kohlen sind immer ein Zeichen des Gerichtes in der Schrift...
--> es ist ein Gericht, bzw. es kommt damit vor Gott, die Angelegenheit, wenn du in Liebe und Gerechtigkeit einem entgegnest, der dir böses tut.[/size][/size]

Lieber Eliah,

ich habe das auch so verstanden, dass brennendes Feuer in der Bibel für "Gericht" steht. Die glühenden Kohlen würde ich nicht als das Gerichtsfeuer verstehen.
Aber wenn deine Annahme stimmen würde, hieße das ja für uns, dass wir zum Feind gut sein sollen, in der Absicht, seine Strafe vor Gott herbeizuführen oder das Maß seiner Schuld damit voll zu machen, mit der Absicht, dass Gottes Gericht dann vollzogen wird.

Diese Absicht passt aber nicht zu den vorhergehenden Versen, wo es heißt, dass wir das Böse mit Gutem überwinden sollen, oder unsere Feinden nicht fluchen, sondern sie segnen.

Wenn ich also meinem Feind Gutes tun soll in der Absicht, das Gericht "heraufzubeschwören", dann passt das nicht in den Kontext, auch wenn im Vers 19 von Gottes Gericht die Rede ist. Unser Gott ist doch kein "Listenschmied", der uns "heuchlerisch" gut handeln lässt, aber wir im Hinterkopf die Absicht haben können: "He,heee, jetzt kriegt der Feind erst Recht seine Strafe, weil ich ihm was Gutes tat!"


Lieber Günter,

Günter schrieb:Im Kern kann man diesen Vers auch ohne das außerbiblische Zusatzwissen auslegen. Aber hilfreich ist das Wissen über die antike ägyptische Sitte der Pfanne mit den glühenden Kohlen auf dem Kopf mit dem Wissen um ihren Hintergrund schon.

Ja, von dieser ägyptischen Praktik hat mir gestern meine Freundin auch aus einem Zusatz in der Lutherbibel vorgelesen. Gut, dann gibt es kein eigentliches "Bild", was es uns klar macht, sondern man muss diese Sitte kennen. Und die in Rom mussten diese Sitte ja dann auch kennen.
Ich kann mir vorstellen - wenn auch nicht explizit bei jedem Feind - dass er sich seine Feindschaft vielleicht nochmal überlegt und ablegt, wenn er sieht, dass ein frommer Mensch ihm Gutes tut und sich dann überlegt, warum er ihn eigentlich hasst.

2. Könige 6 bringt hier noch ein Beispiel zu: Die Aramäer waren die Feinde Israels. Aber dann wurden die gefangen genommen und der Phrophet Elisa sagte dem König, er solle die Aramäer nicht töten, sondern im Gegenteil, er sollte den Gefangenen Essen und Trinken vorsetzen. So wurde getan und man ließ sie gehen. Mit dem Ergebnis, dass die Bibel uns sagt, dass seitdem keine streifenden Rotten der Aramäer mehr ins Land kamen.

Na ja, wie dem auch sei...wir sollen Gutes tun.

Hier fand ich noch was, das das oben Gesagte viel schöner wiedergibt:
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Re: Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Gast am Di 13 März 2018, 17:59

hallo Heidi,

ich weiß nicht wo du das her nimmst, oder "interpretierst" das ich dies so meinte:
Aber wenn deine Annahme stimmen würde, hieße das ja für uns, dass wir zum Feind gut sein sollen, in der Absicht, seine Strafe vor Gott herbeizuführen oder das Maß seiner Schuld damit voll zu machen, mit der Absicht, dass Gottes Gericht dann vollzogen wird. 

geschrieben habe ich dies nicht, wie du es liest, oder auffasst!
Gemeint auch nicht.
Es tut mir leid, wenn du aus meinem: --> es ist ein Gericht, bzw. es kommt damit vor Gott, die Angelegenheit, wenn du in Liebe und Gerechtigkeit einem entgegnest, der dir böses tut. <-- liest, das ich oder wer, damit eine Strafe herbeiführen will, oder wollte.

Ich  habe nur versucht zu erklären, wie ich es bisher verstanden habe, das es eben vor seinen Thron kommt und das wir dies so zu tun haben, ob wir wollen oder nicht. Das es vor seinem Thron "ziemlich heiß" wird, ist dann ja nicht meine Sache, sondern Gerechtigkeit.

Im Gegenteil habe ich sogar angedeutet, das es ja auch sein kann, das der jenige durch deine freundliche Geste erstaunt zum Glauben kommt, oder wenigstens umkehrt oder, wie die Bibel auch mal sagt: "einfach ruhig wird". 


Es wäre ja letztlich auch so, das wir nicht reinen Herzens sind, wenn wir versucht werden so zu denken, das der andere dadurch Schaden nimmt. Denn  seine  Liebe ist ja selbstlos. [Agape]
Letztendlich haben wir es so zu tun, wie auch immer.

Leider liest du häufig Dinge hinein, die  so  gar nicht geschrieben stehen, oder gesagt wurden, das tut mir leid! 

darauf baust du dann auf, als gegeben und baust weiter .... und ...
 ... da draus wird dann/ dann kommt dann am Ende die Frucht so raus: "He,heee, jetzt kriegt der Feind erst Recht seine Strafe, weil ich ihm was Gutes tat!" 
ja, was richtig wäre, ... wenn ich das so gemeint oder geschrieben hätte, stimmt!


Letztlich hat der Knecht oder Magd, oder Sklave zu tun was sein Herr fordert, ob er es versteht, gutheißt, begrüßt, toll findet oder sonst was ist dabei dritt-Rangig bis völlig irrelevant. Auch was damit, oder dadurch letztlich geschieht ebenso. Wink

Schönen Abend!

Eliah

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Re: Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Heidi am Di 13 März 2018, 19:30

Hallo Eliah,

ja, ich hatte ich der Richtung nach so verstanden - dann Missverständnis. Ist doch gut, dass du es aufgeklärt hast.

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Re: Römer 12,20 Feurige Kohlen auf das Haupt

Beitrag  Hakim am Di 13 März 2018, 20:16

Ich denke es ist eine Kombination beider Aspekte.
dadurch dass wir unserem Feind gutes tun, beschämen wir ihn, was ihn zur Umkehr bringen kann, wenn er sein Gewissen nicht verschließt.
Andererseits wird ihm das im Gericht sicherlich zur Last fallen, wenn er sich gegen die Liebe des Herrn verschlossen hat, die wir an ihm erwiesen haben.
Dann wird jedes gute Werk, das ihm erwiesen wurde gegen ihn bezeugen, und ihn verdammen.

 Wenn wir einem hungernden und dürstenden Feind (ich vermute, dass hier von einem Feind Gottes die rede ist) helfen, ist es aber wichtig, ihm gleichzeitig deutlich zu machen, dass wir damit, dass wir ihm helfen keinesfalls anerkennen, dass er sich auch nur im geringsten im Recht befindet, sondern, dass diese Hilfe alleine der Tatsache Geschuldet ist, dass auch der Feind ein Mensch in Not ist, der nach dem Abbild Gottes geschaffen ist. Eine Verbrüderung kann unter der Bedingung stattfinden, wenn der Feind von seinen bösen Wegen umkehrt. Ich denke auch, dass mit Hungern und Dürsten eine echte Notlage gemeint ist, und nicht, dass man dem Feind freiwillig die Dinge aushändigt, die zu stehlen er gekommen ist. Also man hilft ihm, solange er selbst hilflos und schutzlos ist, und dann, wenn man die Notlage abgewendet hat gibt man ihm zu verstehen, dass er nun wieder auf sich selbst gestellt ist, und dass eine Nothilfe kein Tribut ist.

Ich denke viel zu oft wird Feindesliebe so verstanden, dass man den Feind umarmt, und so akzeptiert, wie er kam, und mit ihm ein Ungleiches Joch eingeht. In die Gemeinde darf Jeder darf kommen, aber nicht jeder darf auch bleiben, wenn er sich nicht an die Regeln halten will. Wenn man seinem Standpunkt als Christ nicht treu bleibt, dann ist die Feindesliebe wertlos, weil man damit deren Ziel verfehlt.

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ein Feind bringt sich durch sein Böses handeln selbst in die Notlage, in der er seinem Gegner hilflos ausgeliefert ist. Er denkt, dass er jetzt selbst umgebracht wird, so wie er es mit den Christen gemacht hätte, wenn er sie in der selben Lage erwischt hätte. Stattdessen geben sie ihm Brot und etwas Wasser, wickeln den Verwundeten in eine Decke ein, damit er nicht friert und nehmen ihn mit in ihr Lager, wo sie ihn versorgen, bis er wieder bei Kräften ist. Da gibt es kein "Freund, schön dass Du da bist", sondern man versorgt ihn und gibt ihm zu verstehen, dass man den Grund seiner Anwesenheit nicht billigt, und dass es besser wäre, wenn die ganze feindliche Streitmacht sich bald zurück zöge, damit weiteres Blutvergießen auf beiden Seiten vermieden wird. Man erklärt ihm, dass man ihm hilft, weil Gott auch seinen Feinden Hilft, aber wenn diese ihren Kampf nicht einstgellen, und auf seine Seite wechseln, nehmen sie kein gutes Ende. Man kann ihm anbieten, dass er bleiben kann, wenn er von seinen bösen Plänen und Taten umkehrt, und sich den Bösen entgegenstellt. Es wird ihm eine Bedenkzeit geben, und wenn er sich dagegen entscheidet, bringt man ihn irgendwohin, von wo er keinen Schaden anrichten kann, und von wo er eine Gewisse Strecke zu seinem eigenen Lager Wandern muss. Da hat er noch etwas Zeit, um in Ruhe nachzudenken. Vielleicht verachtet er die Christen dafür, und hasst sie nun umso mehr, weil er die Demütigung nicht erträgt, dass ein vermeintlich Schwacher Gegner ihm helfen musste, als er wehrlos war. Vielleicht stimmt es ihn Nachdenklich.
Zurück im Lager wird er von seiner Truppe in Empfang genommen. Die wollen natürlich wissen, was geschehen ist. Wird er ihnen die Wahrheit sagen? Wird er sich eine Lügengeschichte ausdenken?... Wie wird er später mit seinen eigenen gefangenen Umgehen, wenn er einen Christen Gefangen nimmt? Wird er sich an die gnade erinnern? Vielleicht Sieht er, wie seine eigenen Leute einen Wehrlosen gefangenen brutal ermorden. Er erinnert sich daran, dass er ganz anders behandelt wurde, als er Hilflos war und Bekommt Zweifel an der Sache, für die er Kämpft. Vielleciht so große Zweifel, dass er umkehrt und Buße tut.

Eigentlich wollte ich dem als Gegenbeispiel noch die Weltliche Variante der Feindesliebe gegenüberstellen, aber ich habe es dann doch sein gelassen.
Ich denke worauf es mir ankommt ,sollte klar sein. Man kann sich immer nur um einzelne Individuen kümmern, wenn sie die Botschaft verstehen sollen, und Die Feindesliebe beinhaltet keinen Freibrief, dass der Feind in unserer Obhut tun- und lassen kann, was er will. Denn damit erreicht man bei ihm nichts und man holt sich einen Sauerteig nach innen, der schnell um sich greift.

Hakim
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