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1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

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1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am Do 12 Nov 2009, 21:05

Jetzt wirds mal ein bisschen schwierig. Habt ihr Lust, euch mal daran zu wagen, wem Jesus predigte?

1. Petrus 3,19:
Denn auch Christus hat "einmal" für die Sünden gelitten, der Gerechte
für die Ungerechten, damit er euch zu Gott führte, und ist getötet nach
dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] die einst ungehorsam waren, als Gott harrte und Geduld hatte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute


1. Petrus 4,6:
aber sie werden Rechenschaft geben müssen dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten. [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] Denn
dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach
Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise das
Leben haben im Geist.


Wenn mit "Geistern im Gefängnis" die Toten aus der Zeit Noahs gemeint sind, dann wundere ich mich, warum denn statt Gefängnis nicht Hades dort steht.
Außerdem hatten die jetzt Toten aus der Zeit Noahs doch ihre Predigt. Jedenfalls wird Noah in 2. Petrus 2,5 als Prediger der Gerechtigkeit benannt.

Weiterhin widerspricht der Vers der (m.E. irrtümlichen) Annahme, man würde im Totenreich nur "schlafen", also nichts hören und sehen.
Und

Auch wenn die Toten aus dem alten Bund in Hebr. 12,23 als "Geister" benannt sind, habe ich mir überlegt, 1. Petrus 3,19 vielleicht die gefallenen Engel meinen könnte aus Judas 6?

Noch mehr bin ich erstaunt, dass in meiner Lutherbibel von 1. Petrus 4,6 ein Querverweis zu 1. Petrus 3,19 gesetzt ist.

Ich habe 1. Petrus 4, 6 so verstanden, dass das Evangelium den Menschen, die jetzt tot sind zu Lebzeiten gepredigt wurde. Damit ist den (jetzt!!) Toten das Evangelium verkündet worden. Was den "Geistern im Gefängnis" gepredigt wurde ist, uns nicht gesagt.

heidi

Heidi
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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Harald am Fr 13 Nov 2009, 00:01

Hallo,
meine Vorstellung war wohl auch nicht ganz richtig. Darum hier mal ein Kommentar aus dem Sword-Project (einer kostenlosen PC-Bibel):

Stelle: 1. Petrus 3:19-20
Röm.8,7-8.16.18 zeigt: Jeder Nachkomme Adams ist von Geburt an »im Fleisch« und daher völlig unfähig, nach Gottes Maßstäben zu leben. Jedoch wird den Menschen, die Gottes Gesetz nicht kennen, ihre Sünde aufgrund ihrer Natur nicht als moralische Schuld angerechnet (Röm.5,13). Adam hatte das Gesetz, nicht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen. Danach hatten die Menschen bis Noah gar kein Gesetz. Seit Noah gibt es das Gesetz der Todesstrafe auf Mord und das Verbot, Blut zu essen (1.Mo.9,4.6). Weil Kain kein Gesetz kannte, musste er für seinen Mord nicht sterben (1.Mo.4,15). Und weil die Menschen nach Abel bis Noah ebenfalls kein Gesetz kannten (und daher durch ihr naturgemäßes sündigen keine moralische Schuld hatten (Röm.5,13)), wurde ihnen, und nur ihnen, noch nach ihrem Tod die Möglichkeit gegeben, Christus anzunehmen - trotz dass sie Gott einst ungehorsam waren (1.Petr.3,20). Der Text in 1.Petr.3,19-20 erscheint nämlich so, dass Christus den Geistern predigte, die nach ihrem Ungehorsam zur Zeit Noahs (griech. »pote«: »einst«; 1.Petr.3,20) ins Gefängnis geworfen waren. Dass also Christus ihnen nach ihrem Tod predigte. Ansonsten würde man nämlich ungefähr folgenden Text erwarten: »in welchem er auch einst hinging und den Geistern im Gefängnis predigte, die aber nicht gehorchten, als Gottes Langmut zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in welcher wenige, nämlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durchs Wasser.« Also hat Christus den gefangenen Geistern nach ihrem Tod gepredigt. Aber vor oder nach dem Tod Christi? Erst nach SEINEM Tod (hier: und vor seiner leiblichen Auferstehung; 1.Petr.3,18) gab es einen passenden Inhalt der Predigt, nämlich die Errettung durch die kostenlose Gnade Christi. (Möglichkeit zur weiteren Untersuchung: 1.Petr.4,5-6) (Warum aber sagt Röm.5,14, dass erst mit Mose das Gesetz und damit die Anrechnung der Sünde kam, nicht schon mit Noah wie hier vorausgesetzt?)

Grüße Harald

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Harald am Fr 13 Nov 2009, 00:52

weiterer Kommentar:
wie ich diesen Kommentar verstehe, hat nicht Jesus persönlich im Totenreich gepredigt, sondern im Geiste damals live zu Noahs Zeiten durch Noah ... Aber: Noah konnte doch wohl nicht die ganze damalige Weltbevölkerung - wie viel oder wenig das auch gewesen sein mögen - mit seiner Predigt erreichen?

Nachdem Gott vielfältig und auf mancherlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohne (Heb 1,1).
Gott sprach also zu dem Volk. Aber das geschah durch den Mund Seiner Knechte. Petrus hatte auch schon gesagt, dass die Propheten durch den Geist Christi sprachen (1. Pet 1,11).
Die Predigt Christi durch Noah war also an den Geist des Menschen jener Zeit gerichtet. Ihre Leiber mögen in der Sintflut umgekommen sein, weil sie ungehorsam waren, ihr Geist und die Seele starben nicht. Sie werden durch Gott für das Endgericht aufbewahrt (2. Pet 2,9), um dann, wiedervereinigt mit dem Leib, wegen der Verwerfung des Zeugnisses des Geistes Christi ihr endgültiges Gericht zu empfangen.
Die Toten sind also nicht tot, die Leiber schon, aber ihr Geist und die Seele starben nicht. Sie werden durch Gott für das Endgericht aufbewahrt (2. Pet 2,9)

Nicht alle Gestorbenen sind in dem Gefängnis. Das wird allein von dieser ausdrücklich begrenzten Gruppe gesagt. Aus Stellen wie 2. Pet 2,9; Lk 16,23-28 u.a. können wir aber, wie ich denke, ableiten, dass alle Ungläubigen dort sind. Für die entschlafenen Gläubigen trifft das aber bestimmt nicht zu. Sie sind mit Christus im Paradies (Lk 23,43; 2. Kor 12,4; Phil 1,21-23). Das ist ein wunderbarer, gesegneter Ort, der sicher nicht Gefängnis genannt werden kann.
...
Der Herr vergleicht die Zeit Noahs mit der Zeit kurz vor Seiner Ankunft. Nun, wir wissen, dass Er bereit steht, Lebendige und Tote zu richten (1. Pet 4,5). Es gibt aber Dinge, die die volle Offenbarung des Bösen und damit das Gericht zurückhalten (2. Thes 2,7-12). Doch wissen wir, dass diese Zurückhaltung jeden Augenblick an ihr Ende gelangen kann. Dann ist die Gnadenzeit für alle vorüber, die die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben.
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Grüße

Die zwei Kommentare widersprechen sich in meinen Augen etwas. Für mich persönlich und ich denke auch insgesamt für uns, die wir heute leben - NACH dem Tod und der Auferstehung Jesu´ - ist das Thema nicht ganz so wichtig. Klar wird es dann ganz aktuell und wichtig, wenn man sich daran erinnert, daß Noah auch viele Jahre predigte, daß die Menschen um ihn rum umkehren sollen von ihrem verkehrten Weg. Sie hörten alle nicht, und irgendwann stieg das Wasser und alle kamen um. So wird es wieder kommen, es gibt mal ein zu spät und dann sind die Menschen verloren, die Jesus nicht angenommen haben.

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Günter am Fr 13 Nov 2009, 08:16

Im apostolischen Glaubensbekenntnis steht: "hinab gestiegen in das Reich des Todes". Und laut 1. Petrus 3,19 und 4,6 hat er gepredigt im " Reich des Todes". Das kann ich aus der Bibel auch zweifelsfrei herauslesen.

Wem er da genau gepredigt hat, ist für mich ebenso offen, wie die Frage, ob die Zuhörer das Evangelium angenommen haben, oder ob sie überhaupt noch eine Entscheidungsmöglichkeit hatten. In den einschlägigen Kommentaren schießen die Vermutungen ins Kraut. Auch die namhaften Kommentatoren überzeugen mich da eher nicht, zumal sich die Kommentare auch noch widersprechen.

Ich nehme mal die Vermutungen zur Kenntnis und bleibe bei dem, was für mich gesichert ist:
Jesus ist hinab gestiegen ins Reich des Todes und er hat da gepredigt.

Mehr gibt die Bibel nach meinem derzeitigen Kenntnisstand nicht her, ich bin da aber offen für weitere Aussagen, wenn sie sich denn belegen lassen.



Viele Grüße und Gottes Segen,


<°)))>< Günter

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Gast am Fr 13 Nov 2009, 08:37

Harald / Kommantar 1 schrieb:keine moralische Schuld
Irgendwie kann ich dem Kommentar nicht so wirklich folgen, zumal dort doch einige lehrmäßige Irrungen vorhanden sind.
Harald schrieb:Und weil die Menschen nach Abel bis Noah ebenfalls kein Gesetz kannten
Das ist zwar richtig, übersieht aber vollkommen, dass das Gesetz nur Israel gegeben war. »die da sind von Israel, welchen gehört die Kindschaft und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen;« (Roemer 9,4; Lut1912)
In der Konsequenz waren die Heiden niemals "unter Gesetz", dass ist es ja gerade was der Römerbrief zeigt. Diejenige unter Gesetz (Juden) und diejenigen ohne Gesetz (Heiden) hatten in gleicher Weise gesündigt: »Welche ohne Gesetz gesündigt haben, die werden auch ohne Gesetz verloren werden; und welche unter dem Gesetz gesündigt haben, die werden durchs Gesetz verurteilt werden« (Römer 2,12; Lut1912)

Hinzu kommt, das die Sintflut die damalige Generation ja nicht deswegen traf, weil sie "keine moralische Schuld" hatten, sondern aus genau dem gegenteiligen Grund!
Harald / Kommentar 1 schrieb:noch nach ihrem Tod die Möglichkeit gegeben
Das ist nicht nur reine Spekulation, denn der Text sagt nicht worüber der Herr gepredigt hat, sondern widerspricht auch anderen klaren Stellen der Schrift. »Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht« (Hebraeer 9,27; Lut1912)

Der Punkt ist, dass diese Stelle nicht einfach zu verstehen ist - und um der Wahrheit die Ehre zu geben: Ich verstehe sie auch nicht. Nach reformatorischem Bibelverständnis, müssen wir unklare Bibelstellen jedoch immer im Licht der klaren Stellen sehen. Und dann kann ich aus dieser Stelle nicht einfach Dinge heraus ableiten, die nicht mit dem Gesamtzusammenhang der Schrift in Einklang zu bringen sind.

Ein Bruder hatte vor kurzem mir gegenüber etwas zu dieser Stelle geäußert, aber ich habe es leider nicht mehr ganz behalten, das es in einigen Nebensätzen war. Ich kann da mal nachfragen, sobald ich ihn das nächste Mal sehe und sofern ich noch daran denke. Das kann aber eine Weile dauern...
Günter schrieb:Im apostolischen Glaubensbekenntnis steht: "hinab gestiegen in das Reich des Todes"
Die Frage ist, ob das so überhaupt richtig ist! »Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.« (Lukas 23,43; Lut1912).

Es heißt ja in der zu betrachtenden Stelle: »In demselben ist er auch hingegangen und hat gepredigt...« Das heißt: In demselben Geist, der zuvor beschrieben wurde. Aber: Eine Zeitangabe, wann er "hingegangen und gepredigt" hat, steht dort nirgends! Nur das der Herr in demselben Geist ging, nach welchem Geist Er auch lebendig gemacht wurde.
Ich habe ganz starke Zweifel, das dieses Predigen in den drei Tagen bis zur Auferstehung stattgefunden hat.
Anders gesagt: Was ist die exegetische Begründung für das "Hinabgestiegen"? Ich sehe keine.

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Gast am Fr 13 Nov 2009, 08:56

Nachtrag zu 1. Petrus 4,6 - »gerichtet werden im Fleisch«

Zum Verständnis des Verses muss berücksichtigt werden, dass Tote im Sinn von Gestorbene nicht mehr "im Fleisch" sind. Auch diese Stelle taugt also überhaupt nicht dazu eine nachträgliche "Entscheidung" irgendwelcher Art zu lehren...

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am Sa 14 Nov 2009, 17:44

Harald schrieb:

Und weil die Menschen nach Abel bis Noah
ebenfalls kein Gesetz kannten (und daher durch ihr naturgemäßes
sündigen keine moralische Schuld hatten (Röm.5,13)), wurde ihnen, und
nur ihnen, noch nach ihrem Tod die Möglichkeit gegeben, Christus
anzunehmen - trotz dass sie Gott einst ungehorsam waren.....

(Warum aber sagt Röm.5,14, dass erst mit Mose das Gesetz und damit die
Anrechnung der Sünde kam, nicht schon mit Noah wie hier vorausgesetzt?)

Also ich zitiere erst mal Römer 5,13:
Denn die Sünde war wohl in der Welt, bevor das Gesetz kam; aber wo kein Gesetz ist, wird Sünde nicht angerechnet.


Tobias schrieb dazu noch, dass das Gesetz ja den Israeliten gegeben
wurde, was die Frage noch schwieriger macht. Aber ich denke, fast alle
Menschen auf der Welt kennen das Gesetz Gottes und können es, verbunden mit ihrem Gewissen, als verbindlich annehmen.


Also, die Menschen zur Zeit Noahs waren immer nur und immerzu voller
Bosheit und alles in ihren Herzen war nur böse und sie waren total
gottlos (1. Mo. 6,5; 2. Pt. 2,5)
. Und wenn sie gottlos waren und Gott als gerechter Richter mangels Gesetz kein Urteil sprechen kann, gibt Er ihnen mit der Predigt des Jesus eine Möglichkeit sich ihm zuzuwenden oder bei ihrer Entscheidung zu bleiben, gottlos zu sein. Im ersten Moment kann man denken, dass sich nun jeder von den Leuten um Noahs Zeit unbedingt f ü r Jesus entscheiden wird, aber die Menschen ändern sich ja nicht - und zu
jeder Zeit entscheiden sich viele gegen Gott, obwohl sich Gott ihnen
offenbart hat. Und keiner von uns weiß genau, wie die Hölle in Gottesferne aussehen wird - auch die Leute um Noahs Zeit werden diesen Wissensvorsprung nicht haben.

Den Begriff "nach Menschenweise gerichtet zu werden" aus 1.Petr. 4,6
verstehe ich so, dass es die W e i s e ist, nach der M e n s c h e n nach der Sünde Adams gerichtet werden = der l e i b l i c h e Tod.

Mit dem 2. Kommentarposting von Harald kann ich nicht so viel anfangen.
Ich glaube aber auch, dass es zwei "Abteilungen" im Totenreich gibt,
bis das neue Jerusalem kommt, eine für die Geretteten und eine für die,
die keinen Bund mit Gott wollten.

Zu Günters Kommentar fiel mir ein, dass man sich mal die Mühe machen
kann, nachzusuchen, w a s überhaupt in der Bibel als Predigt
bezeichnet wird. Ich weiß jetzt nur, dass man das Evangelium predigen
soll, in allen Facetten die ich mal hier im Forum unter "Was ist das
Evangelium" rausgesucht habe. Ich weiß nun nicht, ob es auch ein
"Gericht bzw. Verdammnis predigen" o.ä. gibt. Günter hast du nicht
Lust, das rauszusuchen?

Boah, Tobias, du hast Recht - nirgendwo steht, dass Jesus in den 3 Tagen bis zu seiner leiblichen Auferstehung in dem "Gefängnis predigte", sondern er sagte zu dem Schächer am Kreuz, dass dieser mit Ihm im Paradiese sei. Woher kommt denn überhaupt diese Annahme? Bestimmt aus dem sogenannten Glaubensbekenntnis in den Kirchen, wo man sagt: ...gekreuzigt, gestorben und begraben. Hinabgestiegen in das Reich er Toten, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel...

Römer 2,12 (ohne Gesetz verloren gehen) ist in Verbindung mit Römer 5,13 (wo kein Gesetz, da keine Anrechnung von Sünde) schwer zu verstehen. Ich kann dann nur nach Off. 20,12 b annehmen, dass die Unwissenden nach ihren Werken gerichtet werden und ob sie ein unverletztes Gewissen haben vor Gott und den Menschen (Rö. 2,15). Wenn du da noch ergänzen kannst, würde ich mich freuen. Und ja, frag mal den anderen Bruder.

heidi

PS: Danke für eure Mühe - auch wenns richtig Zeit und Nachschlagen kostet, kommen wir nur so weiter...die Gläubigen damals mussten auch richtig forschen.

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Gast am Sa 14 Nov 2009, 18:22

Heidi schrieb:...kennen das Gesetz Gottes und können es, verbunden mit ihrem Gewissen, als verbindlich annehmen.
Es geht aber nicht darum das Gesetz anzunehmen. »Jetzt aber ist, ohne Gesetz (!!!), Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten:« (Römer 3,21; Elb.)
Der Gläubige ist dem Gesetz gestorben – das ist die ganze Lehre aus Römer 6 und speziell Römer 7, sowie dem ganzen Galaterbrief!

»Und ich bin den Juden geworden wie ein Jude, auf daß ich die Juden gewinne; denen, die unter Gesetz sind, wie unter Gesetz (wiewohl ich selbst nicht unter Gesetz bin), auf daß ich die, welche unter Gesetz sind, gewinne; denen, die ohne Gesetz sind, wie ohne Gesetz (wiewohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern Christo gesetzmäßig unterworfen), auf daß ich die, welche ohne Gesetz sind, gewinne.« (1. Korinther 9,20-21; Elb.)
Man kann das nicht oft genug wiederholen: Der Gläubige ist nicht unter (mosaischem) Gesetz, sondern (!) Christus gesetzmäßig unterworfen. Wer da nicht klar sieht - und das habe ich früher auch nicht - kommt zu völlig falschen Schlussfolgerungen.
C.H.Mackintosh schrieb:Die Forderungen des Gesetzes können niemals verringert werden, auch durch die Gnade nicht. Der Mensch aber, der seine Unzulänglichkeit vor dem Gesetz erkennt, versucht immer, das Gesetz in seinem Anspruch zu erniedrigen. Solche Anstrengungen sind jedoch vergeblich. Das Gesetz bleibt in seiner ganzen Reinheit, Majestät und Strenge bestehen und wird von seiner Forderung eines vollkommenen Gehorsams auch nicht um Haaresbreite ablassen. Wo aber ist der Mensch, wiedergeboren oder nicht wiedergeboren, der eine solche Forderung jemals erfüllen könnte? Man wird vielleicht sagen, dass wir in Christus die Vollkommenheit besitzen. Allerdings. Aber wodurch haben wir sie erlangt? Nicht durch Gesetz, sondern allein durch Gnade. Wir dürfen diese beiden Grundsätze auf keinen Fall durcheinanderbringen. Die Heilige Schrift belehrt uns ausführlich und deutlich, dass wir weder durch das Gesetz gerechtfertigt sind, noch dass es die Richtschnur unseres Lebens ist. Das, was nur verfluchen kann, kann niemals rechtfertigen, und das, was nur zu töten vermag, kann niemals eine Lebensregel sein.
(...)
Die Grundlage des Lebens für den Sünder und die Richtschnur des Lebens für den Gläubigen ist also nicht im Gesetz zu finden, sondern nur in Christus. Er ist unser Leben, und Er ist die Richtschnur unseres Lebens. Das Gesetz kann nur verfluchen und töten. Christus ist unser Leben und unsere Gerechtigkeit.

Quelle: C.H.Mackintosh, Welche Bedeutung hat das Gesetz für den Christen?, http://www.soundwords.de/

Heidi schrieb:(wo kein Gesetz, da keine Anrechnung von Sünde) schwer zu verstehen
Nein, warum?
»Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.« (1. Johannes 3,4; Elb.)
Die Bibel unterscheidet zwischen „Gesetzlosigkeit“ und „Übertretung“. Übertretung findet dort statt, wo Gott klare Anordnungen gegeben hat. Von Adam auf Mose sündigten und starben die Menschen auch, aber nicht wegen „Übertretung“, sondern wegen „Gesetzlosigkeit“.
Deshalb hatte ich ja angeführt: »Welche ohne Gesetz gesündigt haben…« (Römer 2,12a; Lut1912).

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am Sa 14 Nov 2009, 19:27

Lieber Tobias,

ich tu mich damit immer noch schwer, was es heißt, ohne Gesetz zu sündigen und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.

Ich verstehe das nur in etwa, wenn ich Rö. 2,15 dazu nehme:
Sie beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihren Herzen geschrieben ist, indem ihr Gewissen mit Zeugnis gibt und ihre Gedanken sich untereinander anklagen oder auch entschuldigen

Demnach hat Gott den Menschen also vor Mose kein Gesetz (Gebote) gegeben und sie waren nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet?!? Das Gewissen aber hat das Gesetz ins Herz geschrieben.

D.h. bei jedem Menschen wird das Gewissen mal laut oder leise anklingeln und mahnen, sich mit der Frage nach Gott zu beschäftigen bzw. seine Taten (klauen, betrügen, ehebrechen) als schlecht zu erkennen. Ist es so richtig?

heidi

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Günter am So 15 Nov 2009, 10:09

Heidi schrieb:
Zu Günters Kommentar fiel mir ein, dass man sich mal die Mühe machen
kann, nachzusuchen, w a s überhaupt in der Bibel als Predigt
bezeichnet wird. Ich weiß jetzt nur, dass man das Evangelium predigen
soll, in allen Facetten die ich mal hier im Forum unter "Was ist das
Evangelium" rausgesucht habe. Ich weiß nun nicht, ob es auch ein
"Gericht bzw. Verdammnis predigen" o.ä. gibt. Günter hast du nicht
Lust, das rauszusuchen?
Das habe ich in der großen Konkordanz zur Elberfelder Bibel gefunden:

predigen

jener Prophet ... hat Abfall vom HERRN ... gepredigt 5Mo 13,6
du hast Ungehorsam gegen den HERRN gepredigt Jer 28,16
er hat Ungehorsam gegen den HERRN gepredigt Jer 29,32
Johannes der Täufer ... p. in der Wüste von Judäa Mt 3,1
Von da an begann Jesus zu predigen ...: Tut Buße Mt 4,17
er ... predigte das Evangelium des Reiches und heilte Mt 4,23
Jesus ... predigte das Evangelium des Reiches und heilte Mt 9,35
Wenn ihr ... hingeht, predigt ...: Das Reich der Himmel Mt 10,7
ging er von dort weg, um in ihren Städten ... zu p. Mt 11,1
dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden Mt 24,14
Wo dieses Evangelium gepredigt werden wird Mt 26,13
Johannes ... p. die Taufe der Buße zur Vergebung Mk 1,4
er predigte ...: Nach mir kommt der, der stärker ist Mk 1,7
kam Jesus nach Galiläa und p. das Evangelium Gottes Mk 1,14
die benachbart. Marktflecken ..., damit ich auch dort p. Mk 1,38
er ... predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa Mk 1,39
er berief zwölf, ... damit er sie aussende, zu predigen Mk 3,14
sie zogen aus und predigten, daß sie Buße tun sollten Mk 6,12
allen Nationen muß vorher d. Evangelium gepredigt w. Mk 13,10
Wo das Evangelium gepredigt werden wird Mk 14,9
predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Mk 16,15
Jene aber zogen aus und predigten überall Mk 16,20
und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung Lk 3,3
er predigte in den Synagogen von Galiläa Lk 4,44
Städte und Dörfer durchzog, indem er predigte Lk 8,1
er sandte sie, das Reich Gottes zu predigen Lk 9,2
Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden Lk 24,47
Philippus ... predigte ihnen den Christus Apg 8,5
sogleich predigte er in den Synagogen Jesus Apg 9,20
nach der Taufe, die Johannes predigte Apg 10,37
er hat uns befohlen, dem Volk zu predigen Apg 10,42
Denn Mose hat ... in jeder Stadt <solche>, die ihn p. Apg 15,21
Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus predigt Apg 19,13
ihr alle, unter denen ich ... das Reich gepredigt habe Apg 20,25
er predigte das Reich Gottes und lehrte die Dinge Apg 28,31
Der du predigst, man solle nicht stehlen, du stiehlst Röm 2,21
Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen Röm 10,8
Wie aber sollen sie p., wenn sie nicht gesandt sind? Röm 10,15
predigen wir Christus als gekreuzigt 1Kor 1,23
damit ich nicht, nachdem ich anderen gepredigt 1Kor 9,27
so ... predigen wir, und so seid ihr zum Glauben gekom. 1Kor 15,11
Wenn aber gepredigt wird, daß Chr. ... auferweckt sei 1Kor 15,12
Chr. J., der unter euch durch uns gepredigt w. ist 2Kor 1,19
Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Chr. J. 2Kor 4,5
wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben 2Kor 11,4
das Evangelium ..., das ich unter den Nationen p. Gal 2,2
Ich aber, ... wenn ich noch Beschneidung predige Gal 5,11
Einige zwar p. Christus auch aus Neid und Streit Phil 1,15
Evangeliums, ... das in d. ganz. Schöpfung ... gepredigt Kol 1,23
haben wir euch das Evangelium Gottes gepredigt 1Thes 2,9
gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt 1Tim 3,16
Predige das Wort, stehe bereit 2Tim 4,2
und hat den Geistern im Gefängnis gepredigt 1Petr 3,19


Prediger

Worte des P., des Sohnes Davids, des Königs in Jerus. Pred 1,1
Nichtigkeit der Nichtigkeiten! – spricht der Prediger Pred 1,2
Ich, <der> P., war König über Israel in Jerusalem Pred 1,12
dies fand ich, spricht der Prediger Pred 7,27
Nichtigkeit der Nichtigkeiten! spricht der Prediger Pred 12,8
darüber hinaus, daß der Prediger weise war Pred 12,9
Der Prediger suchte, wohlgefällige Worte zu finden Pred 12,10
Wie aber sollen sie hören ohne einen Prediger? Röm 10,14
<nur> Noah, den Prediger der Gerechtigkeit 2Petr 2,5


Predigt

Männer von Ninive ... taten Buße auf die Predigt Jonas Mt 12,41; Lk 11,32
zu stärken vermag nach ... der Predigt von J. Chr. Röm 16,25
durch die Torheit der P. die Glaubenden zu erretten 1Kor 1,21
meine P. <bestand> nicht in überredenden Worten 1Kor 2,4
so ist also auch unsere Predigt inhaltslos 1Kor 15,14
damit durch mich die Predigt vollbracht werde 2Tim 4,17
geoffenbart durch die P., die mir ... anvertraut w. ist Tit 1,3



Viele Grüße und Gottes Segen,


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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am So 15 Nov 2009, 20:42

Vielen Dank, Günter...nun habe ich mich ganz verzettelt, weil ich vergessen hatte, dass die Noah Leute ja ihre Predigt schon zu Lebzeiten hatten durch Noah, wie es dort steht:
2. Petr. 2,5:
..Noah, den Prediger der Gerechtigkeit..


Aus den vielen Stellen weiß ich nun gar nicht mehr, was Jesus gepredigt haben könnte, w e n n er den Toten predigte. Ein Christ erklärte mir näher, dass der Vers doch so verstanden werden kann, dass den "Noah-Leuten" die j e t z t im Gefängnis (Totenreichabteilung für Ungläubige) sind, zu L e b z e i t e n durch den Herrn gepredigt wurde.

Ich lege das wohl erstmal "aus Eis".

heidi

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Gast am So 15 Nov 2009, 21:14

Heidi schrieb:Das Gewissen aber hat das Gesetz ins Herz geschrieben.
Nein! Sieh mal, wir müssen die Schrift immer ganz genau lesen. Was wurde in das Herz geschrieben? »das Werk des Gesetzes«. Nicht das Gesetz, sondern das Werk des Gesetzes!
Heidi schrieb:Demnach hat Gott den Menschen also vor Mose kein Gesetz (Gebote) gegeben und sie waren nur ihrem Gewissen gegenüber verpflichtet?!?
Gewissermaßen. Aber alle haben ohne Gesetz gesündigt und das Gewissen allein erwies sich als untauglich, weswegen das "Zeitalter des Gewissens" in der weltweiten Flut endete. Es folgte das "Zeitalter der Regierung" von Noah bis Abraham; Gott gab dem Menschen die Autorität zu richten (1. Mose 9,6) - wir erinnern uns, das Kain nach seinem Mord an Abel nicht angetastet werden sollte (1. Mose 4,15). Jetzt aber gibt Gott gewissermaßen einen Teil seiner Regierung in die Hand des Menschen, der erneut versagt und durch die Sprachverwirrung gerichtet wird. Usw.

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Günter am So 15 Nov 2009, 23:40

T. J. Walker schrieb:
Aber alle haben ohne Gesetz gesündigt und das Gewissen allein erwies sich als untauglich, weswegen das "Zeitalter des Gewissens" in der weltweiten Flut endete.
Über das Gewissen hat Spugeon gesagt:

Es ist eine schreckliche Sache, wenn man anfängt, das Gewissen hart werden zu lassen, denn dann heißt es, daß sie bald „in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt" sind (1. Timotheus 4,2). Es ist wie das Gefrieren eines Teiches. Der erste Überzug von Eis ist kaum wahrnehmbar. Haltet das Wasser in Bewegung, und es wird nie zu Eis werden. Aber laßt es sich erst überziehen, so wird die Eisschicht dicker und immer dicker. Schließlich ist sie dann so fest, daß ein Wagen über das gefrorene Wasser fahren kann. So ist es mit dem Gewissen; es überzieht sich allmählich, und zuletzt wird es unempfindlich und kann ein großes Gewicht an Sünden tragen.

Quelle: C.H. Spurgeon: "Der gute Kampf des Glaubens - Alttestamentliche Predigten"
Ich habe den Eindruck, dass das Gewissen (auch wenn man es permanent an der Bibel neu ausrichten/eichen muss) doch recht gut bei Unrecht anschlägt. Warum sonst versuchen z.B. die Politiker sonst, uns so viel zu verheimlichen?

Bleibt noch die Frage, warum das Gewissen einigermaßen funktioniert, aber untauglich ist, Sünde zu verhindern.

Liegt das vielleicht auch daran, dass viele von uns den Kontakt mit Gott aus Zeitgründen und schließlich aus mangelndem Interesse eingestellt haben? Die materiellen Bedürfnisse zu befriedigen erfordert Zeit und Kraft, die an anderer Stelle fehlen.

"Wie zahlreich sind doch die Dinge, deren ich nicht bedarf."
Sokrates (ca. 470-399)

Etwas moderner ausgedrückt:
"Wir kaufen Dinge, die wir uns eigentlich nicht Leisten können, mit Geld, das wir nicht haben um Leute zu beeindrucken, die wir nicht leiden können."

Da ist dann alles wichtiger als Gott. Der tritt in den Hintergrung und bleibt auf der Strecke. Also sprach Nietzsche: "Gott ist tot!". Der nicht an Gott gebundene Mensch hält sich für autonom und kennt keine Einschränkungen in seinem Handeln. Der an Gott glaubende Mensch wird nach biblischen Massstäben suchen und nicht alles tun, was machbar ist.

Ich hoffe, dass ich nicht zu weit vom Thema abgekommen bin.



Viele Grüße und Gottes Segen,


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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Otto am Mi 25 Nov 2009, 23:36

Wie verstehe ichdann, wenn Jesus in den drei Tagen in denen er im Scheul war und gepredigt hat...
Luk. 23; 43: Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.
L.G. Otto
P.S.: Heidi würde wieder sagen, der Otto hat natürlich schon wieder ein Haar in der Suppe gefunden! Shocked

Otto
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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am Do 26 Nov 2009, 16:26

Otto, alles voller Haare - hast du bald die Perücke fertig?

Nö, diesmal kannst du mich nicht schocken. Manche Christen glauben nämlich, dass das Totenreich aus 2 Abteilungen besteht...der paradiesischen und der für die "Bösen", die sich nicht vergeben lassen wollten.

Da gibts ein paar Belegstellen, dass man nach dem Tod gleich beim Herrn ist..aber den Auferstehungsleib, den gibt es dann, wenn Jesus wiederkommt für alle...für die dann Lebenden und die bereits im Herrn Gestorbenen.

Eiliger Gruß, daher ohne Bibelstellen...kannst du selber suchen...aber Finger weg von der Suppe. *gg*
heidi

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Otto am Do 26 Nov 2009, 21:57

Je nun, Heidi, jetzt weiss ich nur net, ob ich die Perücke auf habe und mir deren Haare in die Augen gefallen sind, denn ich kann nix anfangen mit Deiner Antwort:
Manche Christen glauben nämlich, dass das Totenreich aus 2 Abteilungen besteht...der paradiesischen und der für die "Bösen", die sich nicht vergeben lassen wollten.
Ich kenne nur aus der Mythologie der Ägypter, Kelten, Germanen und Griechen sowas oder sowas ähnliches wie paradiesische Totenreiche, aber auf  diese wirst Du Dich sicherlich nicht beziehen. Übrigens, wer sollte sich nicht von Gott vergeben lassen wollen?
Da gibts ein paar Belegstellen, dass man nach dem Tod gleich beim Herrn ist..aber den Auferstehungsleib, den gibt es dann, wenn Jesus wiederkommt für alle...für die dann Lebenden und die bereits im Herrn Gestorbenen.
Das beantwortet nicht meine Frage betreffend der Lukas-Bibelstell von der ich schrieb. Übrigens, ich kann keine biblische Belegstelle darüber finden, tut mir leid.
Vielleicht sehe ich vor lauter Haare die Perücke nicht.
L.G. Otto confused

Otto
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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Günter am Do 26 Nov 2009, 23:40

Hallo Otto;

hier ist so eine Belegstelle über die zwei Abteilungen im Hades: Lk 16,19 - Vom reichen Mann und armen Lazarus


Viele Grüße und Gottes Segen,

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Gast am Fr 27 Nov 2009, 00:10

Günter schrieb:Vom reichen Mann und armen Lazarus
Im Übrigen ist das kein Gleichnis - in Gleichnissen werden nie Namen genannt. Ihr könnt das ja selber nachprüfen!

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am Fr 27 Nov 2009, 00:35

Otto schrieb: Das beantwortet nicht meine Frage betreffend der Lukas-Bibelstell von der ich schrieb.

Lieber Otto!

Aus 1. Petrus 3,18 kannst du ableiten, dass die Predigt im Totenreich (wenn das Gefängnis denn nun wirklich das Totenreich ist) erst nach leiblichem Tod und Auferstehung Jesu erfolgt ist.
Aber es steht nicht dort, dass er d i r e k t innerhalb der 3 Tage zu den "Geistern im Gefängnis" ging, oder wo liest du das heraus?

Lieber Tobias,

interessanter Hinweis mit den Namen und den Gleichnissen. Da siehst du aber auch, dass Gott die Namen der Seinen kennt.

heidi

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Otto am Fr 27 Nov 2009, 07:20

Nun, liebe Heidi, ich hatte dies aus dem apostolischen Glaubensbekenntnis so vermutet, dass Jesus ins Totenreich abgestiegen ist, was ja auch stimmt und dann dort gepredigt hatte. Der Fehler meiner Denke war, dass gleich nach der Stelle wo es heisst, dass er abgestiegen in den Hades und nach drei Tagen auferstanden ist, usw. ich dies gleich mit Petrus 3: 19 assoziierte.
Meine Frage aber - vielleicht hätte ich sie auch besser in einen diesbezüglichen neuen Thema stellen sollen, sorry - die bezog sich darauf, dass Jesus eben drei Tage im Scheul war und wie er dann mit dem Mitgekreuzigten "...noch heute im Paradies" sein konnte, wenn er erst einmal für drei Tage weg vom Fenster war und sich danach noch einmal für eine gewisse Zeit auf Erden tummelte.
L.G. Otto, seufz!

Otto
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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Günter am So 29 Nov 2009, 22:00

Hallo Otto,

Otto schrieb:
Meine Frage aber ..... die bezog sich darauf, dass Jesus eben drei Tage im Scheul war und wie er dann mit dem Mitgekreuzigten "...noch heute im Paradies" sein konnte, wenn er erst einmal für drei Tage weg vom Fenster war und sich danach noch einmal für eine gewisse Zeit auf Erden tummelte.
Mag sein, dass ich gerade den Überblick verloren habe, aber wo genau in der Bibel steht das nun eigentlich, dass Jesus unmittelbar nach seinem Tod am Kreuz 3 Tage im Scheul war (und deshalb nicht gleichzeitig im Paradies sein konnte)? Das apostholische Glaubensbekenntnis als Belegstelle ist für mich keine ausreichende Quellenangabe.


Viele Grüße und Gottes Segen,


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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Otto am Mo 30 Nov 2009, 00:25

Hallo Günther,
Siehste, da hamwa wieder den Salat: Das kommt noch aus meiner Katholikenzeit, denn da wurde das Glaubensbekenntnis derart heruntergeleiert; da gibt es die Passage:...gekreuzigt, gestorben, begraben, abgestiegen zur Hölle und am dritten Tage wieder aufgestanden von dem Tode...". Also betete ich es als Kind. Als Erwachsener dann nicht mehr, nachdem ich aus der Kirche schon längst ausgetreten war.
Ja, aber wo war er nu wirklich die drei Tage? Bin verwirrt.
L.G. Otto

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Heidi am Mo 30 Nov 2009, 14:33

Otto schrieb:
Ja, aber wo war er nu wirklich die drei Tage?

Im Paradies!, so hat er es dem Mitgekreuzigten ja gesagt.

Er war jedenfalls noch nicht aufgefahren zum Vater. (Joh. 20,17)
Das Paradies ist wohl einige Himmelsetagen tiefer:

Erinnere dich mal an 2. Kor. 12,2-4, wo Paulus eine kleinen Blick ins Paradies tun durfte:
Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor 14 Jahren (ob im Leib
oder ob außerhalb des Leibes, ich weiß es nicht; Gott weiß es) bis in
den dritten Himmel
entrückt wurde. Und ich weiß von dem betreffenden Menschen (ob im Leib oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es), daß er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht sagen darf.

grüße von heidi

PS: im evangelischen Glaubensbekenntnis heißt es übrigens: Hinabgestiegen in das Reich des Todes.

Heidi
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Jesus predigt den Toten?

Beitrag  UriKulm am Fr 17 März 2017, 22:57

Glaubensbekenntnis mit Irrtum?
Christus war im „Totenreich“ und hat dort Ungehorsamen/Toten gepredigt?

> Begriffliche und sachliche Klärung

Gestorbensein, Totsein heißt: von einem Zustand in einen anderen Hinübergegangensein, getrennt zu sein vom ursprünglichen Zustand. Vom Leben zum Tod.

> Leiblicher Tod

Der Leib stirbt und bleibt zunächst auf der Erde, wirdwie ein Samenkorn in die Erde gelegt, und wird der Verwesung anheim gegeben bis zur Auferweckung.

Aber die ewig unsterbliche Seele und der Geist, das Bewusstsein des Menschen, die Person, geht mit Eintreten des Todes des Leibes an ihren Aufbewahrungsort bis zur Auferstehung.
- Der Gläubige geht zu Christus ins Paradies bis zur ersten Auferstehung zum ewigen Leben.
- Der Ungläubige geht in den Hades, den Ort der Qual bis zur zweiten Auferstehung zum Gericht und zum ewigen zweiten Tod.  

> Geistlicher Tod

Totsein heißt aber auch für den lebenden natürlichen Menschen, dass der geistliche Zustand eine Trennung vom Ursprung, von Gott bedeutet. Obwohl sie leben, werden sie „Tote“ genannt.

Joh 5,25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, dass die Stunde kommt und jetzt ist, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben.

Die Toten sind somit die noch auf der Erde Lebenden geistlich Toten, damals wie heute, aber nicht die Gestorbenen. Den Lebenden wird gute Botschaft gebracht zum Glaubensgehorsam durch die Predigt des Evangeliums. Das heißt für jeden eine persönliche Entscheidung:

- Annahme der Gnade bewirkt Leben und führt zum ewigen Leben Joh 3,36
- Ablehnung bewirkt Tod und führt zum ewigen Tod als Lohn der Sünde. Röm 6,23

1. Pet 4,6 Denn dazu ist auch den Toten gute Botschaft verkündigt worden, damit sie gerichtet werden möchten dem Menschen gemäß nach dem Fleisch, aber leben möchten Gott gemäß nach dem Geist.

Somit wurde und wird allen geistlich Toten zu ihren Lebzeiten und das zu allen Zeiten, auch zur Zeit Noahs, gute Botschaft verkündet, aber viele haben nicht geglaubt und werden gerichtet.

> Auferstehung/Auferweckung

Die Toten/Gestorbenen werden hören den Auferweckungsruf Christi, des Siegers von Golgatha zur Auferstehung:
- entweder zur Entrückung
- oder zum Jüngsten Gericht.

Joh 5,28 Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören, und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.

> Nun zum Tod des Herrn

> Der Leib des Herrn im Tod

Der Leib des Herrn Jesus war, nachdem er gestorben war, tot und wurde in ein Grab gelegt. Aber nur drei Tage (keine 72 Stunden), so dass der Leib nicht an der Verwesung teilnahm. Man darf also nicht vom „Leichnam“ des Herrn Jesus reden, sondern nur von seinem toten Leib.

Jes 53,9 Und man hat sein Grab bei Gottlosen bestimmt; aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.

Das Grab des Herrn Jesus, das heißt also seines Leibes, war das Grab des Reichen Josef von Arimathia.

Die unteren Teile der Erde in die er hinabgestiegen ist war demnach das Grab des Leibes Jesu Christi.

Eph 4,9 Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anderes, als dass er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde?

> Die Person Jesus Christus während des Todes seines Leibes  

Seine Seele, sein Geist, der ganze Sohn Gottes, die Person des Sohnes des Menschen, aber war nicht tot und war nicht im Scheol/Hades/Totenreich. Er war bei Gott, seinem Vater bis ihn die Herrlichkeit des Vaters Röm 6,4 auferweckt hat und er Kraft seines unauflöslichen Lebens Hebr 7,16 auferstanden ist und das gebot seines Vaters erfüllte.  Joh 10,17

Der Herr Jesus war erst gar nicht im Scheol/Hades/Totenreich.

Ps 16,10 Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe.

> Wann und wie aber hat der Herr Jesus den Menschen vor der Flut gepredigt?

Der Geist Christi, der Heilige Geist, war in Noah und durch diesen hat Noah gepredigt und der Herr Jesus damals durch ihn.

Noah hat Gottes Wort gehört, gehorcht und seinen Zeitgenossen gepredigt. Vllt. Haben sie ihn gefragt: Was machst du da Noah? Ein Schiff auf dem Trockenen?

Die Geister der in der Flut gestorbenen Ungläubigen/Ungehorsamen sind jetzt im Gefängnis und für das Gericht aufbewahrt im Scheol/Hades/Totenreich, nachdem sie damals nicht geglaubt haben und ihre Leiber starben. Und sie waren damals gefangen/im Gefängnis der festgesetzten 120 Jahre der Gerichtsankündigung bis zur Flut. Damals wurde ihnen, den Lebenden, aber geistlich Toten, gepredigt durch Noah, in dem der Geist Christi, der Geist der Langmut Gottes, war.

1. Pet 3,18-20 Christus … lebendig gemacht nach dem Geist, in dem (seinem Geist, der Geist Christi, Gott der Heilige Geist) er (Christus, Jehova) auch hinging und predigte den Geistern, die im (heute) Gefängnis sind, die einst ungehorsam waren, als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde

Hebr 11,7 Durch Glauben bereitete Noah, als er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch die er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit wurde, die nach dem Glauben ist.

2.Pet 2,5 Noah, der Prediger der Gerechtigkeit

1. Pet 1,10 der Geist Christi, der in ihnen (den Propheten und somit auch in Noah) war

> Fazit

Zu keiner Zeit wurde oder wird den gestorbenen Ungläubigen, die jetzt im Gefängnis aufbewahrt sind fürs Endgericht, ihren Geistern, gepredigt.

Die Frage ist also nicht wem, sondern was sollte denn der Inhalt einer solchen Predigt sein? Wartet noch etwas im Fegefeuer, dann werdet auch ihr frei leben können? Absurder Gedanke. Es gibt keine Allversöhnung. Aber auch keine Vernichtung/Verbrennen.

Uri  = kleines Licht
(wie schwach sind doch meine eigenen Gedanken und Worte!
Aber zu rühmen ist die Langmut und Weisheit Gottes! Röm 11,33ff)

Weil es dem Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht Hebr 9,27 bekehrt dich heute, eh es zu spät ist. Glaube an den Herrn Jesus zur Rettung.

Wie traurig machen die Worte eines Pastors am Grab eines Gestorbenen: Gott möge seiner Seele gnädig sein! Wie soll das gehen?

UriKulm
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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Harald am So 24 Dez 2017, 17:50

Hallo,

da ich heute früh beim Auto fahren einen Vortrag hörte, indem der Redner seine Ansicht kund tat, dass der Herr Jesus in die Unterwelt (oder den genauen Ausdruck kann ich nicht nennen, müsste jetzt ins Auto und die Stelle nochmals anhören) hinabstieg, verwunderte mich das doch sehr stark, dass sozusagen ein "Vorbild", ein "Lehrer", ein Bruder im Herrn da doch meines Erachtens etwas nicht richtig sieht.

Ich verstehe es auch so, wie es Uri schon erklärte, möchte hier aber nochmal auf den Vers aus Epheser 4,9 eingehen.
Ich möchte dazu verschiedene Bibelübersetzungen anfügen ...

Elberfelder 1905: Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anders, als daß er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde?
Luther 1545: Daß er aber aufgefahren ist, was ist's, denn daß er zuvor ist hinuntergefahren in die untersten Örter der Erde?
Schlachter: Das Wort aber «Er ist aufgefahren», was bedeutet es anderes, als daß er auch zuvor hinabgefahren ist in die untersten Örter der Erde?
Luthe 2017: Dass er aber aufgefahren ist, was heißt das anderes, als dass er auch hinabgefahren ist in die Tiefen der Erde?
Albrecht:  "Er ist aufgefahren": was bedeutet das anderes, als daß er zuerst (vom Himmel aus) herabgefahren ist in diese niedere Erdenwelt?
Meines Erachtens drückt es die letzte Übersetzung am ehesten aus, wobei ich natürlich kein Sprachenwissenschaftler bin. Vielleicht kommt das auch nur meinem momentanen Bibelverständnis am nächsten?

Für mich sagt der Vers "lediglich" aus - und das ist so enorm viel und groß, dass es Grund zu ewiger Dankbarkeit und Freude Anlaß gibt - dass der Herr Jesus sich erniedrigte und Mensch wurde und hier auf die Erde kam, als Licht in die Finsternis, als Retter für Verlorene, Tote (geistlich Tote), von Gott ewig getrennte Sünder. Ohne IHN hätte es keine Möglichkeit für keinen Menschen auf der Welt gegeben, vor Gott bestehen zu können im Gericht. Nur durch IHN, dessen Geburt wir uns heute besonders erinnern (und ja jeden anderen Tag auch), hat jeder Mensch hier auf der Erde zu seinen Lebzeiten die Möglichkeit, Erlösung zu bekommen, Heil zu werden, Rettung zu erfahren.

Grüße Harald

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  Gast am Mo 25 Dez 2017, 00:12

Hallo Harald,

In 1 Petrus 32,19 heißt es:  In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
20 die einst ungehorsam waren, als Gott in Geduld ausharrte zur Zeit Noahs, als man die Arche baute, in der wenige, nämlich acht Seelen, gerettet wurden durchs Wasser hindurch.

Wenn man das im Urtext grammatikalisch anschaut, so erfuhr ich, dann bedeutet das folgendes: Denjenigen, die jetzt im Gefängnis sitzen (und dort auf das Endgericht warten), wurde damals durch das Zeugnis des Noah, der 120 Jahre die Arche beute und predigte in der Kraft des Christus, von der Erlösung gepredigt.

Anders ausgedrückt: Ein Freund sitzt im Gefängnis. Du erzählst ein gemeinsames Erlebnis mit ihm und sagst dem Zuhörern: Meinem Freund im Gefängnis (der jetzt gerade im Gefängnis ist, nicht zu verwechseln mit dem, der es nicht ist), dem hab zur Zeit der letzten Fußball WM mein Auto geliehen.....

Er hat also denen gepredigt, die jetzt im Gefängnis im Hades sitzen, als sie noch auf Erden waren. Dies tat er durch Noah. Er selbst war nicht im Hades um zu predigen.

Zu 1 Petrus 4,
 5 aber sie werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten.
 6 Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, dass sie zwar nach Menschenweise gerichtet werden im Fleisch, aber nach Gottes Weise leben im Geist.

Das hier hat eine andere Bedeutung. Uns wird gesagt, wozu denen, die gottlos sind, also tot in den Sünden, das Evangelium gepredigt wird, damit sie zwar auf Erden nach Menschen weise gerichtet werden (und damit zurecht als schuldig angesehen werden), aber durch den Geist so leben, dass Gott gefallen an ihnen hat, weil sie erlöst sind durch die Kraft des Evangeliums.
Henoch

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Re: 1. Petrus 3,19 und 4,6 Jesus predigt den "Toten"?

Beitrag  UriKulm am Fr 29 Dez 2017, 12:32

Henoch schrieb:die jetzt im Gefängnis sitzen

Genau so sagt es die Schrift.

Damals, vor der Flut, als die Langmut Gottes noch weitere 120 Jahre harrte und Noah, getrieben durch den Geist Christi, der in ihm war,  seinen Zeitgenossen das kommende Gericht und die Möglichkeit des Entrinnens des bevorstehenden leiblichen und ewigen Todes durch Einstieg in die Arche verkündete, nahm niemand, ausser seiner Familie (acht Seelen), die Rettung an. Alle kamen um und gingen in den leiblichen Tod und sind jetzt im Hades/Gefängnis und sehen dem Gericht am großen weißen Thron, dem sogen. Jüngsten Gericht, und somit der Verurteilung zum zweiten ewigen Tod im Feuersee entgegen. Und dort werden sie noch mindestens 1007 Jahre verbleiben, käme Christus für die Seinen heute wieder.

Und die Menschen heute, glauben sie der guten Botschaft durch die Verkünder einer Rettung (durch das Gegenbild der Arche: dem Glauben an das Liebeswerk Christi vom Kreuz für Sünder und durch Bekenntnistaufe) vor dem kommenden Gericht am großen Tag Gottes? Werden nicht die meisten der Spötter verloren gehen? Die behaupten: alles nur Märchen und Angstmache für kleine Kinder und alte Leute? Und sich und ihren Kindern, z.B. in der Schule ,jegliche "Missionierung" agressiv verbieten? Wird wohl der Sohn des Menschen wenn er kommt den Glauben finden auf der Erde? Oder ist die Annahme der schon heute vorhandenen kräftigen Irrtümer weiter fortgeschritten?

Wenn heute Ungläubige sterben gehen sie ebenfalls ins Gefängnis, in den Hades. Und dort gibt es keine Evangeliumsverkündigung. Nur das Warten auf die Auferstehung zum ewigen Gericht bei jetzt gleichzeitiger Selbstqual aus der Einsicht: hätte ich nur zu Lebzeiten auf der Erde dem Evangelium gehorcht.

Aber die Gläubigen heute sind im Gegenbild der Arche gerettet (keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind Röm 8,1)  und wenn sie im Herrn entschlafen, sind sie bei Christus im Paradies und warten jetzt schon glückselig auf die Auferstehung zum Leben, wenn Christus für sie wiederkommt. Und sie werden Noah sehen und all die anderen Gläubigen.

Uri Kulm

2. Pet 3,9 Der Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es einige für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.

Heute lebst du, heut´ bekehr dich, eh´s mag wenden sich.

UriKulm
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