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Selbstmord wird doch auch vergeben??

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Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Jemima am Sa 06 Feb 2010, 12:59

Hallo. Es gibt Christen die meinen dass Gott Selbstmord nicht vergeben wird weil man mit einer Sünde abschließt. Aber das ist doch Blödsinn. Oder? Eines Christen gesamte Lebensschuld ist doch vergeben.
Oder nicht?
Da gibt es doch keine Bibelstellen etc? Gell?

Jemima
Gast


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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Gast am Sa 06 Feb 2010, 13:22

Jemima schrieb:weil man mit einer Sünde abschließt
Das ist Werksgerechtigkeitsdenken. Andererseits muss es schon sehr weit kommen, das ein Christ sich das Leben nimmt. Ich bin da kein Experte, kann mir das aber eigentlich nur bei ernsthaften psychischen Erkrankungen vorstellen. Ich weiß eben, dass man bei Zwangsneurosen bereit ist Dinge zu tun, die man eigentlich nicht tun will. Ein Bekannter von mir hat sich deshalb in psychiatrische Behandlung begeben, weil er schreckliche Angst hatte sich etwas anzutun, nachdem solche Gedanken auf ihn einströmten. Man darf nicht vergessen: Auch in unserem Gehirn kann durch Veränderung von biochemischen Prozessen einiges durcheinander geraten. Manche Ursache hat deswegen wohl weniger mit einem falschen Denken zu tun und ist vielmehr eine organische Störung.

Letztlich aber würde ich niemand die Erlösung absprechen, weil er oder sie sich das Leben genommen hat. Das sind Dinge in die sehen wir nicht hinein. Wir wissen jedoch wie Gott über Selbstmord denkt und dies können wir auch seelsorgerlich an andere weitergeben.

Wilfried Plock hat sich einmal intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt: http://bitflow.dyndns.org/german/WilfriedPlock/Was_Wir_Ueber_Selbstmord_Wissen_Sollten_19971107.pdf

Trotzdem ist und bleibt es eine schwerwiegende Handlung:
Manuel Seibel schrieb:Wir finden in der Bibel übrigens nur Selbstmörder, bei denen wir keinen Hinweis auf einen persönlichen Glauben an Gott finden. Es sind Abimelech (Ri 9,54), Saul (1. Sam 31,4), Ahitophel (2. Sam 17,23), Simri (1. Kön 16,18.19) und Judas (Mt 27,5).

Das heißt nicht, dass es heute nur Selbstmörder gäbe, die nicht an den Herrn Jesus glauben! Aber sie stellen sich gewissermaßen auf eine Stufe mit den Menschen, die in der Bibel kein Anzeichen auf ein Leben mit Gott geben.

Quelle: Manuel Seibel, http://www.bibelpraxis.de/index.php?article.1667 / Hervorhebung von mir
Es ist - leider - manchmal so, dass Gläubige so leben als würden sie den Herrn Jesus nicht kennen. Deshalb heißt es an anderer Stelle auch:
»Nun aber habe ich euch geschrieben, keinen Umgang zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder ein Habsüchtiger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen.« (1. Korinther 5,11; Elb.)
Auch dort heißt es nicht, dass dies keine Brüder wären - möglicherweise sind sie es! Aber ihr Handeln lässt diesen Schluss nicht zu. Das ist das Traurige. Und deshalb kann man ihnen auch nicht als Brüdern begegnen. Sie sind vielmehr aufgerufen Buße zu tun und so zu leben, dass es Gott zur Ehre ist.

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Saul

Beitrag  Gast am Sa 06 Feb 2010, 13:50

.... doch. Saul war ein Selbstmörder der aber zu Gott gehörte. Finde die Stelle nicht, hatte ich aber vor einigen Wochen so gefunden und verstanden. Dass er zwar was sein Handeln, seine Lebensweise betraf sich von Gott entfernte ... aber doch "gerettet" war wenn ich das recht verstanden habe.

Ganz im Ernst: Ich verstehe nicht, warum sich nicht mehr Christen das Leben nehmen. Auf sie wartet doch das Allerbeste und sie sind den ganzen Scheiß hier auf der Erde los. Das einzige was mir einleuchtet, dass auf Lohn verzichtet wird, den man sich im Lauf weiterer Lebenszeit noch erwerben hätte können. So gesehen.
Aber sonst? Das ist ... ne Überlegung wie beim früheren In-Rente-gehen. Da überlegt man ob die früher begonnene Freiheit einem wert ist, dass es bisschen weniger Kohle gibt.
Oder so.
Seht ihr das anders? Selbst wenn es eine Sünde ist... Ich erspare mir aber durchs frühere Ableben dafür viele weitere SÜnden die ich mit Sicherheit begehen würde so ich längere Jahre weiterlebte.
Ist auch ein Fakt.

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Gast am Sa 06 Feb 2010, 14:25

Selbst wenn es eine Sünde ist... Ich erspare mir aber durchs frühere Ableben dafür viele weitere SÜnden die ich mit Sicherheit begehen würde so ich längere Jahre weiterlebte.
Ist auch ein Fakt.
Fakt wäre: dass ich mich dann auf die Eingebungen von "unten" eingelassen hätte. Sünde wäre an sich schon die Tat des Suizids, sondern vielmehr auch das fehlende Vertrauen. Wie heisst es im Psalm 91:
(1)Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen wohnt,
(2)der spricht zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue!
Es gibt gewiss Situationen, wo ein Mensch nicht mehr ein noch aus weiss- aber Deiner Leichtfertigkeit kann ich keine Zustimmung geben. Wem gehört denn Dein Leben? Hast Du es Dir genommen, gekauft oder sonst wie?

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Gast am Sa 06 Feb 2010, 14:26

Genau wie der Pharao, Bileam, Haman oder der Stamm Dan, ist Saul ein Bild auf den Antichristen. Sein Leben ist davon ein beredetes Zeugnis, bis hin zu Totenbeschwörung und eben seinem Ende. Saul wird nicht umsonst als der König nach dem Herzen der Menschen bezeichnet, während David ein Mann nach dem Herzen Gottes war.
»nun aber wird dein Königtum nicht bestehen. Jahwe hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und Jahwe hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt; denn du hast nicht beobachtet, was Jahwe dir geboten hatte.« (1. Samuel 13,14; Elb.)

Man muss das verstehen, dass es ein Gericht Gottes war dem Volk Israel Saul zum König zu geben.
»Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama; und sie sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze einen König über uns ein, daß er uns richte, gleich allen Nationen. Und das Wort war übel in den Augen Samuels, als sie sprachen: Gib uns einen König, daß er uns richte! Und Samuel betete zu Jahwe. Und Jahwe sprach zu Samuel: Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, daß ich nicht König über sie sein soll.« (1. Samuel 8,4-7; Elb.)
Jemima schrieb:Ganz im Ernst
So ganz im Ernst klingt mir das nun nicht. »Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, auf daß ihr seinen Fußstapfen nachfolget;« (1. Petrus 2,21; Elb.) - dazu gehört auch der "ganze Scheiß hier auf der Erde"...

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Heidi am Sa 06 Feb 2010, 15:06

Jemima schrieb:

Ganz im Ernst: Ich verstehe nicht, warum sich nicht mehr Christen das Leben nehmen. Auf sie wartet doch das Allerbeste und sie sind den ganzen Scheiß hier auf der Erde los.

Liebe Jemima,
mein Trostspruch ist immer: "Ein Herz steht still, wenn Gott es will!" - erst dann!
Das mag sein, dass ein Christ durch Selbstmord sterben darf, weil es der Tag ist, den Gott bestimmt hatte.
Aber wenn die von Gott gesetzte Lebenszeit noch nicht abgelaufen ist, befürchte ich, dass dieser Christ leben wird...aber dann eben ggf. mit der Konsequenz eines bleibenden gesundheitlichen Schadens.

Gott hat Saul gesagt, dass er morgen sterben wird (1. Sam 28,19) und so geschah es auch...hier letztendlich sogar durch Sauls Selbstmord.

Jeder macht mal so Phasen durch, wo er am liebsten hier weg möchte - aber das sind doch eigentlich Zweifel und Sorgen, die wir an Gott haben, weil wir denken, dass er Dinge nicht für uns wandeln und erträglich machen kann, oder? Die paar Jahre hier halten wir aber auch noch durch! - und dann haben wir eine Ewigkeit vor uns, die so schön ist, dass in der Bibel steht, dass wir uns mit u n a u s s p r e c h l i c h e r Freude freuen werden.

Gegen Weltenscheiß lies mal Psalm 27 und Psalm 28,6-8 und auch der Gefängniswärter wollte vor dem ihm Drohenden fliehen und sich selbst töten und Paulus rief aus dem Geist Gottes heraus: "Tu dir nichts an!" (ApG 16,28)

Ich hatte auch immer gedacht, dass nur Sauls Königreich verworfen war und nicht Saul selber. ich hatte beim Lesen auch den Eindruck, dass Gott auch Saul liebte. Aber was Tobias schrieb, dass Saul ja nur dem Volk auf dessen Wunsch gegeben wurde, weil das Volk quasi mit Gott allein nicht mehr zufrieden war, das hat auch was. Aber ein Vorbild auf den Antichristen sehe ich bei Saul nicht.
Jedenfalls ist Sauls Sohn Jonathan wohl gerettet wenn ich 2. Sam 1,23 lese...und ich hoffe, Saul auch...das liegt nicht bei uns zu entscheiden und zu richten.

heidi

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seine Fußstapfen

Beitrag  Jemima am Sa 06 Feb 2010, 15:09

ja klar. Das ist der Idealfall, dass ein Christ "Jesu Fußstapfen nachfolgt". Aber wie viele schaffen denn das?
Ich bislang nie.
Von daher kann ich das zwar als Meinung, nicht aber als adäquates Argument stehenlassen.
Joachim... was weißt denn du über meine Leichtfertigkeit?

Ciao.
Be blessed.

P.S. Heidi... es heißt an einer Stelle, dass Jonathan und Saul am selben Ort ... Moment ich schau mal ob ich das finde.

2. Samuel 1,23: "Saul und Jonathan, holdselig und lieblich in ihrem Leben, sind auch im Tode nicht geschieden; schneller waren sie denn die Adler und stärker denn die Löwen."

Aber lasst gut sein. Danke herzlichst für eure Ausführungen.


Zuletzt von Jemima am Sa 06 Feb 2010, 15:14 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet

Jemima
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Gast am Sa 06 Feb 2010, 15:22

was weißt denn du über meine Leichtfertigkeit?
ich zielte mit meinem Beitrag lediglich auf Deine Aussagen, welche ich als "leichtfertig" betrachte d.h.
ich zielte somit nicht auf Dich persönlich, wenn Du das meinst (wie auch?)

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Günter am So 07 Feb 2010, 13:56

Jemima schrieb:
Da gibt es doch keine Bibelstellen etc? Gell?

Was sagt eigentlich die Bibel zum Thema Selbstmord bzw. über einen Mensch der Selbstmord verübt hat?

Die Bibel sagt nichts spezielles aus zum Thema Selbstmord bzw. über einen Mensch der Selbstmord verübt hat!

Trotzdem gibt die Bibel über alles Auskunft, was für unser Leben wirklich wichtig ist. - Ein Widerspruch? ---> Nein!

Es gelten für Selbstmörder ganz einfach die selben Regeln, die für alle gelten. Zuallererst:

Johannes 14:6
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!


Unter dieser Prämisse gibt es nach meiner Ansicht für Selbstmörder, wie für jeden anderen auch, zwei Wege:

Diejenigen, die (aus welchen Gründen auch immer) Selbstmord begehen, sollten sich dessen bewusst sein, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern eine Tür zum ewigen Leben. Viele, die ihre Schmerzen nicht mehr ertragen können, werden in eine Welt eintreten, die noch schlimmer ist, als alles, was sie je erlebt haben.

Schlimm für alle, die ihren Frieden mit Gott noch nicht gemacht haben und vom Teufel zum schnellen und weiten Weg verleitet wurden!

Echte Christen können Selbstmord begehen und ich glaube (!), dass sie in den Himmel kommen, wenn sie mit Jesus und ihrem Gott im Reinen sind, weil sie unter dem Schutz Gottes und durch Jesus Christus stehen, auch wenn sie im Leben letztlich versagt haben und ihre letzte Handlung eine Sünde war.

Wir alle tragen unsere Last an hoffentlich vergebenen Sünden. Wann wir diese Sünden begangen haben halte ich nicht für letztlich entscheidend. Entscheidend ist der Friede mit Gott und natürlich auch mit Jesus.

Trotzdem mein Fazit: Wir sollten den Tod besser aus Gottes Hand nehmen!

Ich hoffe mal, dass meine Auslegung so richtig ist. Ganz sicher bin ich mir da nicht, eben weil die Bibel keine klare Antwort gibt.

Heidi schrieb:
Jemima schrieb:

Ganz im Ernst: Ich verstehe nicht, warum sich nicht mehr Christen das Leben nehmen. Auf sie wartet doch das Allerbeste und sie sind den ganzen Scheiß hier auf der Erde los.

Liebe Jemima,
mein Trostspruch ist immer: "Ein Herz steht still, wenn Gott es will!" - erst dann!
Das mag sein, dass ein Christ durch Selbstmord sterben darf, weil es der Tag ist, den Gott bestimmt hatte.
Aber wenn die von Gott gesetzte Lebenszeit noch nicht abgelaufen ist, befürchte ich, dass dieser Christ leben wird...aber dann eben ggf. mit der Konsequenz eines bleibenden gesundheitlichen Schadens.
Auch diese Auslegung hat was für sich.

Weltenscheiß kennt sicher jeder von uns. Ich wollte mich noch nicht umbringen. Aber es gab schon mal Durststrecken, in denen ich mich nicht beschwert hätte, wenn ich einfach tot umgefallen wäre. Und auch jetzt bin ich (diesmal) beruflich in einer schwierigen Situation, von der ich noch absehen kann, wie sie ausgeht.

Auch Paulus kannte das schon in biblischen Zeiten, genau so, wie du das beschrieben hast:

Philipper 1, 23 -26:
Ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre;
aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben um euretwillen.
Und in solcher Zuversicht weiß ich, dass ich bleiben und bei euch allen sein werde, euch zur Förderung und zur Freude im Glauben,
damit euer Rühmen in Christus Jesus größer werde durch mich, wenn ich wieder zu euch komme.


Liebe Jemima,

ich hoffe mal, dass deine Frage rein Rhetorisch war und du nicht etwa konkrete Absichten hast. Mögliche Gründe können sehr vielfältig sein und auch der "Weltenscheiß" ist ein weites Feld. Dann müsste man erst mal bei den Gründen anfangen und sich an das Problem herantasten.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

Was sicher nicht hilfreich ist, das ist die "harte, lieblose Tour", die sich hier im Forum etwas ausgebreitet hat. Wir wollen ja das Kind nicht mit dem Bad ausschütten, sondern das Kind behalten und nur das schmutzige Badewasser los werden.

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Tut mir leid

Beitrag  Gast am Mo 08 Feb 2010, 20:02

sorry. Wollte hier keinen Ärger vom Zaun brechen. Entschuldige mich für missverständliche und/oder ungute Formulierungen und Aussagen.
Be blessed!

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Günter am Mo 08 Feb 2010, 21:53

Liebe Jemima,

an den Unstimmigkeiten hier müssen wir arbeiten. Mit dir hat das aber nichts zu tun. Deine Fragestellung ist völlig in Ordnung.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

Auch wenn sich nur ganze fünf Seiten des Buches mit dem Thema Selbstmord beschäftigen, habe ich hier eine Literaturempfehlung:

Biblische Ethik
Robertson McQuilkin
Verlag: CV Dillenburg
ISBN: 3894363177
Best.-Nr.: 273317
Erschienen: 2003

Beschreibung des Verlages:

Wie kann sich ein Christ in den vielfältigen Bereichen des modernen Lebens nach der Heiligen Schrift ausrichten? Der Autor gibt darauf in drei Teilen fundierte Antworten. Als erstes betrachtet er grundlegende Begriffe des christlichen Glaubens und Menschenbildes, die für eine Bewertung von Handlungen und für ein Verständnis der biblischen Normen bedeutsam sind.

Danach geht es um die Zehn Gebote und der von ihnen thematisierten Lebensbereiche, u. a. werden aktuelle Themen wie Abtreibung, Gentechnik, Todesstrafe im Gegenüber zu den christlichen Grundwerten erläutert. Der dritte Teil enthält eine Darstellung über Probleme, für die es in der Bibel keine direkten Anweisungen gibt.

Wer mit dem Begriff "Ethik" nichts anfangen kann:

Als ethische Frage schlechthin gilt die Frage: "Was soll ich tun?"

Günter
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Felsenbeiser am Di 09 Feb 2010, 00:44

Hallo Jemina

ja klar. Das ist der Idealfall, dass ein Christ "Jesu Fußstapfen nachfolgt". Aber wie viele schaffen denn das?
Ich bislang nie.

Sehr schön. Genau mit diesem Eingeständnis beginnt eine echte Nachfolge. Also nicht damit, dass du schreibst, dass "die anderen" es nicht schaffen, sondern dass "du persönlich" es nicht schaffst. Saul war übrigens einen Kopf größer als die anderen, aber Gott konnte ihn trotzdem nicht gebrauchen. Den David aber, der das Kleinvieh seines Vaters weidete...

Wegen der anscheinend nicht vergebbaren Sünde des Selbstmords, ist dir ja schon geschrieben worden, dass das quatsch ist. Vielleicht hilft es dir auch, wenn ich den Gedanken für die zu Ende spinne. Gemäß deiner Logik müsste man am Sterbebett eines Todkranken ja auch bitten, dass dieser nicht kurz vor seinem Tod noch eben eine Sünde begeht.

Ich gehe jetzt mal einfach davon aus, dass du noch ziemlich jung im Glauben, also sozusagen ein "neugeborenes Kindlein" bist. Deshalb rate ich dir, die Bibel einfach mal von vorne bis hinten durchzulesen. Gottes Wort eignet sich nämlich nur sehr bedingt als Zitatsammlung, sondern ist ein zusammenhängendes Ganzes. Ich könnte dir anhand einiger aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelstellen sogar "beweisen", dass jemand, der das Sabbatgebot nicht hält umgebracht werden muss. Lass mich trotzdem eine (hoffentlich) nicht aus dem Zusammenhang gerissene Bibelstelle zitieren:

2.Petrus 1,2
[...] und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachts, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr freundlich ist.

Viele Grüße, Felsenbeiser

Felsenbeiser
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Harald am Di 09 Feb 2010, 02:05

Hallo,
(auch ein herzliches Hallo an unser neues Mitglied "Felsenbeiser" ähm woher dieser Name?)
ich hatte schon viel geschrieben und dann ging die Tastatur nimmer, und nach einlegen der neuen batterien hab ich nicht aufgepaßt, also die tastatur umgedreht auf den Schenkeln und dann hats mir alles gelöscht.
also fang ich nochmal von vorne an Sad

Ich finde es etwas problematisch, jemandem zu sagen, daß er/sie sicher errettet sein wird, trotz Selbstmord (im übrigen wieso heißt es wohl ...mord?). Ich würde zwar niemandem sagen, hey dein Heil ist verwirkt, wenn du dein Leben so abschließt. Aber andrerseits kann ich auch nicht wirklich mit absoluter Sicherheit behaupten, daß der dann gerettet ist.
Jesus sieht in das Herz, ich könnte mir vorstellen, daß es Selbstmörder gibt, die trotzdem im Himmel sind. Und ähnlich könnte ich mir vorstellen, daß es manche gibt, die dort nicht sind. Ich denke, es hängt von der Liebe zu Jesus ab, und die kann Jesus erkennen, wir sehen nur außen hin.

Es ist auch nicht so einfach zu beurteilen, in welcher Lage sich jemand befindet, der eine solche Frage stellt. Wenn es denn so wäre, daß jemand wirklich mit dem Gedanken "spielt", fände ich es fahrlässig, demjenigen zu suggerieren: Hey, mach das ruhig, du bist trotzdem errettet, Jesus wartet auf Dich. Oder zumindest, daß ihm das vergeben wird.

Ich finde zwar den Gedanken nicht abwegig, ich habe auch schon manchmal daran gedacht, ob es nicht besser, schöner, leichter wäre, wenn ich jetzt schon bei Jesus sein könnte. ABER es ist eben egoistisch gedacht. Paulus hatte wohl viel gelitten und wäre auch lieber bei Jesus gewesen, aber er hat den Willen Jesu höher geachtet als seinen eigenen. Er fragte nach dem was Jesus von ihm wollte, er wollte seine Aufgabe erfüllen, für die er vorgesehen war.
Ich möchte doch ansich zur Ehre Gottes leben, dagegen spricht aber, daß ich eben das tue was ich für richtig halte. Und ich sage damit nichts anderes, als daß Jesus mir nicht helfen kann, daß das bei mir nicht gilt ...
Kommet her zu mir alle, die ihr Mühseligen und Beladenen seid, ich werde euch zur Ruhe kommen lassen.
Mt 11,28
Glaube ich das? Vertraue ich Jesus?

Ein weiterer Aspekt ist, daß ich eben einen Auftrag habe, daß es irgendeinen Sinn hat, daß mich Jesus gerufen hat, daß ich ausgerechnet da bin wo ich bin, in den Umständen wo ich bin, mit den Angehörigen, Freunden, Kindern, Arbeitskollegen, Nachbarn ...
Auch wenn ich´s nicht erkenne, es hat einen Grund, vielleicht soll ich irgendjemand von denen, einem einzigen oder mehreren, einen kleinen für mich nichtigen Satz sagen, der dem dazu dient, daß der dann zu Jesus findet. Und eben, egal ob man Christ ist oder nicht, es gibt immer Angehörige, Eltern, Geschwister, Freunde, denen man ggf. Leid zufügen würde mit seinem Suizid. Und aus eigenem Erleben kann ich schildern, daß einem Suizid leider ein weiterer folgte, als Nachahmer, auch da hat man ggf. eine Verantwortung, denke ich.

Vielleicht sollten wir auch hellhöriger werden, und auch bereit für unsere Nächsten dazusein, grade auch in solchen Situationen. Vielleicht hilft es da schon, wenn man jemand eine mail schreiben kann, oder jemand anrufen kann, eben daß man halt spürt, daß man nicht allein auf der Welt ist. Daher möchte ich zumindest das Angebot machen, ehe jemand das in die Tat umsetzt, möchte ich ihm anbieten, daß er/sie mir gerne schreiben kann, per PN oder mail, in ganz dringenden Fällen ggf. auch per Telefon (siehe Impressum). Meist bin ich nachts lange auf. Tagsüber eher schlecht erreichbar. Vielleicht findet sich auch jemand als Ansprechpartner für tagsüber für solche "Notfälle". Ich bin kein Seelsorger und kein Held, wüßte vielleicht auch nicht viel zu sagen/schreiben, vielleicht könnte man gemeinsam beten oder ich für ihn/sie. Es gibt ansonsten auch im internet für solche Fälle Hotlines, Seelsorger etc. die dann professioneller beraten können.
Evt. können wir hier auch ein paar Internet-Adressen sammeln. Schön wäre wenn es christliche Seiten wären, da unser gemeinsamer Mittelpunkt der Glaube an Jesus Christus ist.

Viele Grüße von Harald

PS: Oh bitte fühlt euch nicht alle "angegriffen" mit meinem Posting über Nächstenliebe, Nachsicht etc. So war es nicht gemeint. Ich denke nur, wir sehen viel zu oft auf uns und achten unsere Nächsten viel zu wenig, wir sind oft lieblos, ich auch. Das wünsche ich mir von mir so sehr, daß ich möglichst immer den anderen höher achte als mich selbst, daß ich frage, wie kann ich dem dienen, dazu daß es ihm besser geht. Es ist ein hehres Ziel, das sicher niemals vollends erreicht werden kann, hier auf der Erde zumindest. Und ich bin da noch sehr weit entfernt. Aber ein Licht ist am Horizont erkennbar Smile und das ist wieder Jesus, weil ER kann es in mir wirken, daß es manchmal klappt, ich selber nicht, naja dann wär es wieder egoistisch, weil ich stolz auf mich wäre, wie toll ich dann wäre.

Harald
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Harald am Di 09 Feb 2010, 03:08

Auf die Schnelle gefunden:

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Seelsorgeportal

Es ist geöffnet:

* 24 Stunden am Tag
* 7 Tage die Woche
* Gebührenfrei

Sie können schreiben,

* wenn Sie das Bedürfnis haben
* wenn Sie keinen Menschen haben, dem Sie sich anvertrauen können
* wenn Sie Fragen haben zu Ihrem Leben oder zum Glauben
* wenn Sie mit manchem nicht fertig werden


Die seelsorgerliche Kommunikation läuft ausschließlich über dieses Portal.
Der Zugang zum ERF-Seelsorge-Portal ist "abhörsicher" SSL-verschlüsselt.

Kompetente Seelsorgerinnen und Seelsorger werden Ihnen antworten.

ansonsten könnte man ggf. auch hier fündig werden, allerdings stehen bei crossbot auch viel "komische" Seiten drinne.
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Grüße

Harald
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Gast am Di 09 Feb 2010, 11:22

Ein weiterer Aspekt ist, daß ich eben einen Auftrag habe, daß es irgendeinen Sinn hat, daß mich Jesus gerufen hat, daß ich ausgerechnet da bin wo ich bin, in den Umständen wo ich bin, mit den Angehörigen, Freunden, Kindern, Arbeitskollegen, Nachbarn ...


Hallo Harald. Also Sätze wie oben finde ich vom Ansatz her falsch. Das würde bedeuten dass Jesus mich diese Wege geführt hat. Aber er hat ja keine Marionetten. Es geht ja überall um Menschen mit freiem Willen. Und Gott lässt einen in die Scheiße laufen wenn wir den Weg einschlagen: Und er hat uns dann nicht dorthin gestellt und in diese Situation gesetzt ... sondern er hat uns "nur" unseren freien Willen gelassen. Das heißt doch nicht, dass es Sinn macht wenn ich in einer Kack-Situation stecke. Sondern dass ich mich reinmanövriert habe oder eben Menschen um mich herum. Oder wie auch immer.

Also ist NICHT jeder Situation was Gutes/Sinnvolles abzugewinnen. Manches ist einfach nur Scheiße. Sorry. Die Wortwahl gehört hier aber hin. Klar kann Gott auch "aus Scheiße Dünger machen" (hab ich mal gelesen). Muss er aber nicht. Und mit den Konsequenzen dessen was man sich selbst eingebrockt hat oder hat einbrocken lassen muss man auch ggf. lebenslang klarkommen. Der eine schafft das, hat die Kraft dafür, der andere nicht.
Nein, ich bin (@Felsenbeißer) kein Frischling im Glauben. Ich bin "alt und lebenssatt". Und ich ertrag es nicht hier zu stehen und drauf zu schauen wie die Kinder Richtung Abgrund laufen und sich nicht aufhalten lassen. DAS ist es, was mich überfordert. Und da nützt es mir auch nichts wenn Gott mich "erquicken" will weil das bei mir a) nicht ankommt und nur theoretisch im Kopf sitzt und b) es an der Situation nichts ändert. WEIL wir eben keine Marionetten sind.
Ach. Das ist alles schwer zu vermitteln.
Ich brauche auch keine Seelsorge. Danke. Ich bin mit Gott im Reinen. Und ich hab nach bestem Wissen und Gewissen das weitervermittelt was wichtig und wertvoll ist im Leben. Und jetzt bin ich ... altersschwach. Habe fertig um es mit einem Fußballtrainer zu sagen.
Okay?
Danke fürs "Zuhören".
Grüße.

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Felsenbeiser am Mi 10 Feb 2010, 04:06

@ Harald
Vielen Dank für die freundliche Begrüßung. Vermutlich habe ich meine Aussagen in einem ungünstigen Zusammenhang platziert. Die Bibel lehrt natürlich nicht, dass sich ein Christ einfach das Leben nehmen darf. Der gerechte Lohn solch einer Tat ist tatsächlich die Hölle und deshalb musste der Herr sein Leben lassen. Von daher ist es komplett unangemessen im Blick auf die ewige Erlösung weiter zu sündigen, sondern die Gnade macht uns frei gerade nicht mehr zu sündigen. (vergleiche z.B. Römer 6).

@Jemina
Entschuldigung. Leider habe ich nicht erkannt, dass deine Fragen nicht lediglich hypotetisch waren. Ich bin für solche Probleme vermutlich der falsche Ansprechpartner und will nichts falsches sagen. Vom "theologischen Standpunkt" betrachtet hast du teilweise recht. Wenn ein Christ sich durch eigene Wege in eine dumme Situation reinmanövriert, dann kann ihn der gute Hirte so nicht bewahren. Wie gesagt, weiß ich auch nicht so recht, was ich dir schreiben soll. Vielleicht hilft dir das Vorbild von Paulus im 2.Timotheusbrief. Die meisten seiner Mitarbeiter hatten sich von ihm abgewandt und er selbst stand kurz vor seiner Hinrichtung. Trotzdem hat er komplett auf den Herrn vertraut.

Viele Grüße, Felsenbeiser

Felsenbeiser
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Günter am Mi 10 Feb 2010, 06:24

Felsenbeiser schrieb:
Ich bin für solche Probleme vermutlich der falsche Ansprechpartner und will nichts falsches sagen.
Dem schließe ich mich an. Ich denke, es ist in Jemima`s Sinn, wenn wir die Diskussion an dieser Stelle beenden, weil wir ohnehin nicht genügend Informationen haben, um hier weiter nachzudenken. Zumindest ich möchte sie auch nicht drängen, private Angelegenheiten zu veröffentlichen, damit wir das hier breit treten können.

Ich bedauere es, liebe Jemima, dass wir dir keine bessere Stütze sein können und dass wir eher besserwisserisch waren, als wirklich eine Hilfe.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Heidi am Do 11 Feb 2010, 17:56

Wir schreiben so ein bisschen "Frauenkram" über Mail im Hausbriefkasten als PN, damit ihr euch nicht sorgt hier.

Felsenbeiser schrieb:Wenn ein Christ sich durch eigene Wege in eine
dumme Situation reinmanövriert, dann kann ihn der gute Hirte so nicht
bewahren.

Hallo "Felsenbeiser",

doch!, oder? - sonst wärs ja kein guter Hirte. Der gute Hirte lässt m.E. auch mal bewusst zu, dass sich jemand auf einen steinigen Pfad oder Abweg begibt, aber nur, damit er selbst sieht, dass es unter der Führung des Hirten den besten Weg gibt. Oder aber er bekommt "Zaum und Gebiss angelegt", also, dass der Hirte ihn im wahrsten Sinne des Wortes ausbremst und anhält auf dem falschen und ungehorsamen Weg. (siehe dazu Sprüche 32,8-9) Ich jedenfalls glaube, dass Gott jedes seiner Kinder letztendlich in Seinem Sinne zu einem guten Ziel führt. Dazu ein paar wichtige Worte aus der Bibel, die mir in den letzten Tagen untergekommen sind:

Der allseits bekannten Psalm 23 steht:
Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.


Jes48,17:
Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft und dich leitet auf dem Weg, den du gehst

(Auf jedem Weg, also auch auf denen, die wir uns scheinbar selber ausgesucht haben, auch auf den schlechten Wegen leitet uns Gott)

Sprüche 20,24:
Jedermanns Schritte bestimmt der HERR. Welcher Mensch versteht seinen Weg?


Ich habe es im Christenleben so gesehen, dass Gott einen guten Lebensplan für jedes seiner Kinder hat - und Gott kennt uns in unserer Verschiedenheit sehr gut und so wird er jeden von den Seinen führen auf eine ganz persönliche Weise.
Das Wichtigste ist, dass wir unserem Gott vertrauen und ihn bitten um seine Hilfe und Einschreiten, denn Er hilft so gern - manchmal will gut Ding Weile haben. Und manchmal verdunkeln Sorgen einem die Sicht auf einen gewaltigen Gott und mann kann dann nicht mehr so zuversichtlich beten - wie gut, wenn man dann weiß, dass da andere sind, die das dann übernehmen und für einen selbst beten.

heidi

PS:Später können wir ja nochmal zurück zum Thema: Es gab übrigens doch noch einen Selbstmörder in der Bibel: Simson (siehe Richter 16,30)

Aber auch Elia war total ausgelaugt und wollte sterben und Gott sagte nicht einfach: "Ja, gut, stirb!" sondern Elia sollte essen und konnte schlafen und dann nochmal essen und schlafen und sammelte so doch wieder neue Kraft (1. Könige 19,5-7)

Heidi
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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Heidi am Mo 15 März 2010, 18:03

Ich wollte zum Thema Selbstmord noch etwas anbringen:

Jesus sprach mit Petrus über den Märtyrertod, der Petrus bevorstand und dann geht es so weiter:
Das sagte er aber, um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde (Joh. 21,19)

Wie steht man da mit seinem Christsein und seinem Glauben und welches Zeugnis gibt man, wenn man sich mit Selbstmord ohne jede Zuversicht auf Gottes Verheißungen davon macht?
Mit diesem Tod wird man Gott alles Andere als preisen.

heidi

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Otto am Do 18 März 2010, 15:40

Sprüche 20,24:
Jedermanns Schritte bestimmt der HERR. Welcher Mensch versteht seinen Weg?

Der zweite Satz ist ungemein wichtig, aber beim ersten Satz wären wir wieder bei meinem altbekannten Thema welches ich aber hier nicht weiterführen möchte.
Mein kürzlich verstorbener Bruder konnte und wollte sich nicht mit Gott versöhnen, weil er der Meinung war, dass Er ihn angesichts seines schwerkranken Kindes im Stich gelassen hätte. Nur übersah er dabei, dass er sich zu dieser Zeit sowieso in einer besch... persönlichen Situation befand, aus der ein Ausweg schier unmöglich schien aber gerade durch die Erkrankung seines Kindes lernte er seine spätere Ehefrau kennen, deren Sohn die gleiche Erkrankung hatte und sie sich dadurch im Hospital kennenlernten. Von da an ging es bis zu seinem Ableben nur bergauf, soweit ich dies beurteilen kann.
Also, Gottes Wege sind meistens schwer begreiflich, aber wenn man Ihm vertraut und auch gut "beobachtet", kann man schon mal das Eine oder Andere begreifen und relativieren. Wie heisst es in einem Sprichwort? "Da gibt´s nirgends einen Nachteil wo nicht auch ein Vorteil wäre," oder so ähnlich.
Liebe Grüsse
Otto

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Ralf-Peter am Di 06 Apr 2010, 19:11

Hallo,

zum Thema Selbstmord gibt es in der Bibel zwar keine konkrete Stelle, in der ein Selbstmord eines Christen behandelt wird, aber:

Ich bin mir doch sehr sicher, dass ein Selbstmord eines Christen vergeben wird. Diese Gewissheit geben mir zwei Bibelstellen aus dem neuen Testament.

1. Johannesevangelium Kap. 10 Vers 28 und 29 (Niemand kann sie aus meiner Hand reißen!!)
2. Die zweite Stelle ist fast noch eindeutiger Markus 3 Vers 29 und 30. Zur Erklärung: Sünde wider den Heiligen Geist ist die Entscheidung gegen Gott und Jesus, d.h. Jesus nicht als Retter anzunehmen.

Außerdem ist die Versuchung einen Selbstmord zu begehen genauso eine Versuchung wie zu jeder anderen Sünde, auch das sollte man nicht vergessen.

Wäre Selbstmord wirklich eine nie zu vergebende Sünde, dann würde ich Gott heute nach über einem Jahr wahrscheinlich immer noch anklagen, dass er den Selbstmord eines meiner besten Freunde zugelassen hat. Aber durch diese zwei Verse bin ich mir sicher.

Zum anderen wird Selbstmord meistens aus einer Situation begnagen, in der der Verstand ausgeschaltet ist und die meisten keine Kraft mehr haben Gott zu fragen ob das richtig ist.

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Günter am Di 06 Apr 2010, 22:13

Stehaufmännchen schrieb: Ich bin mir doch sehr sicher, dass ein Selbstmord eines Christen vergeben wird.
Hallo "Stehaufmännchen (?)",

Ich bin mir da auch sicher.

Stehaufmännchen schrieb:
Wäre Selbstmord wirklich eine nie zu vergebende Sünde, .....
Das hört sich für mich irgend wie römisch-katholisch an.

Stehaufmännchen schrieb:
..... dann würde ich Gott heute nach über einem Jahr wahrscheinlich immer noch anklagen,
Das geht ja mal gar nicht! Es ist aber auch nicht notwendig, überhaupt darüber nachzudenken!

Ich habe im Laufe der Jahre vom mehreren Selbstmorden mir bekannter Menschen gehört, einer davon (vor vielen Jahren) im näheren Umfeld. Ich kann nicht sagen, ob auch nur einer/eine davon wiedergeborener Christ/Christin war. Das ist ja wohl die Voraussetzung dafür, dass ein Selbstmord eines Christen vergeben wird.


Viele Grüße und Gottes Segen,

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Ralf-Peter am Mi 07 Apr 2010, 19:01

Hallo Günter,

natürlich ist es müßig darüber zu diskutieren ob ich Gott anklagen würde, er würde mir bestimmt eine entsprechende Antwort geben.
Dennoch kenne ich leider auch wiedergeborene Christen , die sich das Leben genommen haben. Mein bester Freund war wiedergeboren. Ihm ist aber etwas passiert, was ihn wohl zum Selbstmord trieb (Trauma - Depression usw.).
Ich wollte damit eigentlich nur unterstreichen, dass Jesus für jede Sünde gestorben ist.

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Re: Selbstmord wird doch auch vergeben??

Beitrag  Heidi am Mi 07 Apr 2010, 22:25

Hallo und herzlich willkommen hier,

ich habe ja auch schon so vieles zu dem Thema geschrieben und man kann die Dramatik und Betroffene / Angehörige / Freunde nur richtig begreifen, wenn man schon mal selber jemanden durch Selbstmord verloren hat.

In der Bibel steht, dass derjenige das (ewige) Leben hat, der Jesus hat.

Es ist manchmal schnell daher gesagt oder gedacht, dass der Glaube dann wohl doch nicht so "echt" war, wenn da jemand nicht den Verheißungen der Bibel geglaubt hat, dass für Gott kein Problem und keine Not zu groß ist und man also nicht lange genug ausgeharrt oder gebetet hat oder fest genug geglaubt und gehofft hat. Sowas kann sich keiner anmaßen zu sagen, denn bei jeder Sünde müsste man sich ja sagen, dass man Gott dann wohl nicht ernst und wahr genug genommen hat.

Ich habe beim letzten Pro Christ eine ganz wunderbare, bildhübsche junge Frau kennengelernt, die ihr Leben dort Jesus übergeben hat. Wir wollten uns immer mal wieder treffen und einige lange Wochen später höre ich, dass sie sich umgebracht hat. Sie war in einer katholischen Einrichtung angestellt und wurde dort gemobbt, so wurde es mir von einer Bekannten gesagt. Dann ist sie von einem Haus in den Tod gesprungen....mitten in der Woche, es war nicht mal an einem Montag. Ich habe mir so manches Mal überlegt, was diese vernünftige Frau dazu genau veranlasst hat, was sie gedacht hat, ob sie sich vorbereitet hat, ob sie Angst hatte zu springen...und dann finde ich keine Antworten, kann auch nicht nachfragen, kenne ihre Familie und Freunde nicht und bin ganz erschüttert...immer noch. Mich bewegt das noch heute und ich glaube genauso wie du, dass sie im Himmel ist und manchmal dachte ich auch, sie hats gut, sie ist schon daheim.

Aber wie ich schon weiter oben schrieb, bleibe ich fest dabei, dass unsere Zeit in GOTTES Händen steht und niemand in den Tod geht und Gott dabei überlisten kann. So hat Gott das also zugelassen, genau wie es für einen Anderen noch nicht an der Zeit ist und er sich lebend wiederfindet. Elia und Hiob haben sich auch den Tod gewünscht, aber Gott hat dazu "nein" gesagt.

Lieben Gruß von Heidi

PS Wie mag es wohl Jemima gehen, die dieses Thema eröffnet hat? Ich habe schon ganz lange nichts mehr von ihr gehört und die letzte PN ist noch im Postausgang.

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