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Lenkt Gott das alles wirklich?

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Lenkt Gott das alles wirklich?

Beitrag  Harald am Sa 05 Nov 2011, 18:59

Hallo,

ansich bin ich so überzeugt davon, dass es Gott lenkt. Sonst würde ich es auch nicht unter "Erlebnisse mit Gott" schreiben.
Sprüche 16:9:
Des Menschen Herz denkt sich einen Weg aus; aber der HERR lenkt seine Schritte.
1. Mose 49:24:
aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Hände durch die Hände des Mächtigen Jakobs. Von dannen ist der Hirte, der Stein Israels
Der HERR lenkt die Schritte.
Ich war 25 Jahre (bzw. bin noch für 3 Monate) bei meinem jetzigen Arbeitgeber. Nun war ich am Ende meiner Kräfte. Dies zu erkennen fiel schwer, und hätte nicht meine unmittelbare Vorgesetzte gekündigt, hätte ich diesen Schritt für mich wohl trotz allem nicht gewagt. Trotz aller Belastung sah ich mich dort bis ich 63 werde arbeiten. Dann hätte ich die Abschläge bei der Rente in Kauf genommen und hätte aufgehört.
Ich bin eher so, dass mir die Routine Sicherheit gibt, ich mag es nicht, woanders eingesetzt zu werden, wo ich mich nicht auskenne. Es ist nun nicht so, dass ich meiner Vorgesetzten an ihren neuen Arbeitsplatz folge, es war nur der Auslöser für mich, mir über meine Situation Gedanken zu machen. Also schrieb ich mehrere Bewerbungen. Es kamen die ersten Absagen, dann per email eine kurze Mitteilung, dass meine Bewerbung durch die verschiedenen Bereiche weitergereicht wird. Es ging nicht lange, da bekam ich von einer Bereichsleitung die Mitteilung, dass sie jemand sucht, mit genau den Arbeitszeiten, die ich so sehr schätze (alles bloß keinen Frühdienst). Meine Vorgesetzte nahm die letzten Jahre immer darauf Rücksicht, dass meine Ressourcen ganz klar auch mit den Dienstzeiten zusammenhängen, was etwas daran liegt, dass ich 8 Jahre oder so nur im Nachtdienst tätig war und danach auch immer im Wechsel im Nachtdienst eingesetzt bin.
Niemals hätte ich das gedacht, ja ich war mir sicher, dass ich diesen Wechseldienst zwischen Spät- und Nachtdienst wohl nie wieder woanders arbeiten kann. Daher war mein Hauptaugenmerk auch der Nachtdienst, denn ich wollte auf keinen Fall Frühdienst machen. Das mit dem Spätdienst hatte ich quasi nur als Ergänzung eingeflochten.
Aber genau so jemand suchte nun ausgerechnet diese Bereichsleitung. Zudem ist das "Arbeitsfeld" dem relativ ähnlich, was ich die letzten 14 Jahre schon arbeite (im sozialen Bereich in der Betreuung). Als ich die email sah, wußte ich, dass Gott das so gelenkt hat.
2. Korinther 11:3:
Ich fürchte aber, es könnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva verführte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen Christus abgelenkt werden
Jeremia 5:25:
Eure Missetaten haben diese Dinge abgelenkt, und eure Sünden haben den Segen von euch zurückgehalten.
Nach dieser Gewißheit gab und gibt es immer wieder Situationen, wo ich fast "Angst" bekomme, vor dem Neuen was da auf mich wartet, dass ich mich dumm anstelle, weil ich den Ablauf dort nicht kenne, mich dann eher verschließe und mir dann auch nicht viel zutraue.
Psalmen 18:2:
Jehova ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter; mein Gott, mein Hort, auf ihn werde ich trauen, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste.
Auch mit der Kündigung lief nicht alles so glatt, wie ich es erhoffte, weil ich ganz einfach von einer kürzeren Kündigungszeit ausgegangen, die aber nicht der Wirklichkeit entsprach. Inzwischen ist mir mein jetziger Arbeitgeber etwas entgegengekommen und der neue Arbeitgeber wartet einen Monat länger auf mich. Auf mich wird gewartet ... welche Ehre ... hoffentlich enttäusche ich die Erwartungen nicht ... hoffentlich.
Auch mit dem ganzen Finanziellen wollte ich mich sorgen und es sorgt mich noch immer etwas, ob da unterm Strich wirklich so viel bleibt, oder ehrlich gesagt hoffe ich auf etwas mehr, wie bisher. Nicht dass ich Schätze sammeln möchte. Gott lenkt alles - und doch neige ich immer wieder dazu, das Haar in der Suppe zu suchen oder mich daran festzuklammern, so dieses Haar in der Suppe unterm Mikroskop von allen Seiten zu betrachten. Bzw. es wird dann auch die Schlange mit ihrer List sein, die solche Gedanken in uns sehen will, vielleicht auch säen ...

Zudem kam quasi zeitgleich mein Weggehen aus "meiner" Gemeinde. Da bin ich noch in einer Art Schwebezustand und kann noch nicht erkennen, wohin mich Gott führen möchte. Es bleibt spannend.

Jesus ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Bei alledem ist es trotzdem egoistisch, nur seine eigenen Probleme in den Vordergrund zu stellen, all die Glaubensgeschwister einfach mal auszuklammern, die verfolgt werden, die vielleicht gefoltert werden, die in Gefängnissen sitzen, die wirklich Angst haben müssen, dass sie vielleicht von der Polizei abgeführt werden, ihre Familien alleine lassen müssen, oder gar ihren Kindern irgendwas angetan werden könnte, "nur" weil sie an Jesus glauben und sie davon nicht schweigen wollen. Dabei gibt es nicht nur weit weg Menschen, die Gebet und Fürbitte nötig haben.

Grüße Harald

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Re: Lenkt Gott das alles wirklich?

Beitrag  Heidi am Sa 05 Nov 2011, 21:49

Lieber Harald,

viel Segen auf deinem neuen Arbeitsweg nächstes Jahr, dass Gott dir deutlich macht, wie du als Christ dort für Ihn wirken kannst und du mit seiner Hilfe alles mit Bravour schaffst und nicht mehr so überarbeitet bist und du alles Neue mit der Sicherheit und großer Gelassenheit beginnst, weil der Herr der Heerscharen dich begleitet. Ich fand es heute in der Bibel so beeindruckend, dass Gott als Herr Zebaoth genannt wirklich alles den himmlischen und weltlichen Heere befehlen kann. Sicherlich führt er dann auch deine Sache gut hinaus, die Er nun angefangen hat.

Harald schrieb:
Bei alledem ist es trotzdem egoistisch, nur seine eigenen Probleme in den Vordergrund zu stellen, all die Glaubensgeschwister einfach mal auszuklammern, die verfolgt werden, die vielleicht gefoltert werden, die in Gefängnissen sitzen, die wirklich Angst haben müssen, dass sie vielleicht von der Polizei abgeführt werden, ihre Familien alleine lassen müssen, oder gar ihren Kindern irgendwas angetan werden könnte, "nur" weil sie an Jesus glauben und sie davon nicht schweigen wollen. Dabei gibt es nicht nur weit weg Menschen, die Gebet und Fürbitte nötig haben.

Ich finde das nicht egoistisch, sondern Gott hat uns doch den Befehl gegeben, dass wir alle Sorgen auf Ihn werfen dürfen und mit allen Bitten zu Ihm kommen dürfen.
Stell dir deine Kinder vor, die Sorgen, Wünsche oder Nöte haben. Würdest du dich da freuen, wenn sie vertrauensvoll zu dir kämen oder würdest du dich mehr freuen, wenn sie meinen, es sei egoistisch, die eigenen Probleme in den Vordergrund zu stellen?
Wir sollen viel für Andere beten, aber die Denkweise, sich in Demut wegen der noch größeren Nöte der Anderen quasi zurückzunehmen, wird so auch m. W. in der Bibel auch nicht angedeutet und ich würde sie daher auch nicht so betonen.

Viele Grüße
Heidi

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Re: Lenkt Gott das alles wirklich?

Beitrag  Harald am Di 27 Dez 2011, 03:17

Hallo Heidi,
aber die Denkweise, sich in Demut wegen der noch größeren Nöte der Anderen quasi zurückzunehmen, wird so auch m. W. in der Bibel auch nicht angedeutet und ich würde sie daher auch nicht so betonen.
Ich finde, darüber könnte man noch etwas diskutieren, sehr gerne auch biblisch untermauert.
Philipper 2:3:
nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch Demut einer den andern höher achtet als sich selbst,
Matthäus 20:26-28:
unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, gleichwie des Menschen Sohn nicht gekommen ist, sich dienen zu lassen, sondern damit er diene und sein Leben gebe zum Lösegeld für viele.
Lukas 17:7-10:
Wer aber von euch wird zu seinem Knechte, der pflügt oder weidet, wenn er vom Felde heimkommt, sagen: Komm alsbald her und setze dich zu Tische? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und hernach iß und trink du? Dankt er wohl dem Knecht, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich glaube nicht! Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!
Heidi, du weißt ja, dass ich durch ein Tal gegangen bin, leider war es ein dunkles, und es war nicht wirklich rühmlich, mein Verhalten.
Ich bin dankbar, dass ich wieder danken kann, für die Arbeit, für Essen, Kleidung, ein schönes Auto, ein Dach überm Kopf, und dafür, dass ich für andere beten darf, dafür, dass ich sie vor Gott bringen darf, dass ich das darf ... vor diesen Herrscher der Heerscharen treten und dem König aller Könige andere Menschen bringen darf - ja ER ist auch mein/unser Vater.
Klar freut sich ein Vater auch, wenn sein Kind ihm sagt, wie es sich fühlt. Ich kann ja nur für mich schreiben/sprechen, mit der Zeit würde es dann vermutlich nerven, wenn das Kind immer nur rummäkelt und über sein schlimmes Los hadert und dabei seine Geschwister ganz aus den Augen verliert. Ich denke mal, es ist nicht leicht, den Blick wieder frei zu bekommen, wenn es einem schlecht geht, man nicht mehr kann. Dabei ist ja Jesus da, der eigentlich nur drauf wartet, dass man sich nicht selbst damit abmüht.

Weißt du, die Lukas-Stelle mit dem Diener, die gefällt mir auch nicht, und sie ist eher unangenehm, denn wenn ich im Garten gearbeitet hatte, und auch da körperlich am Ende war, da hätte es mich geärgert, wenn ich dann nach Hause gekommen wär und mir dann noch jemand gesagt hätte, hej jetzt mach mir erst noch Essen, das ist schließlich deine Bestimmung, du bist nicht zum ausruhen da.
Dieses Dienen ist nicht angenehm, nicht immer sind es Aufgaben, die Jesus von uns möchte, bei denen wir freudig und als erste "Hier" rufen. Zum Zwang darf es nicht werden, eher denke ich, dass uns Jesus dahin verändern möchte, dass wir in Liebe einander höher achten als uns selbst, und daher auch in Liebe dem andern gerne dienen, auch wenn man nicht alles dann zurück bekommt - wir rechnen doch öfter noch so, wenn wir etwas geben, dann erwarten wir auch eine kleine Geste der Anerkennung, der Wertschätzung dafür.
Ich kann glaube ich nur wirklich so meinem Nächsten dienen und Jesus, wenn ich nicht mehr im Zentrum stehe, sondern auf Jesus blicke, weg von mir, weit weg in andere Richtungen - dabei hilft danken ... und für andere beten.

Grüße Harald

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Re: Lenkt Gott das alles wirklich?

Beitrag  Heidi am Mi 28 Dez 2011, 00:10

Lieber Harald,

wenn ich das richtig verstanden habe, ging die Frage ja im Laufe der Diskussion ja um die richtig verstandene Demut zu anderen Christen, die sich in evtl. noch größerer Not befinden und die Frage, wie man im Blick auf diese größere Not mit den eigenen Sorgen umgeht, ob die eigenen Nöte dann ganz hinten anstehen sollten und man sich ganz zurücknehmen sollte und generell Diener des Anderen sein soll.
Das Gebet für Andere lenkt zunächst von den eigenen Sorgen ab - aber ich habe dabei auch gesehen, dass die eigenen Schwierigkeiten damit nicht verschwinden und glaube, dass Gott jeder Einzelne wichtig ist. Und es ist kein frommer Wunsch, sondern ein Befehl, wenn es heißt, dass wir alle Sorgen auf Jesus werfen sollen.
Kann man denn für Menschen unverstellt Licht und Wegweiser auf Jesus sein, wenn die eigenen Sorgenberge immer mehr drücken und die Angst immer größer wird?


Harald schrieb: Ich finde, darüber könnte man noch etwas diskutieren, sehr gerne auch biblisch untermauert.
Philipper 2:3:
nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch Demut einer den andern höher achtet als sich selbst,
Matthäus 20:26-28:
unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, gleichwie des Menschen Sohn nicht gekommen ist, sich dienen zu lassen, sondern damit er diene und sein Leben gebe zum Lösegeld für viele.
Lukas 17:7-10:
Wer aber von euch wird zu seinem Knechte, der pflügt oder weidet, wenn er vom Felde heimkommt, sagen: Komm alsbald her und setze dich zu Tische? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und hernach iß und trink du? Dankt er wohl dem Knecht, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich glaube nicht! Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, so sprechet: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!

Ja, gerne! Ich habe die Bibelstellen alle im Textzusammenhang durchgelesen.
Vor Gott müssen wir immer demütig bleiben.

Aber welche Christen sind auch untereinander besonders auf die Demut verwiesen worden?
Bei Phil. 2,3 werden die zur Demut aufgerufen, die nach eitler Ehre oder Ruhm trachten. In meiner Bibel habe ich von irgendwo her folgendes als Beispiele abgeschrieben:

Diese Demut sagt besonders dem Ehrsüchtigen:
- man soll auch ungekränkt den geringeren Dienst tun. (Ehre bringt ja manchmal z.B. ein Leiterdienst)
- man soll mit F r e u d e die Reife und Überlegenheit des Anderen respektieren
- man soll ohne Stolz den geringeren Mitbruder achten und beachten.

Ich glaube, diese Bibelstelle sagt uns nicht, dass wir - wenn wir gar nicht ehrsüchtig sind - , immer nur jeden eigenen Wunsch und jedes eigene Bedürfnis zurückstellen müssen, sondern in Vers 4 steht ja dann weiter, dass ein jeder nicht (nur) auf das Seine sehen soll, sondern auch auf das, was dem anderen dient.

Ich meine, wenn man entgegen diesem Wörtchen "auch" nur und ausschließlich das Wohl des Anderen im Blick hat, dann bricht man irgendwann unter der Last zusammen, immer nur den Anderen zu bedienen. Man wird unglücklich und läuft manchmal weg...also ich jedenfalls. Außerdem kann es passieren, dass der Andere dann immer nur der nehmende und erwartende Teil wird, obwohl es heißt, dass einer des anderen Last tragen soll. Und nicht nur, dass ein Demütiger seine Lasten und die Aller allein tragen soll. Das hat sogar Mose nicht bewältigt (4. Mose 11,14), der ja wirklich in der Bibel als demütig bezeichnet wurde! Weise, dass Mose nicht nach eitler Ehre oder Ruhmsucht vor Gott und den Menschen trachtete, alles allein bewältigen zu wollen.

Zu Mt. 20,26-28 gibt Mk. 10,35-44 eine weitere Erklärung; Hier werden zur Beachtung der Demut dieChristen aufgerufen, die groß sein wollen, die Erster sein wollen, die herrschen wollen. Zu solchen sagt Gott: "Nein! - so sollt ihr nicht untereinander sein und stellt und sogar das Gegenteil des Großen, Ersten und Herrischen vor, nämlich den Diener.

In Lk. 17,7-10 sehe ich bei näherer Betrachtung einen anderen Sinn als:
Harald schrieb:Weißt du, die Lukas-Stelle mit dem Diener, die gefällt mir auch nicht, und sie ist eher unangenehm, denn wenn ich im Garten gearbeitet hatte, und auch da körperlich am Ende war, da hätte es mich geärgert, wenn ich dann nach Hause gekommen wär und mir dann noch jemand gesagt hätte, hej jetzt mach mir erst noch Essen, das ist schließlich deine Bestimmung, du bist nicht zum ausruhen da.
..sondern ich verstehe die Stelle so, dass wir für die Aufgaben, die wir für Gott tun, aus Liebe...nicht erwarten dürfen, dass Gott uns hier und jetzt auch unmittelbar für einen Dienst belohnt. Mein Vater, der ja leider kein Christ ist, aber durch gute Werke in den eventuellen Himmel kommen will No , hat meiner Tochter kürzlich ein sehr großes Geschenk gemacht. Einen Tag später ist er mit dem Fahrrad hingeflogen und hat einige Schürfwunden. Er meinte vorwurfsvoll, dass Gott (wenn es ihn denn gibt) sein gutes Werk aber schlecht vergolten hätte und wo sich quasi die Dankbarkeit Gottes zeige für seine gute Tat.

Die Lukasstelle sagt sogar, dass wir unnütze Knechte sind. Das griechische Wort hierfür ist "achreios" und kommt nur so noch in Mt. 25,30 vor. Es bedeutet tatsächlich: "unnütz, jemand der Beiseite getan werden sollte, da er keinen Nutzen bringt". Na nu? Wir bringen also keinen Nutzen?
Weißt du, so viel mancher auch für Gott unterwegs ist oder Menschen das Evangelium bringt, Bibeln und Wort verteilt...ich glaube, Gott käme auch ohne z.B. mich oder einen anderen aus, Gott ist nicht z.B. auf mich oder dich angewiesen, da dürfen wir uns dann wirklich demütig nichts drauf einbilden - und genauso, Harald, ist es, wenn du ganz überfordert auf deiner alten Stelle bist....wenn Kollegen fehlen, meinst, du müsstest alles allein schaffen, was sonst 3 Leute mit Müh und Not bewältigen. Wenn man das zur Ehre Gottes schaffen will, um anderen Kollegen zu beweisen, dass man mit Gottes Hilfe zum frohen Allesschaffer wird, würde ich es noch gut finden.

Genauso ist es, wenn man denkt: Wenn ich hier das Feld räume, bricht alles zusammen! Mein Chef meinte mal, dass es immer weiter geht, auch wenn der beste Mitarbeiter weg ist, wird sich immer ein Ersatz finden und alles weitergehen. So kann man sich freuen, wenn man ein eifriger Diener Gottes ist und oder auch an seinem Arbeitsplatz dank Gott eine gute Leistung bringt, aber keiner ist das Non plus Ultra, dem alle auf Knien danken müssen...oder ohne den es bei Gottes Reich hier auf Erden nicht geht. Hier müssen wir demütig unser kleines Ich in einem großen Pool sehen und dürfen hier auf dieser Welt nicht für jeden Dienst eine Entlohung von Gott erwarten.

Harald schrieb:Ich kann glaube ich nur wirklich so meinem Nächsten dienen und Jesus, wenn ich nicht mehr im Zentrum stehe, sondern auf Jesus blicke, weg von mir, weit weg in andere Richtungen - dabei hilft danken ... und für andere beten.

Ja und Gott etwas zutrauen und ihm die Veränderung überlassen und die Antennen nach oben halten, was Gott sagen will.


Alles Liebe und Gott segne dich
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