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Eingetragene Lebenspartnerschaft

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Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Günter am Fr 11 Nov 2011, 23:55

Einer meiner Arbeitskollegen hat seinen Mann fürs Leben "geheiratet", in Form einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Beide waren vorher mit Frauen verheiratet und beide haben Kinder. Beide wurden mit ihren Frauen nicht glücklich, jetzt sind sie das nach eigenem Bekunden schon.

Ich empfinde meinen Kollegen als einen sehr angenehmen Menschen und werde seine Heirat nicht thematisieren.

Die Aussagen der Bibel sind hier sehr eindeutig, aber ich muss das bei anderen weder gutheißen, noch verurteilen.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


Das ist so ein Thema, wo ich Gottes Willen zur Kenntnis nehmen und akzeptieren muss, ich aber gemischte Gefühle damit habe.




Günter
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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Heidi am Sa 12 Nov 2011, 22:13

Günter schrieb:Das ist so ein Thema, wo ich Gottes Willen zur Kenntnis nehmen und akzeptieren muss, ich aber gemischte Gefühle damit habe.

Wieso hast du da gemischte Gefühle?


Ich habe auch einen Kollegen von früher, mit dem ich die lange zusammengesessen hatte und beste Freunde waren und der Kontakt ist über die Jahre nie ganz abgerissen. Auch ein ganz lieber, sensibler Mensch. Er hat auch einen Mann geheiratet. Wir sprechen auch über den Glauben. Er liebt Gott!! und kennt die Bibel gut. Über seine Heirat zitiert er Jesus bei der ehebrecherischen Frau, die man steinigen wollte: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!"
Ich habe ihm das schon gesagt, wie ich die Bibel verstehe - und auch nach seiner Kirche oder Kirchgängen gefragt. Da sagte er mir, dass er mit seinem "Lebenspartner" ja nirgendwo in eine Kirche gehen könnte, denn die beiden würden wohl überall geschnitten werden. Das tat mir dann richtig leid - kann nämlich sein. Ich denke aber, weil der Gott einbezieht in sein Leben (bis auf diese Ehe), wird Gott ihm seinen Weg zeigen und korrigieren.

Weißt du, wie dein Kollege zu Gott steht, Günter? Das würde mich interessieren.

heidi

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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Günter am So 13 Nov 2011, 19:22

Heidi schrieb:
Wieso hast du da gemischte Gefühle?
Gegenfrage:
Bist Du mit allem froh, was da so in der Bibel steht, oder musst Du das eine oder andere (so wie ich) mit gemischten Gefühlen einfach akzeptieren?


Heidi schrieb:
Weißt du, wie dein Kollege zu Gott steht, Günter? Das würde mich interessieren.
Nein, nicht so richtig. Er bedauert aber, dass er sich in seiner Kirche nach seinem erst kürzlich erfolgten "Outing" nicht mehr sehen lassen kann.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Heidi am So 13 Nov 2011, 20:46

Günter schrieb:Gegenfrage:
Bist Du mit allem froh, was da so in der Bibel steht, oder musst Du das eine oder andere (so wie ich) mit gemischten Gefühlen einfach akzeptieren?
Muss es akzeptieren - weiß aber, dass es mir nicht zum Schaden sein soll.


Günter schrieb:Er bedauert aber, dass er sich in seiner Kirche nach seinem erst kürzlich erfolgten "Outing" nicht mehr sehen lassen kann.

Das hört sich im im ersten Moment und etwas länger schlimm an. Mein ehemaliger Kollege ist katholisch. Ich weiß nicht, wie er und sein Partner in einer freien Gemeinde aufgenommen würden...also als GAST. Denke, das sollte gehen, dass sie zum Gottesdienst kommen können. Problematisch wird es erst als Glied der Gemeinde oder Gemeinschaft. Für mich wäre es schlimm, wenn ich auf einmal alle meine liebsten Christenfreunde verlieren würde - ich glaube, das würde mich sehr zum Nachdenken bringen, ob mein eigener Weg wirklich der richtige ist. Sicherlich gibt es auch welche, die bocken herum mit Gott und den anderen Christengeschwistern, wenn sie etwas nicht akzeptieren können.
Gott hat gleichgeschlechtliche Ehen verboten, aber auch ebenso den Umgang mit der eigenen Mutter (1. Kor. Kap. 5)...also das eine finden wir dann schlimm, das andere nicht so?
Jedenfalls habe ich mich mit meinem Kollegen immer gut verstanden und die gegensätzliche Meinung hat dem auch keinen Abbruch getan. Ich bin sicher, Gott hat ihn lieb - er sagt, er hat Gott auch lieb...nun denn...meine einzige Sorge ist, dass er gesegnet bleibt und bei Gott bleibt...manchmal habe ich Sorge, wenn Gott etwas nicht segnen kann - wie dann alles wird.






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RE: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Gast am Mi 23 Nov 2011, 10:37

Hallo,

lies mal dringend folgende Bibelstelle:

Die Gottlosigkeit der Heiden
18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. 19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obwohl sie von Gott wussten, haben sie ihn nicht als Gott gepriesen noch ihm gedankt, sondern sind dem Nichtigen verfallen in ihren Gedanken, und ihr unverständiges Herz ist verfinstert. 22 Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere. 24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden, 25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen. 26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 desgleichen haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind in Begierde zueinander entbrannt und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den Lohn ihrer Verirrung, wie es ja sein musste, an sich selbst empfangen. 28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, sodass sie tun, was nicht recht ist, 29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, 31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. 32 Sie wissen, dass, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.

Römer 1,18-32
Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luther in der revidierten Fassung von 1984. Durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung.


Denk mal darüber nach, speziell die Verse 24-27!

Jörg

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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Heidi am Mi 23 Nov 2011, 21:01

Lieber Jörg,

ich kenne die Bibelstelle. Aber ich würde sagen, diese betrifft nicht die "übliche" Homos exualität, die m.E. in manchen Fällen aus irgendeinem Fehlerlebnis der Kindheit bei sensiblen Menschen resultiert.

Guck mal, in Verse 24 und 26 beginnnen beide mit einem d a r u m.
Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben ...
Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften

Darum???? Warum also?

Wenn du die Verse vorher liest, dann wohl, weil sie schlimmen Götzendienst praktiziert haben und soweit ich weiß, war dieser oftmals mit besonderen s exuellen Praktiken verbunden...Lustknaben im Götzentempel usw.

Ich glaube nicht, dass der "normale" Homos exuelle von Gott einfach dahin gegeben ist. Es ist zwar eine Gräuelsünde, aber die vergeben werden kann, wie jede andere auch. Siehe dazu 1. Kor 6,9-11:
Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasst euch nicht irreführen! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder,
Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.
Und solche sind einige von euch gewesen. Aber ihr seid rein gewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch den Geist unseres Gottes

Ich denke mal, das "und solche sind einige von euch gewesen" kann sich auch auf die Lustknaben und Knabenschänder beziehen. Sonst bitte Korrektur.

Viele Grüße Heidi

Heidi
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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Günter am Mi 23 Nov 2011, 21:51

joerg.evangelist schrieb:
Denk mal darüber nach, speziell die Verse 24-27!
Lieber Jörg,

ich verstehe jetzt nicht, warum Heidi speziell über die Verse 24-27 nachdenken soll, oder war ich gemeint? Weder Heidi, noch ich sind entsprechend veranlagt.

Ich habe hier berichtet, dass einer meiner Arbeitskollegen seinen Mann fürs Leben "geheiratet" hat, in Form einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

Wie verhalte ich mich jetzt diesem Kollegen gegenüber, nach diesem Frefel?

Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Ich werde ihn jedenfalls nicht werfen, den ersten Stein, weil ..... .

In Mt. 7,1 werde ich aufgefordert:
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.

Aha, verurteilen soll ich Ihn also auch nicht!

Dann begegne ich Ihm doch einfach mal so, wie jedem anderen auch.

Dass sein handeln so nicht in Ordnung sein kann, weiss er als Christ selbst, so wie ich eigentlich heute morgen hätte wissen müssen, ..... . Eine Kleinigkeit war das heute morgen, im Gegensatz zu dem, was mein Kollege da so auf dem Kerbholz hat. Aber wie ist denn das mit den " Kleinigkeiten"? Fünf Kleinigkeiten gehen gerade noch so, aber was mein Kollege so treibt, geht überhaupt nicht? Ich befürchte, wenn ich die Bibel so lese, habe ich mit meiner "Kleinigkeit" von heute ein genau so großes Problem, wie mein Kollege. Eben weil es keinen Unterschied macht, wie groß das "Vergehen" ist. Bußfertig müssen wir sein, mein Kollege und ich, sonst gehen wir beide verloren. Ich kann aus der Bibel aber nicht herauslesen, dass er sich auf Grund der Schwere seiner "Vergehen" dazu mehr anstrengen müsste, als ich mit meiner Kleinigkeit.


Viele Grüße und Gottes Segen,

<°)))>< Günter


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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Heidi am Di 29 Nov 2011, 19:31

Kurzes off-topic an Günter an dieser Stelle, weil Günter ja nie eine PN abruft:
Jörg ist wieder im Krankenhaus, anschließend Reha - für ca. 4 Wochen also fort. Er hat schon vorher mit einem Fixateur im kompliziert gebrochenen Arm geschrieben - und hat auch keinen eigenen PC, er muss ins Internetcafe (aber dafür hat er den Fernseher als Gebetserhörung Rolling Eyes ). Wir kennen uns übrigens durch den Bibelkreis hier, da hat ihn jemand mal eingeladen.


Günter, kannst du Mt 7,1 nochmal neu überdenken? Ich kenne es so, dass es hier um das Richten der Pharisäer geht, die nach dem Tun der Gesetzteswerke richten - und mit diesem Maß wird ihnen dann vor Gott zugemessen werden, weil du ja weißt, dass niemand durch Halten der Gesetze gerecht werden kann.

Ich wäre übrigens sehr froh, wenn mich ein Glaubensgeschwister auf eine verkehrte Sache mit biblischem Beleg aufmerksam machen würde. Leider kenne ich auch die "Verdunklungsbrille", die eine Sünde nicht im Licht der Bibel erscheinen lässt...aber ich denke jedenfalls drüber nach...und irgendwas bleibt dennoch haften. Jedenfalls sollte es mich dann nicht wundern, wieso und wenn ein verkehrter Weg dann vielleicht sogar mal abgeschnitten wird.
(Hebr. 3,13. 1. Thess. 2,12)


viele grüße
heidi

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Re: Eingetragene Lebenspartnerschaft

Beitrag  Günter am Di 29 Nov 2011, 21:51

Heidi schrieb: Günter, kannst du Mt 7,1 nochmal neu überdenken? Ich kenne es so, dass es hier um das Richten der Pharisäer geht, die nach dem Tun der Gesetzteswerke richten - und mit diesem Maß wird ihnen dann vor Gott zugemessen werden, weil du ja weißt, dass niemand durch Halten der Gesetze gerecht werden kann.
Mt. 7,1:
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.


Über die Einhaltung der Vorschriften kann man richten und die Bibel hat viele Vorschriften. Wenn man genügend Beweise hat, kann man ein objektives Urteil finden, aber eben nur in Bezug auf die Einhaltung dieser Vorschriften. Ob da jemand Gerechtigkeit geübt hat in seinem Leben, oder ob sich da jemand etwas zu Schulden hat kommen lassen.

Jesus lehrt uns, dass das aber letztendlich gar nicht der Maßstab ist. Und genau genommen war nicht einmal das neu, es findet sich ansatzweise (wie so vieles) auch schon ganz weit vorne im Alten Testament:

1.Mose 15,6:
Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.


Beim ersten mal lesen hatte ich den Eindruck, dass hier Äpfel und Birnen miteinander verglichen und aufaddiert werden.

Gerechtigkeit und Glaube werden da verlangt im AT, Glaube, der Früchte bewirkt (= Gerechtigkeit) im NT.

Wenn der Maßstab Gottes etwas mit Glauben und Loyalität zu tun hat, muss ich bei der Beurteilung meiner Mitmenschen passen.

Spontan fallen mir dazu die Politiker ein, die sich zu feierlichen Anlässen in der Kirche vom Fernsehen publikumswirksam filmen lassen. Ihre Ansichten kann ich vielleicht noch mit dem Vergleichen, was sie tun. Aber begegnen sie da in der Kirche vor der Fernsehkamera ihrem Gott? Oder haben Sie ganz andere Gründe, da in der Kirchenbank zu sitzen? - Wer will das entscheiden? Ich nicht.

Das Richten (letztlich über die Heilserwartung anderer) macht also für einen Christen gar keinen Sinn!

So weit mal zu meinen eigenen Gedanken zu diesem Thema heute Abend. Hier habe ich noch zwei sehr treffende Kommentare zu Mt. 7,1:

Das Verbot des Richtens bezieht sich hauptsächlich auf die Ausgrenzung anderer, indem man ihnen z.B. den Glauben abspricht, sie also aus Gottes Heil ausschließen will. Damit wird das Urteil des Endgerichts vorweggenommen. Man maßt sich an, was nur Gott zusteht (die »Prüfung der Geister« bleibt jedoch notwendig; 1Jo 4,1ff; vgl. Gal 1,8-9).

Erklärungen zur Bibel (Elberfelder Übersetzung)

Manchmal werden diese Worte von Menschen mißverstanden, die aus ihnen herauslesen, daß alle Formen des Richtens verkehrt seien. Ganz gleich, was geschieht, sie sagen fromm: »Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!«
Aber Jesus lehrt nicht, daß wir nicht mehr unterscheiden sollen. Er wollte nie, daß wir unsere Fähigkeit, Dinge kritisch zu durchdenken und zu unterscheiden, aufgeben sollten. Das NT kennt viele Fälle von gerechtfertigtem Gericht über den Zustand, das Verhalten oder die Lehre anderer. Außerdem gibt es verschiedene Gebiete, auf denen dem Christ sogar befohlen ist, eine Entscheidung zu treffen, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden oder zwischen dem Guten und dem Besten. Dazu gehören:

1. Wenn sich Streitfragen unter Gläubigen ergeben, dann sollten sie in der Gemeinde vor Gliedern geklärt werden, die in diesem Falle entscheiden können (1. Kor 6,1-Cool.

2. Die Ortsgemeinde sollte schwere Sünden ihrer Glieder richten und entsprechende Maßnahmen ergreifen (Matth 18,17; 1. Kor 5,9-13).

3. Gläubige sollen die Lehre von Predigern und Lehrern am Wort Gottes messen (Matth 7,15-20; 1. Kor 14,29; 1. Joh 4,1).

4. Christen haben herauszufinden, ob andere wirklich gläubig sind, damit sie dem Gebot von Paulus in 2. Korinther 6,14 gehorchen können.

5. Die Gemeindeglieder sollen erkennen, welche Männer die notwendigen Eigenschaften haben, um Älteste und Diakone zu werden (1. Tim 3,1-13).

6. Wir haben zu entscheiden, welche Menschen unordentlich, kleinmütig oder schwach sind, um mit ihnen entsprechend den Anweisungen der Bibel zu verfahren (1. Thess 5,14).

William MacDonald; Kommentar zum neuen Testament

Viele Grüße und Gottes Segen,

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